Erdbeeren aus China

Wusstet ihr, dass 1/3 aller tiefgefrorenen Erdbeeren aus China kommen? Oder 90% aller Apfelsaftkonzentrate ebenfalls chinesischen Ursprungs sind? Dass China 2011 Lebensmittel in Höhe von 1,4 Millarden Euro nach Deutschland exportiert hat? Oder 120.000 Tonnen eingekochter Tomaten aus China in Italien weiter verarbeitet wurden? Wusstet ihr, dass nur das Land, das ein Lebensmittelprodukt als letztes bearbeitet, auf der Packung stehen muss? Nicht aber, woher die verarbeiteten Grundstoffe stammen? Wenn wir wissen, dass in China bei uns verbotene Pestizide benutzt werden dürfen, sollten wir da nicht auch das Recht haben, über alles informiert zu werden? Ab 06:00 gut fünf Minuten lang hier zu sehen:

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/121018-quer-100.html

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19 Antworten zu Erdbeeren aus China

  1. Gudrun schreibt:

    Ja, ich wusste das. Und nun stellt sich auch heraus, dass all unsere Antibiotika aus China kommen und andere wichtige Arzneimittel auch. Und weil man Betriebe schließen musste, die nicht so ganz „exakt“ arbeiteten, hat die Uniiklinik in Leipzig jetzt einen Medikamentenengpass. Der Direktor der Klinikapotheke hat Alarm geschlagen.
    Tja, jetzt bewahrheitet sich einiges, wovor Ökonomen gewarnt haben. Mit den Folgen der Globalisierung müssen wir halt leben.

    Einen lieben Gruß von der Gudrun

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    • Elvira schreibt:

      Ich muss zugeben, dass ich das nicht wusste. Wahrscheinlich bin ich deshalb so schockiert. Ich habe geglaubt, dass z.B. die tiefgekühlte Erdbeertorte nicht nur in dem gekennzeichneten Land produziert wurde, das auf der Packung steht, sondern auch die Zutaten von dort stammen. Erdbeerjoghurt mag ich nicht und Säfte kaufe ich nie aus Konzentrat. Im Prinzip darf ich keine Lbensmittel mehr kaufen, die in irgendeiner Form vorab verarbeitet wurden (Tomatenmark z.B.).
      Liebe Grüße auch an Dich von Elvira

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  2. wildgans schreibt:

    Gut, dass das hier steht.
    Eine alte Winzerin aus der Nachbarschaft hat mir erzählt, dass sie so einige von der Rheinfront kennt, die nach Frankreich fahren und sich dort E605 holen zum Reben spritzen. Sie seien tunlichst darauf bedacht, dass ihr Name, ihre Unterschrift auf keiner Rechnung zu finden sei….
    Das alles macht mich fassungslos. Ja. Und weiter?….
    Gruß von Sonja

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  3. Elvira schreibt:

    Och, das kommt wohl noch schlimmer. China steigt ja ganz groß ins Weingeschäft ein, und zwar mit riesigen Weinanbauflächen. Da kann ich nur hoffen, das in meinem Bier Gerste, Malz und Hopfen aus heimischen Anbau sind.
    Prost!

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  4. Der Emil schreibt:

    Nun, wenn die Unternehmen nichts mehr unternehmen außer ihre Gewinne zu optimieren und dazu die Produktion in Billiglohnländer verlagern: Wir alle haben die Folgen zu tragen. Es sei denn, endlich (!) erinnern sich mehr und mehr Menschen daran, daß die Äpfel von den Wiesen vorm Haus meist besser schmecken, als die nur zuckrigen „Pink Lady“ aus China. Es sei denn, endlich (!) wird auf umfassendes Wissen und Können wieder mehr Wert gelegt als auf billige Entlohnung.

    Vieles kann getan werden, von jedem Einzelnen – nur wer kann den Einzelnen motivieren???

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    • Elvira schreibt:

      Da uns unser Körper offenbar nur noch als schöne Hülle wichtig ist und somit Fitnesstudios, Kosmetikinstitute, Schönheitschirurgen für den äußeren Schein zuständig sind, weiß ich nicht, ob der Slogan, der ja durchaus seine Richtigkeit hat, als Motivation genügen würde: Wahre Schönheit kommt von Innen! Zwar ist er anders gemeint, trifft aber zu. Wenn wir unserem Körper nicht nur als Hülle, sondern als das Zuhause unserer Seele wahrnehmen würden, müssten wir ihn dann nicht in jeder Hinsicht hegen und pflegen? Auch mit guter Nahrung?

