Blau – auch ohne Alkohol

Wenn die Sonne morgens in mein Wohnzimmerfenster scheint, freut sich die weiße Wand über farbige Momente.

Ganz besonders hängt mein Herz an der orangefarbenen Flasche. Ich habe sie als Souvenir aus Darwin mitgebracht. Dort diente sie in einem Café als Wasserflasche. Auf jedem Tisch stand eine ausrangierte Weinflasche. In Australien ist es üblich, dass dem Gast in jedem Pub, jedem Café, jedem Imbiss Wasser zur freien Verfügung steht. Jedenfalls habe ich das in Queensland und im Northern Territory so erlebt. Dort habe ich es mir auch angewöhnt, nie ohne Wasserflasche unterwegs zu sein. Bei der Umrundung des Ulurus zu Fuß hatte ich eindeutig zu wenig mit. Ein Liter des wertvollen Nasses war im Nu ausgetrunken. Auch mein Begleiter hatte seinen Vorrat bereits ausgetrunken. Und weit und breit war weder eine Menschenseele noch Schatten in Sicht. So ein klein wenig Panik kroch damals schon in mir hoch, muss ich gestehen. Ja, daran denke ich u.a., wenn ich meine australische Weinflasche sehe.

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9 Antworten zu Blau – auch ohne Alkohol

  1. Himmelhoch schreibt:

    Solche tollen Reiseerinnerungen hängen an meinen Flaschen nicht – aber zumindest wollte ich sie dir mal zeigen und habe dir eine Mail geschickt.
    Frohen Sonntagsgruß von Clara

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  2. Li Ssi schreibt:

    „Wenn die Sonne morgens in mein Wohnzimmerfenster scheint, freut sich die weiße Wand über farbige Momente.“ das hast du aber schön gesagt und die Fotos, sowie die Geschichte erfreuen mein Sonntagsmatinee vor dem PC
    liebgrüßt dich Li Ssi

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  3. monisertel schreibt:

    Das sind wirklich schöne Lichtspielereien und immer wieder anders, gell ♥
    Tolle Reiseerinnerungen hast Du und ja, in (allen) anderen Ländern ist man mit Wasser sehr viel großzügiger als bei uns. Ich bedauere das sehr, dass man bei uns so knauserig ist!
    Schönen Sonntag
    moni

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  4. Frau Momo schreibt:

    Das sieht wirklich sehr stimmungsvoll aus. Und ein solches Blau ist auch viel schöner als das vom Alkohol 🙂
    Die Flasche hätte ich ganz sicher auch aufgehoben, bei den Erinnerungen!

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  5. dirgni1935 schreibt:

    Liebe Elvira, Deine Flaschen und Deine Reiseerinnerungen dazu gefallen mir außerordentlich. Wenn ich fotografieren gehe, dann nie ohne eine kleine Saft-mit-Selter-Flasche in der Tasche und dass, obwohl ich mit Geld in HH bestimmt nicht verdursten müßte.
    Ich greife Monis Kommentar auf und möchte dazu sagen, ich kenne kein Restaurant, das Wasser kostenlos abgibt, im Gegenteil, meistens zahlt man für Selters fast mehr als für Wein 😦
    Und jetzt etwas zu Deinem Thema Miniermotten bei Kastanien. Hat hier zwar eigentlich nichts verloren, aber ich bin neulich nicht dazu gekommen, Deinen Artikel zu kommentieren.
    Hier in Hamburg haben wir sehr viele Kastanienbäume und die Blätter waren im Juni schon braun und vertrocknet. Seit drei Jahren gibt es jetzt die Miniermottenfallen und sie sind ein großer Erfolg, die Kastanienblätter sind grün bis zum Herbst. LG. Ingrid

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    • Elvira schreibt:

      Das klingt sehr gut! Berlin hat nämlich auch sehr viele Kastanienbäume. Jedes Jahr blutete mir das Herz, wenn ich die Bäume so leiden sah. Aber es werden auch hier Anstrengungen gegen das Sterben dieser so schönen Bäume unternommen. Ich möchte mit meinen Enkelkindern nämlich gerne noch Kastanienmännchen und -tiere basteln.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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      • dirgni1935 schreibt:

        Die Kastanienbäume sterben nicht an der Miniermotte, sie sehen nur so schrecklich aus, weil die Motte die Blätter vernichtet. Mir gefallen die Bäume auch sehr und wenn die Kastanien zu Boden prasseln, kommt sofort eine in meine Jackentasche, schade nur, dass sie so schnell schrumpelig werden. Bisher wußte ich nur, dass Vögel die Motten nicht mögen, um so erstaunter und erfreut war ich, bei Dir zu lesen, dass sich neuerdings die Meisen dafür interessieren.
        Ich drück Dir und Deinen Enkelkindern die Daumen für gaaanz viele Männchen und Tiere 🙂 LG. Ingrid

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        • Elvira schreibt:

          Genau weiß man es wohl nicht. Aber durch das frühe Welken der Blätter wird der Stoff- und Energiewechsel behindert, was eine Schwächung zur Folge hat und weiteren Kastanienkrankheiten Tür und Tor öffnet. Aber ich hoffe natürlich, dass alle in Angriff genommenen Maßnahmen fruchten.
          Liebe Grüße und einen guten Wochenstart!
          Elvira

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  6. Eva schreibt:

    Das sind wirklich sehr schön farbenfrohe Schattenspiele.

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