Perfekt!

Ich habe lange überlegt, wie ich Ordnung in meine rund 100 Patchworkmagazine bringe. Zunächst hatte ich sie nach Titeln sortiert: Ptachwork- und Quiltjournal, Burda Patchwork, Patchwork Magazin, Lenas Patchwork, Patchwork Ideen, Patchwork easy und so weiter und so weiter. War am Anfang auch sinnvoll, da noch leicht zu überschauen.

Beim zweiten Anlauf sortierte ich die Hefte nach Themen: Weihnachten, Taschen, Sonderhefte, Kindersachen moderne Textilgestaltung.

Alle Sortierungen hatten aber einen Haken, denn ich fand interessante Projekte, Anregungen oder Quiltmuster nicht wieder. Also blätterte ich die Hefte durch und markierte die Seiten mit bunten Klebchen, die wie lustige Fähnchen am oberen Rand herausschauten. Aber auch das half bei der mittlerweile großen Anzahl an Magazinen nicht weiter.

Doch dann kam mein Mac ins Haus und eine Idee bahnte sich an. Ich nahm mir in den letzten Tagen also Heft für Heft vor, zunächst die mit den Markierungen. Dann den Rest. Seite für Seite arbeitete ich mich durch Kissen, Decken, Wandbehänge, Topflappen, Textilkunstwerke, entfernte Klebchen und setzte neue. Dann fotografierte ich sämtliche Projekte, die mich besonders ansprachen und das Titelfoto des entsprechenden Magazins. Ich legte in iPhoto und auf dem Schreibtisch eine Ordnerstruktur an und gab jedem Bild einen Namen. Außerdem fügte ich hinzu, aus welchem Heft es stammt. Selbst wenn ich etwas falsch zugeordnet haben sollte, muss ich nur ein Stichwort eingeben und der Mac spuckt sofort aus, wo sich das Projekt befindet.

So werde ich bis zum Wochenende ein vernünftiges Archiv angelegt haben. Und bei all der Guckerei habe ich nun auch wieder einen Nähplan. Sollte es in der nächsten Zeit etwas ruhiger hier werden, liegt es daran, dass ich unser Esszimmer wieder in mein Nähstübchen verwandelt habe. Obwohl, bis zum ersten Stich wird es wohl noch etwas dauern. Vorher muss ich erst noch 384 Quadrate zuschneiden.

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8 Antworten zu Perfekt!

  1. Himmelhoch schreibt:

    Elvira, ich liebe Strukturen und Verzeichnisse, als studierte Bibliotheks- und Informationsfachkraft vielleicht auch zu verstehen. – So etwas ähnliches – allerdings nicht mit Stoffen und Fotos – habe ich 1992 an meinem neuen Arbeitsplatz eingerichtet mit allen Quellen, die mein Chef hatte und brauchte – der ist vor Begeisterung wie Rumpelstilzchen ums Feuer gesprungen.
    Viel Spaß mit dem Auffinden wünscht dir
    Clara

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    • Elvira schreibt:

      Ich liebe es, wenn ich auf Anhieb etwas finde und nicht ewig suchen muss. Ganz besonders auf der Arbeit. Dort müssten dann aber alle an einem Strang ziehen, was leider nicht der Fall ist. Dabei kostet es nur wenig zeit, etwas an Ort und Stelle zurückzulegen, abzuheften o.ä. Die Sucherei nimmt erheblich mehr Zeit in Anspruch, zumal gerade dann überhaupt kein Zeitpuffer ist.
      Liebe Grüße
      Elvira

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      • april schreibt:

        Ich auch, ich auch. Ich liebe Verzeichnisse, Listen, Archive, Strukturen und etwas sofort finden. Oh ja. Seid ihr vielleicht auch Jungfrauen (ich meine natürlich das Sternzeichen *g*)

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        • Elvira schreibt:

          Nein, ich bin Steinbock – meine Mutter war Jungfrau, entsprach aber, was Listen, Archive u.a. betrifft, mit Sicherheit nicht Deinen Vorstellungen jungfräulicher Ordnungsstrukturen 😉

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        • Himmelhoch schreibt:

          Liebe April, mein Aszendent ist Jungfrau – und die kommt ab und an mit ihrem Perfektionismus bei mir durch – und ich stehe dazu.
          Lieber eine Halbe Stunde mehr Schlagwörter bei Fotos vergeben und dann die Chance haben, sie auch zum Thema zu finden.

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          • april schreibt:

            Ich würde es gar nicht mal immer Perfektionismus nennen, sondern sich-organisieren können. Der Vorteilist tatsächlich, dass man nicht so lange oder gar nicht suchen muss.

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  2. Eva schreibt:

    Also nix mit „kreativem Chaos“ bei Dir. 😉 Deine Apple-Struktur ist eine gute Lösung, diese Investition war wohl Gold wert!?
    Ich wünsch Dir erfolgreiches Quadrateschneiden
    Eva

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    • Elvira schreibt:

      Spätestens nach 50Stück wird mein Rücken schreien. Wenn ich das beruflich machen würde, oder auch einfach noch öfter, würde ich den Tisch für die Zuschneidearbeit erhöhen.

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