Wortbeflügler: Wochenplan

Wie jeden Montag gibt es bei Valentiner den Wortbeflügler. Dieses Mal:

Wochenplan

Ich nehme mir die Woche Zeit
für mich, jawohl, es ist so weit!
Ich tue nur, was mir gefällt,
weil das die Laune oben hält.

Am Montag lass ich alles bleiben,
will stinkendfaul die Zeit vertreiben.
Am Dienstag werd ich alle lesen,
die Bücher, die sonst noch verwesen.
Am Mittwoch ruhe ich mich aus,
bestell mir einen Gaumenschmaus.
Am Donnerstag, da schreib ich einen
Liebesroman, und keinen kleinen.
Am Freitag schenk ich meine Gunst
Gemälden, Fotos, großer Kunst.
Am Samstag gibt’s ’ne Riesenfeier,
geh allen Nachbarn auf die Eier.

Den Sonntag nenn ich dann den Schönen,
da lass ich mich von dir verwöhnen!

© Valentiner

Die ganze Woche kann meine Protagonistin nicht planen – wer weiß, was am Dienstag sein wird? Was aber für den Montag geplant ist und in der Woche davor war, das könnt ihr hier lesen.

Mein Wochenplan?

Wohl an:

Montag geh ich in den Wald

Mache dort den Förster kalt

Der am Sonntag mich geküsst

Obwohl er noch verheirat ist

Knabberte Samstag an meinen Ohren

Hat ewige Liebe mir geschworen

Weil am Freitag bis um Sieben

Wir es wie die Vögel trieben

Denn Donnerstag hatten wir geübt

Wie´s  sich im Wald am besten liebt

Schon  Mittwoch lagen wir im Gras

Und hatten jede Menge Spaß

Er nahm am Dienstag meine Hand,

da verlor ich den Verstand.

© Elvira V.

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9 Antworten zu Wortbeflügler: Wochenplan

  1. Eva schreibt:

    Erst Knoten in der Zunge, dann dies hier – liebe Elvira, Du bringst mich völlig durcheinander. 😉

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  2. april schreibt:

    Elvira, du bist auch voller Überraschungen. *rofl* Wer hätte das gedacht? Der Förster und du? Du und der Förster?

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  3. Heute ist Dienstag – der Montag ist vorbei, der Förster hat sein Ende und auch die Liebesvöllerei 😉

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  4. Valentiner schreibt:

    Ich bin froh, dich noch in Freiheit zu erleben. Was aber kein Wunder ist, war das Verbrechen doch offenbar gut geplant! 🙂

    Noch zwei Zeilen für des Försters Grabstein (so der Mann denn je gefunden wird), in denen ich gleich ein Wort verwenden kann, das ich gerade erest gelernt habe:

    Wer uns’re Quiltoma ver…,
    der bald schon in der Erde harscht!

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    • Gut, das zu wissen 😉 Ich meine natürlich, dass es ein Wort gibt, das sich auf vera…. reimt.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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      • Valentiner schreibt:

        Witzigerweise lernte ich es dadurch, dass eine Lektoratskundin es falsch verwendete. Sie leitete es offenbar einfach aus dem Adjektiv in der Verwendung „harsche Worte“ ab und machte ein Verb des Sprechens daraus (er harschte sie an). Hatte ich noch nie gehört und ging auch nicht davon aus, es zu finden. Glücklicherweise gehe ich gern sicher und wurde überrascht. Damit also etwa Schnee harsch wird, muss er harschen.

        Änderte natürlich nichts an dem Fehler im Text. 🙂

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  5. Li Ssi schreibt:

    zum schmunzeln… danke

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