Katastrophe und Tagesordnung

Nach den schrecklichen Bildern des Erdbebens und seiner Folgen in Japan, habe ich mich gefragt, ob ich eigentlich so einfach zur Tagesordnung übergehen darf. Und ich habe für mich entschieden, dass ich das darf. Mein Entsetzen und mein Mitgefühl werden dadurch nicht geschmälert. Ich hoffe nur, dass die Diskussionen zu dem Thema Atomkraft durch diese Ereignisse noch einmal an Kraft gewinnen. Denn wenn uns solche Katastrophen etwas lehren können, dann ist es die Unbeherrschbarkeit dieser Energiequelle.

Am 26.April 1986 gab es den GAU Tchernobyl. Meine Söhne waren gerade sieben und drei Jahre alt. Der jüngere entwickelte nach Sandkastenbuddeleien plötzlich Ekzeme an den Fingern. Vielleicht Zufall, möglich. Aber der Sandkasten stand in unserem Garten und war immer zugedeckt, wenn wir   nicht im Garten waren. Eine Cousine flog für eine gewisse Zeit mit ihren Kindern zu Verwandten in die USA. Die Angst ging um – und verschwand nach einer geringen Halbwertszeit.

Wenn ich heute Politiker höre, die uns beruhigen wollen und dabei auf die Entfernung zu Japan verweisen, kann ich nicht mal mehr lachen. Glauben die eigentlich, was sie sagen? Nein, Angst habe ich nicht! Denn gegen die meisten Gründe für Angst könnte ich angehen. In diesem Fall fühle ich mich einfach nur hilflos. Macht- und hilflos!

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