In sechs Monaten…

… ist Weihnachten schon wieder vorbei. Ja, ich weiß, der Sommer steht mit beiden Füßen in der Tür. Da sollten meine Gedanken eher um Waldspaziergänge, Bootsfahrten, Eisdielenbesuche u.ä. kreisen. Das machen sie natürlich auch. Aber der Wald ist ein Stück weg, Boote schippern auch nicht am Haus vorbei und wirklich leckeres Eis gibt es auch nicht ums Eck.

ABER meine Nähmaschine ist da. Täglich lacht sie mich an, wenn ich an ihr vorbei gehe um die Orchideen zu besprühen. Und dann säuselt es in mein Ohr: „Ruf mich an!“. Ach, nein, das war was anderes. „Komm endlich  zu mir! Fädel einen Fadel ein! Stecke den Stecker   in die Steckdose!  NÄH ENDLICH LOS!!!“. Also, wie hätte ich diesen täglichen Lockrufen, die schon fast Befehlston annahmen,  länger widerstehen können? Die Frage war nur, was nähe ich? Und da fiel mir Weihnachten ein. Von da an gings bergauf. Ideen wurden geboren und wieder verworfen, bis die zündende ein wahres Kreativfeuerwerk entfachte.

Und hier ist das Ergebnis: Ein Stofflernbuch für Laura

Ja, so sieht es aus, das Stofflernbuch. Jede Motivseite ist 25x25cm groß. Ich denke, das ist ein schönes Weihnachtgeschenk geworden.

Vor 25 Jahren habe ich dieses Buch bereits für meinen jüngeren Sohn genäht – allerdings etwas kleiner und mit weniger Details. Wenn er bei seinen Paten oder seinern Großeltern schlief, war diese Buch stets bei seinen Übernachtungssachen. Eine kleine Überraschung in einer der vielen Taschen sollte ihm, manchmal auch im wahrsten Sinn des Wortes, das Fremdübernachten versüßen. Er hat dieses Buch übrigens immer noch!

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10 Antworten zu In sechs Monaten…

  1. mayarosa schreibt:

    Wie liebevoll ist das denn? Wahnsinn! Wunderschön. Großartig. Tolle Ideen und sehr hübsch gemacht.

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    • Ich muss mich auch sehr zusammenreißen, es nicht schon im September zu Lauras Geburtstag zu verschenken. Aber das ist noch zu früh. Sie wird ja erst zwei! Allerdings hat sie unglaubliche Fingerfertigkeiten. Zum Zöpfeflechten reichen die aber wahrscheinlich noch lange nicht. Eigentlich wäre der dritte Geburtstag der richtige Zeitpunkt. Das Nähen hat übrigens auch wirklich Spaß gemacht! Alleine dadurch, dass jede Seite eine neue Herausforderung war – ich hatte ja keinen Schnitt.

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  2. fudelchen schreibt:

    Wunderschöne Sachen, ganz, ganz toll !!!

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    • Hat auch viel Spaß gemacht. Nun suche ich nur ganz verzweifelt nach Zopfspangen. Keine Haargummis, sondern diese altmodischen Zopfspangen, die mit einem Gummi geschlossen wurden. Aber ich habe ja noch sechs Monate Zeit 🙂

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  3. Frau Momo schreibt:

    Der Wahnsinn. Meine Oma hat auch immer so tolle Sachen für mich genäht, gestrickt, gehäkelt. Einfach toll.
    Ich kann nur Socken stricken und Wolle spinnen. Nähen kann ich leider so gar nicht.

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    • Meine Oma hat toll gekocht! Ich durfte immer den Topf mit den – extra vielen – Puddingresten auskratzen. Meine Mutter hat viel gehandarbeitet. Allerdings erst, als wir Kinder schon erwachsen waren. Als meine Kinder klein waren, habe ich oft gestrickt, meistens Bilderpullis. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem es den Jungs hätte peinlich werden können. Danach war für gut 2 Jahrzehnte Schluss mit Stricken und Nähen. Für Erwachsenenpullis fehlt mir die Ausdauer. Dann schon eher Socken. Vor zwei Jahren habe ich die exzessiv gestrickt – mit den neuen Wollen war das ein spannender Spaß. „Nur“ Wolle spinnen? Das erfordert doch unglaubliche Fingerfertigkeit, oder? Ich habe in Museumsdörfern häufig Frauen beim Spinnen zugesehen. Das könnte ich nie! Ist doch eigentlich toll, nicht wahr? Jeder Mensch hat seine eigenen Fertigkeiten. Man muss sie nur entdecken.

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  4. valentiner schreibt:

    Du hast aber eine gesprächige Nähmaschine. Die hat dir ja einiges zugeflüstert. Aber ganz offensichtlich war das eine gute Tat von ihr. 🙂

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  5. jutta kretschmer schreibt:

    Hallo Elvira,
    durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen,es ist alles sehr liebevoll gestaltet. Seit ca 30 Jahren nähe ich solche und ähnliche Stofflernbücher,etwa alle 2 Jahre „erfinde“ ich ein neues Buch, zum Beispiel für Geschwisterkinder. Hast Du Interesse Fotos von meinen Werken zu sehen? Vielleicht als Anregung für künftige Nähattacken?
    Beim Krokodil biege ich die Reißverschlussenden einfach um, das klappt ganz gut und es kann sein Maul aufreißen. Zopfspangen, aus Plastik, habe ich auf der Insel Tobago gefunden. Früher gab es die mit dem Gummi. Manchmal finde ich sie noch auf Flohmärkten.
    Einen schönen kreativen Sommer wünscht Jutta

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    • Elvira schreibt:

      Ich hatte dieses Buch vor 30 Jahren für einen meiner Söhne genäht. Die Anleitung gab es in einer Burda. Nur hatte ich die leider nicht mehr und habe nach dem Muster des ersten Buches genäht. Noch eines werde ich sicherlich nicht nähen. Es gibt mittlerweile so wunderschöne zu kaufen. Vor drei Jahrzehnten war solch ein Buch ja noch exotisch.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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