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      • Der Emil schreibt:

        Ich versuch es ja – aber das wird manchmal ziemlich teuer. Nun, ein paar Äpfel hab ich mir schon geholt von den wildlebenden Bäumen in meiner Umgebung 😉

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        • april schreibt:

          Dieses Thema hatten wir voriges Jahr schon mal bei den Äpfeln. Es ist ein riesiger Themenkomplex mit allerlei miteinander verzahnten Unterthemen. ‚Wir alle‘ haben verlernt, uns jahreszeitlich und regional zu ernähren, wir wertschätzen unsere Lebensmittel nicht (Thema ‚wegwerfen‘) und wir haben für alles keine Zeit mehr. Guck dich mal um, wie viele Menschen im Stehen und Gehen Fastfood verspeisen. Und ‚wir‘ haben schon erst recht keien Zeit, uns zu informieren, woher alles kommt … wobei ich zugeben muss, dass es schwierig und zeitraubend ist. Ein Dilemma.
          Wir Verbraucher sind ganz schön mit Schuld. Manche meiner eigenen Tomaten aus dem Garten haben Flecken; die würde keiner kaufen wollen. Aber sie sind giftfrei und schmecken himmlisch. Aber alles soll ja makellos sein und auch noch billig (womit wir dann eigentlicht wieder beim Thema ‚Fleisch‘ wären …)
          LG, April

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        • Elvira schreibt:

          Ich esse Joghurt gerne (nur nicht Erdbeer, aber das schon nie). In Zukunft werde ich aber wohl Naturjoghurt kaufen und frisches Obst dazugeben. Früher gab es zum Feierabend auf den Wochenmärkten Reste im Angebot. Ob es das heute auch noch gibt? Wäre mal zu recherchieren. Vielleicht gehen die Reste aber auch an die Tafel, die das Obst und Gemüse ja auch dringend benötigt

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  5. mayarosa schreibt:

    Liebe Elvira, vielen Dank für den Filmtipp. Ein Grund mehr, ganz genau zu gucken, was man kauft. Und fast noch wichtiger: Wir sollten als Verbraucher massiv einfordern, dass auch verarbeitete Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen. Damit wir wissen, wo die Tomate die Sonne gesehen hat. Und nicht nur, wo den Topf.

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  6. Elvira schreibt:

    April hat natürlich Recht – wir alle müssen aufpassen und unser Konsumverhalten überdenken. Nur, wie erreicht man das Gros der Menschen, wenn selbst unsere Frau Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ihre Ohren auf Durchzug stellt.

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  7. Frau Momo schreibt:

    Ich wußte zumindest, das nur das verarbeitende Land als Ursprung drauf stehen muß. Da wird auch bei Geflügel viel Schmu getrieben. Die Tiere kommen sonst woher, werden aber hier abgepackt…
    Für mich nur ein weiterer Grund, auf bio und regional zu achten und möglichst das frisch zu essen, was gerade Saison hat.

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    • Elvira schreibt:

      Wir bemühen uns auch, klappt aber nicht immer. Mich ärgert nur so der Betrug am Verbraucher, das Ignorieren krankmachender Produkte.

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      • Frau Momo schreibt:

        Ja, aber es sind eben auch die Verbraucher, die zu faul sind, sich zu informieren und zu boykottieren. Wir hätten soviel Macht, wenn wir sie denn mal nutzen würden. Aber das heißt eben auch, sich mal mit dem auseinandersetzen, was man kauft, nicht nur bei Lebensmitteln….

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  8. pixelspielerei schreibt:

    Ein sehr interessanter Beitrag! Und auch ziemlich erschreckend. Klar: Je billiger die Zutaten oder einzelnen Bestandteile, desto mehr Profit. Der Preiskampf ist unglaublich und der Verbraucher greift ja auch gern mal zum günstigeren Produkt. Wenn er allerdings wüsste, dass er sich damit (bspw. mit Pestiziden) systematisch vergiftet, sähe das vielleicht anders aus. Aber woher soll er es erfahren, wenn schon die Medien keine Auskünfte bekommen …

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  9. isa schreibt:

    Ja, chin. Geschäftsleute sind weltweit fleißig dabei der chin. Bevölkerung Arbeit im Ausland zu verschaffen. Und wenn es sein muss wird das ein oder andere Land damit um seine Kultur gebracht, ohne selbst Anteil an wirtschaftlichen Vorteilen zu erhalten und sich bilden zu können. Es spielt sich schon lange nicht mehr alles im eigenen Land ab, auch wenn die Umweltkatastrophen und Giftskandale von dort ihre Schlagzeilen bis zu uns werfen.

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