Vorbildfunktion und Sauberkeit

Offensichtlich gehen mir am frühen Morgen während meiner Hunderunde viele Gedanken durch den Kopf. Nicht, dass ich den Rest des Tages gedankenlos lebe, aber ich bin morgens einfach am wachsten und aktivsten (was seit über drei Jahrzehnten meinem Morgenmuffelmann nicht in den Kopf gehen will).

Heute fiel mir auf, dass sämtlicher Silvestermüll in unserer Siedlung und den angrenzenden Straßen  nicht mehr da ist. Kein Raketenpapier, keine leeren Böllerbatterien, keine Scherben. Zuständig für die Sauberkeit unserer Siedlung und die Gartenpflege ist ein beauftragtes Unternehmen der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land. Unsere Siedlung sieht aus wie ein Dorf. Sie ist autofrei, hat zwei Teiche (aus Sicherheitsgründen mittlerweile eingezäunt), sehr viel Grün sowie ein- und zweigeschossige Mietshäuser.  Ich nahm mir vor, der Verwaltung eine Dankesmail zu senden (erledigt!),  denn es war schon sehr beschwerlich, den Hund durch die Scherben zu dirigieren. Womit ich beim Thema bin!

In meiner Kindheitsfamilie wurde zu Silvester viel geknallt, allerdings im weitaus bescheideneren Rahmen als es heute üblich ist. Die Böller wurden von den Balkonen ins Freie geworfen, Raketen vor dem Haus gestartet, also alles so ähnlich wie heute. Um Mitternacht stand die Nachbarschaft auf den Wegen, prostete sich zu, Neujahrswünsche wurden ausgetauscht. Ich wurde ebenfalls in einer grünen Wohnanlage groß, jeder kannte (fast) jeden. Am Neujahrstag trafen sich -ohne Verabredung(!) – nach und nach die Nachbarn mit Besen, Müllschippen und Handfegern. Es war selbstverständlich, dass wir den Dreck, den wir verursacht hatten, auch wieder beseitigten. Alle halfen, auch die Kinder! Es hat uns richtig Spaß gemacht. Und manchmal fand man ja sogar einen Blindgänger, den ein Vater, seltener eine Mutter, zur Freude aller mitten Am Tag zündete.

Und heute? Mein Mann hoffte am Neujahrsmorgen, dass nicht zu viele Abschussflaschen herumstehen würden. Denn Fakt ist, dass im Laufe des Tages diese Flaschen nicht eingesammelt und die Glascontainer gebracht werden. Sie werden mit Schwung auf die Wege geworfen, so lange, bis die Scherben schön verstreut alles bedecken, Wiesen und Wege. Niemand bietet diesem Treiben Einhalt. In der Silvesternacht sind es überwiegend erwachsene Nachbarn, die den Dreck vor ihren eigenen Türen verursachen, um den sie tagelang Slalom laufen müssen. Diese Nachbarn haben fast alle Kinder, zum Teil im jugendlichen Alter,  die zum Jahreswechsel mit ihnen  draußen standen. Aber niemand, wirklich nicht ein einziger Mensch, hat, zumindestens in unserem Rondell, auch nur einen Schnipsel aufgehoben.

Denn warum sollte das jemand tun? In den Betriebskosten sind schließlich die Gartenpflege und die Hausreinigung enthalten. Warum sollte man sich bücken, wenn man doch fürs Bücken andere bezahlt. Der Silvesterdreck war nur Auslöser meiner Überlegungen.

Donnerstags wird unser Treppenhaus geputzt. Was früher zwei Menschen machten, muss seit zwei Jahren eine Frau alleine leisten. An einem Samstag trug jemand offensichtlich seinen Müll die Treppe hinunter. Die Mülltüte muss entzwei gewesen sein, denn Stufe für Stufe und die Flure entlang hinterließ eine braune Flüssigkeit große und klebrige Flecken. Geschah etwas? Putze jemand die Flecken weg? Nein! Denn Donnerstag kommt ja wieder die Treppenreinigung.

