Ihr mögt diese Metapher vielleicht ein wenig kitschig finden, aber mal ehrlich: Wofür kann ein Quilt besser stehen als für das ganze Leben, die vielschichtige Gesellschaft, das bunte Mosaik der Menschheit?
Alles was mich geprägt hat,
alles was mir widerfahren ist,
was mich hat lachen,
was mich hat weinen lassen,
jeder Mensch, den ich getroffen habe,
den ich geliebt,
dem ich nichts Gutes gewünscht habe.
Alles und jeder ist ein Stück Stoff, einzigartig, farbenfroh, klein oder groß. Alles und jeder fügt sich zusammen zu dem Quilt, der mein Leben ist. Dicht verwoben miteinander, mit Nähten verbunden, die nicht aufzutrennen sind.
Es gibt keine Lücken. Nicht einmal der Tod kann Löcher entstehen lassen. In meinem Lebensquilt, durch mich und in mir, leben sie weiter. Meine Mutter und mein lieber Bruder Reinhard, viel zu früh gestorben. Freunde, die in Vergessenheit geraten. Lieben, die erloschen sind.
Und er wächst weiter, wird größer, bunter und jünger. Laura und Emil-Noah, zwei Goldstücke, die aus der Quiltmutter eine Quiltoma haben werden lassen. Neue Freunde, neu Erlebtes, erneut Erlebtes.
Und ich bin sicher, dass sich diese Summe des Lebens, mein Lebensquilt, fortsetzen wird.
Im Diesseits.
Im Jenseits.
Im nächsten Leben.












liebe quiltoma,
ich gratuliere dir zu so viel lebensphilosophie, kreativität und schaffenskraft.
es ist eine freude deine homepage anzuschaun!
herzlichst eine quiltmami
Hi, Ulli,
als meine Kinder noch klein waren, habe ich ihnen für ihre Hochetage einen wirklich tollen Teppich genäht. Feste Baumwollstoffe von IKEA bildeten das Top, Vlies brauchte ich nicht (kannte ich auch nicht!), die Rückseite war ein sehr robuster Polsterstoff. Gute 30 Jahre fand er irgenwo immer seine Verwendung und ist erst im letzten Jahr ausrangiert worden. Das hätte der Beginn einer Patchwork – “Karriere” werden können. Aber in den 1980ern war das wohl kein Thema in Deutschland. Schade!
Aber für Dich stehen alle Patchworktüren offen. Alleine das www bietet einen Fundus an Anregungen, dass man aufpassen muss, sich nicht zu verzetteln.
Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem Hobby, auch wenn man sich manchmal ärgert (ich gerade! Wollte eine Schachtel für ein Legespiel nähen, das ich gerade fertig gestellt hatte. Da ging alles schief. Nur mit viel Schummelei bekam ich sie fertig.)
Liebe Grüße
Elvira
Ich finde diese Sachen so großartig und bewundere Dich dafür, das Du sowas tolles kannst.
Hallo, Frau Momo! Erst heute sehe ich hier Deinen Kommentar aus dem Juni! Er ging irgenwie unter, sorry! Nun, Du wirst es mir nicht übel nehmen, denke ich, da wir seither ja über unsere und andere Blogs einen regen Kommentaraustausch pflegen.
Liebe Grüße,
Elvira
Mich haben Quilts schon immer fazieniert, ich mag besonder die alten, wo wirklich noch jedes Stückchen Stoff genutzt wurde und eine Geschichte erzählen kann.
Vielleicht schaffe ich es ja auch noch mal damit zu beginnen..
Liebe Grüße, Petra
Das ist wirklich interessant! Ich bekam vor einiger Ueit von einer Bloggerin alte Jeans ihres Sohnes geschenkt. Ich hatte keine Ahnung, was ich damit anfangen sollte. Doch als das Päckchen kam und ich es öffnete, sah ich sofort eine Decke vor mir, aus diesen alten Jeans, mit ihren Aufbügelflicken, und Resten meiner Stoffe. Ich nähte eine wirklich große Decke und schenkte sie der Bloggerin, die gerade in Berlin zu Besuch war. Diese Decke ist überhaupt nicht kunstvoll, es reiht sich Quadrat an Quadrat, ganz simpel. Aber im Patchworkforum und zum Teil auch hier im Blog, fand diese Einfachheit und die Wiederverwendung alter Stoffe sehr große Zustimmung.
Liebe Grüße,
Elvira