Zur gleichen Zeit geschah es, dass tagtäglich auf dem Weg vor unserer Haustür Zigarettenkippen lagen. Nun ist es nicht so, dass der nächste Abfallbehälter meilenweit weg wäre. Ganz im Gegenteil! Der Raucher hätte seine Kippe ganz bequem auf dem Weg zum Parkplatz oder sonstwohin in den Müllbehälter werfen können, an dem er sowieso vorbei muss. Dierekt vor unserem Haus ist einer der wirklich vielen unserer Siedlung aufgestellt. Allerdings landet darin auch manchmal der Hausmüll von Leuten, denen der Weg zum Müllhaus plötzlich zu weit wurde.

Ich hing einen Zettel aus mit der Bitte um nachbarschaftliche Rücksichtnahme und Eigenverantwortung und Verursacherprinzip, na, ja, es war eine wirklich freundlich formulierte Bitte darum,  den Dreck, den man macht, auch wieder zu entfernen. Die Reaktion war nicht so freundlich!

Unser Müllhaus ist ein Fiasko. Zwar stehen dort ausreichend Container zur Verfügung, auch Container für Glas, Papier, gelbe Tonnen, Biotonnen und ein Müllbehälter für Kleinelektronik. Nur, schüttet jemand seine Tüten aus? Sehr wenige Mieter machen das. In den Papiercontainer werden unzerkleinerte Kartons geworfen, Glas in die gelbe Tonne u.s.w.. Nun wohnen bei uns, wie erwähnt, sehr viele Kinder. Eine Aufgabe von ihnen scheint es zu sein, den Müll wegbringen zu müssen. Mussten meine Kinder auch – als sie in der Lage waren, das auch zu bewältigen!!! Aber hier stehen kleine Kinder vor Containern, deren Schiebedeckel sie nicht öffnen können, sie kommen da gar nicht ran. Was sollen sie also tun? Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Tüte(n) mit Schwung in irgendeinen Container zu werfen, der zufällig offen ist – was die meisten spätestens zwei Tage, nachdem die Müllabfuhr da war, sowieso sind, weil die nicht ausgeschütteten Müllsäcke die Container bereits wieder zum Überlaufen bringen – oder die Kinder stellen die Tüten einfach neben die Container. Manchmal klemmt das Schloss vom Müllhaus, dann stehen die Tüten eben davor. So einfach! Früher waren die Müllhäuser mit einem Gitter „überdacht“. Diese mussten entfernt werden, weil es offensichtlich Spaß machte, die Mülltüten AUF die Müllhäuser zu werfen. Auch Sperrmüll wird gerne in den Häusern abgestellt. Matratzen sind keine Seltenheit.

Im letzten Herbst kam ich mit meinem Rad aus dem Haus und sah, wie zwei Jungs ein 1,5l-Tetrapack  Orangensaft auf die Wiese katapultierten und dann weitergehen wollten. Ich fragte sie, ob sie die Packung nicht wegwerfen könnten (frei zugänglicher Abfallbehälter direkt vor ihnen). Nö, sie hätten keine Lust die jetzt mitzunehmen, kämen aber gleich wieder und würden die noch austrinken wollen. Na, gut. Als ich von meiner kurzen Erledigung zurück kam, war die Packung immer noch da und ein Mädchen (15) aus dem Nachbarhaus sprang solange darauf herum, bis die Nähte platzen und der ganze Orangensaft durch die Gegend spritzte. Die ganze Clique lachte vergnügt und wollte weiterziehen. Ich rief sie zurück ,und das Mädchen durfte das Pappding in den Abfallbehälter entsorgen.

Warum ist das so? Warum werfen Autofahrer im Beisein ihres Kindes die Zigarettenkippe aus dem Fenster? Warum wirft eine Mutter, nachdem sie ihrem Kleinkind ein Brötchen in die Hand gedrückt hat, die zerknüllte Tüte einfach auf die Straße? Warum legen erwachsene Menschen ihre beschuhten Füße auf den gegenüberliegenden U-Bahnsitz? Warum liegen überall Papiertaschentücher herum? Warum werden die Schalen von geknabberten Sonnenblumensamen im Bus unter den Sitz gekehrt? Im Freien mag das ja noch angehen, ist ja Biomüll. Warum rollen Bier- und andere Flaschen in S-Bahnwaggons durch die Gänge? Warum werden Kaugummis auf die Straße gespuckt? Das alles machen nicht nur Jugendliche, auf die man so gerne allen Dreck schieben würde. Es sind ganz oft Eltern im Beisein ihrer Kinder, die denken, dass sie jedes Recht der Welt dazu haben. Schließlich wird der Straßenkehrer von ihren Steuern bezahlt. Beginnt hier nicht schon eine „Ich darf das, denn ich zahle schließlich dafür!“-Mentalität, die dem Kind mit auf den Weg gegeben wird. Nicht verbal, aber vorgelebt. Ich mag das noch nicht Mangel an Rechtsbewusstsein nennen, aber es ist ein Mosaiksteinchen von vielen, das schließlich dahin führen könnte.

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15 Antworten zu Vorbildfunktion und Sauberkeit

  1. fudelchen schreibt:

    Kommme später noch einmal wieder, das ist so viel Text, schaffe ich gerade nicht.

    GLG Marianne 😉

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  2. Himmelhoch schreibt:

    Elvira, ich dachte immer, wirklich immer, nur ich würde mich so inbrünstig über so etwas aufregen können. Ich habe echt und ehrlich schon Therapiestunden auf solche Probleme verwendet mit der Antwort, dass ich mehr oder weniger nicht zur Weltverbesserung geboren worden wäre, sondern mich mit manchem abfinden müsste.
    Aber es fällt mir so unendlich schwer. Ich habe mich schon in der S-Bahn mit Jugendlichen angelegt, die ihre Füße auf dem Sitz hatten, Silvester mit denen, die früh 3.45 Uhr noch knallten, Kinder zurückgeholt oder zum Aufheben von Dreck „genötigt“ (sicher nicht so höflich und freundlich wie du, sondern recht ungehalten. Unsere Betriebskosten sind unverhältnismäßig hoch, weil man uns die gelbe Tonne gesperrt hat. Die Papiertonne wird man auch bald streichen, wenn die Leute ihren Müll oder Koffer hineinwerfen. Einen sprach ich an – er hätte sich „geirrt“ – und holte ihn dann raus. Aber ich bin nicht der Abfallsherriff. Eine Behinderte haben wir im Haus (Rollstuhl), die darf ihre Säcke daneben stellen, aber das wird so schamlos ausgenutzt. Alte Fernseher, Möbelreste nach Um- bzw. Auszügen – und jeder, fast jeder hat ein Auto und der Recyclinghof ist fast um die Ecke.
    Die Kinder, die ihren Müll ordentlich in den Papierkorb werfen, werden von anderen ausgelacht, Papierkörbe werden verschüttet oder die Bodendeckel geöffnet. – Schluss, ich könnte einen Hals bekommen, der 3 Kragenweiten größer ist.
    Ich bin nach meinem Biorhythmus auch eine Eule – nicht unbedingt muffelig am Morgen – aber vor 9.00 Uhr und dem ersten Kaffee im Büro (ich bin 40 Jahre nüchtern aus dem Haus gegangen, sicherlich zu deiner Unfreude, und meine Tochter hat das geerbt) lief nichts.
    Weiterhin habe ich gestaunt, dass du dich bedankt hast, dass am 5. oder 6. endlich der Silvesterdreck weg war, zumal noch von einem bezahlten Unternehmen weggeräumt. Das wäre mir wohl weniger in den Sinn gekommen.
    Ich will in der Textlänge nicht deinem Post Konkurrenz machen – aber du siehst, du bist nicht allein, aber ich habe solche Gedanken eher zwischen 0.00 und 2.00 Uhr – das ist eine aktive Zeit bei mir.
    Liebe Grüße von Clara

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    • Elvira schreibt:

      Ich bin leide keine Eule, habe nur mal welche gesammelt 😉
      Als junges Mädchen habe ich auch nie gefrühsrückt, hatte ich ja nicht gelernt. Als ich noch im Verlag arbeitete, gab es ein der U-Bahn Raucherwagen. Also eine geraucht, im Verlag ein bisschen gearbeitet und dann ab in die Kantine frühstücken. Mein Mann hat mich das gelehrt, obwohl ich nur den Kaffee bräucte und vielleicht ein halbe Schnitte. Aber ich bin morgens echt aktiv, könnte sofort Bäume ausreißen. Alles, was ich gegen Mittag beginne, erledige ich lustlos – da fällt mir ein, dass mein Dienst 3xwöchentlich erst um 14:30 anfängt – jetzt wird mir vieles klar 🙂
      Die Welt will und kann ich nicht verbessern, weil es anmaßend wäre, zu entscheiden, was für die Welt gut und richtig ist. Mir ging es hier in erster Linie um den Begriff des Vorbildes, der gerade ducrch die Wulffaffäre in aller Munde ist. NixZen schrieb so richtig, dass jeder bei sich anfangen müsse.
      So, ich gehe gleich ins Bett, und Du sicher nicht! Dann wünsche ich Dir für später eine gute Nacht!
      LG,
      Elvira

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  3. april schreibt:

    Nein, alleine bist du nicht. Man merkt dem Stil deines Textes die zunehmende Aufregung an, aber ich kann’s verstehen.

    Immer wieder wird gesagt, wie dreckig Köln ist, dass die Stadt so wenig tut und ich sage dann immer: Wer macht denn den Dreck? Das sind doch die Bürger, die Menschen selbst, die das machen. Viele haben inzwischen den Anspruch, sie könnten alles ‚unter sich gehen lassen‘, denn ‚die Stadt‘ muss das wegputzen. Wie traurig!

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  4. Elvira schreibt:

    Das ist es, was ich so beklage: Ich zahle für etwas, also darf ich das. Und es wird den Kindern vorgelebt, nicht immer verbal, aber subtil.

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  5. wildgans schreibt:

    Begonnen hat all das mit dem Parfum „Egoist“- ne, Spaß beiseite- wenn ich Kleinkinder sehe, die auf dem Teppichboden irgendwo ihre Lollypapierchen hingeworfen haben- und die Mütter locker drüber marschieren- ich hänge mir ein Nicht-mehr-aufreg-Schutzmäntelchen um- für die, die alles rumschmeißen, beschädigen, kaputt machen- ist das normal- der Spaßfaktor zählt, diese gräßliche Egoistenförderschleuder…bei meinen Schülern konnte ich dem noch entgegenwirken, die waren hier auf dem Lande noch leicht anders, werden aber nach und nach ebenso zu Normalrummüllern…

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    • Elvira schreibt:

      Ich rege mich nicht mehr wirklich auf. Das hat nichts mit Resignation zu tun, eher mit der Einsicht, dass ich meine Energie woanders besser einsetzen kann. Ich möchte mit diesen Posts eigentlich auch nur das Nachdenken über den Begriff Vorbild anregen. Es ist nicht DAS Vorbild, nach dem Motto „schau, mal, was der/die gemacht hat…nimm dir daran mal ein Vorbild“, sondern das tägliche Vorleben unserer Handlungen oder Nichthandlungen.

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  6. Li Ssi schreibt:

    wo ist denn mein kommentar, den ich gestern schrieb… schade, nu is er wech… grummel

    dabei hast du mir mit so vielem aus dem herzen gesprochen und gestern waren die gedankenketten dazu frisch und da- heute belasse ich es bei einem klick auf den like-button und komme ein andermal wieder

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  7. sucherin schreibt:

    Da ich internetmäßig zurzeit ziemlich eingeschränkt bin, kann ich gar nicht all das schreiben, das mir zu Deinem sehr guten und interessanten Thema heute eingefallen ist. Ich bin auch Frühaufsteherin und mein Mann Morgenmuffel. Die Scherben nach Silvester und Karneval nerven mich und Hundi auch höllisch. Zum Müll könnte ich selber ein ganzes buch schreiben:-). Erst einmal wünsche ich Dir einen schönen Sonntag und sende liebe Grüße

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    • Elvira schreibt:

      Ein nicht dauerhaft funktionierendes Netz ist nervig, oder? Aber vielleicht müsste man der Sache auch gute Seiten abgewinnen: Mehr Zeit, weniger Druck, minimmierte Erwartungshaltungen…… Nur, wir wissen das, sind aber dennoch genervt. Eben Abhängigkeit!
      Liebe Grüße,
      Elvira

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  8. Anna-Lena schreibt:

    Mit deinem bemerkenswerten Artikel sprichst du mir so was von aus der Seele.
    Diese Tendenzen in unserer Gesellschaft nerven mich auch immer ungemein.
    Ich habe das als Dauerthema in der Schule, wenn es darum geht, nach der letzten Stunde die Stühle hochzustellen, den Papiermüll aufzusammeln, auch während der Aufsicht, den Müll richtig zu entsorgenm und nicht liegenzulassen.
    Und so Sprüche: Wozu haben wir denn Putzfrauen? bringen mich dann vollends auf die Palme.

    Jugendliche haben die Angewohnheit, ständig irgendwo hin zu spucken. Ich werde mich bei meinen Aufsichten künftig mit Papiertüchern bewaffnen und verlangen, das aufzunehmen.
    Über meine Erfahrungen berichte ich dann.

    Ich glaube, der Satz: Ich bezahle, also darf ich das.. sitzt in vielen Köpfen fest. Kinder übernehmen das von ihren Eltern und finden gar nichts dabei.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Anna-Lena

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    • Elvira schreibt:

      Ich glaube, dieses Thema berührt sehr viele Menschen. Kennst Du die Broken-Windows-Theorie? Auch Menschen, die ansonsten ihr Papiertaschentuch in den nächsten Abfalleimer werfen, machen genau das Gegenteil, wenn irgendwo schon Müll rumliegt. Ich habe mich selbst dabei erwischt: Output vom Hund hebe ich immer auf, trage die Tüte manchmal wirklich weit bis zum nächsten Abfallbehälter. Als sich letztens an einer Straßenecke Müll ansammelte, tauchte verführerisch der Gedanke auf, die Tüte einfach auch dorthin zu werfen. Habe ich natürlich nicht gemacht, aber die Versuchung war durchaus da.
      Das Spucken ist ein Thema für sich, da bin ich absolut ratlos. Vielleicht sollten die alle mal einen HNO konsultieren!
      Liebe Grüße,
      Elvira

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  9. scrooge schreibt:

    Bei uns in den Niederlanden gab es mal einen inoffiziellen Einbürgerungstest bei einer Fernsehshow, da kam folgende Frage vor:

    „Sie und Ihre Nachbarn haben Silvester Feuerwerk gezündet. Die Straße liegt voll mit Abfall. Was tun Sie?“
    a) Ich kehre am Neujahrsmorgen die Straße.
    b) Nichts, das macht die Stadtreinigung.
    c) Weiß nicht.

    Antwort a ist richtig, aber fast jeder Ausländer hat erst mal b angekreuzt mit der Begründung: Ich habe seit ich hier wohne noch nie einen Niederländer die Straße fegen sehen. Als ich den Test gemacht habe, wollte ich schon rein nach Gefühl Antwort a nehmen, da ich immer versuche, meinen Dreck selber wieder weg zu räumen, aber dann dachte ich, dass das wohl zu deutsch ist und entschied mich für b. Ich hatte nämlich meine Nachbarn auch noch nicht beim Aufräumen erwischt.

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    • Elvira schreibt:

      Wir sind das einfach nicht mehr gewohnt dieses Denken. Interessant, dass das eine Einbürgerungsfrage ist. Aber beser, als nach irgendwelchen Flussnamen oder ähnlichen zu fragen. Das Allgemeinwohl sollte immer im Vordergrund stehen.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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