Diesen Lacher

möchte ich euch nicht vorenthalten. Schlussfolgerungen gäbe es viele: fortgeschrittenes Alter etwa oder  die viel diskutierte Internetdemenz. Möglich wäre auch eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit durch mangelnde Sauerstoffzufuhr bei erhöhter Staubaufnahme durch intensives Wühlen in alten Zeiten. Was weiß ich. Passiert ist diese Angelegenheit vorgestern. Ich versuche gerade meinen Konsum von Milchprodukten drastisch einzuschränken. Habe ich früher einen 500g-Becher Joghurt am Stück verspeist, halbiere ich gerade die Menge. Also habe ich die Hälfte für meinen Mann in eine Schüssel abgetan, damit er sein Müsli unterrühren kann. Ich hatte Appetit auf Apfelkompott. Also öffnete ich ein Glas, entnahm zwei große Löffel und gab sie in den Joghurtbecher. Allerdings staunte ich nicht schlecht, als das Kompott nicht in den Becher flutschte. Nach der ersten Verwunderung bekam ich einen Lachanfall. Dieser steigerte sich zu Bauchkrämpfen und reichem Tränenfluss. Ich bekam mich nicht mehr ein. Mein Mann rief aus seinem Zimmer, was denn los wäre. Ich holte den Schnappschussknips und verewigte dieses Missgeschick. Und nun bin ich bereit, ihn euch zu zeigen, bevor ich den Diakasten aus 06/1983 öffne.

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Frage: Wer von euch trinkt Sojamilch? Gibt es eine Sorte, die auch gut im Kaffee schmeckt?

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30 Antworten zu Diesen Lacher

  1. Eva schreibt:

    Glücklich, wer sich selbst nicht zu ernst nimmt und über seine Missgeschicke herzlich lachen kann.

    Ich trinke hin und wieder Sojamilch – wegen der Knochen … 😉 Am liebsten mit Vanillegeschmack. Leider kann ich Dir nicht sagen, welche gut mit Kaffee harmoniert. Werde mal meinen Sohn fragen, der kennt sich mit Sojaprodukten besser aus als ich.
    LG Eva

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe heute Sojamilch gekauft und werde das morgen testen. Einer meiner Chefs meinte, dass die sich nur nicht schäumen ließe. Damit kann ich leben. Andererseits fiel mir ein, dass wir ja das große Glück haben, in unmittelbarer Nähe eines Bauern zu wohnen, der auch Milch anbietet (frisch gepumpt). Den werde ich mal nach den Lebensbedingungen seiner Kühe fragen.
      Liebe Grüße von Elvira
      P.S. Gestern habe ich Fotos meines Besuches in Overath gescannt – allerdings nur mit Personen, keine Landschaftsaufnahmen

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      • Gudrun schreibt:

        Evas Vanillesoja schmeckt auch gut im Kaffee.

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      • Eva schreibt:

        Geh zum Bauern – zuerst schmeckt die Milch vielleicht sogar etwas ungewohnt, aber später wirst Du keine andere mehr trinken wollen. Wir haben früher mit den Kindern fast jeden Abend den Gang zum Milchkauf beim Bauern zelebriert – sie haben auf dem Wege auch das Fahrradfahren erlernt. Ich besitze heute noch die verbeulten Milchkannen aus meiner Kindheit.
        Heute habe wir es bequemer und bekommen einmal die Woche Milch vom Bauern in 2l-Kanistern geliefert. Die ist dann zwar pasteurisiert, aber nicht homogenisiert und ist geschmacklich mit keiner Supermarktware zu vergleichen. Dieser Genuss ist uns den höheren Preis wert.
        Bin trotzdem mal gespannt auf Deinen Soja-Kaffee-Geschmackstest. Für welche Sojamilch hast Du Dich nun entschieden? Wie sind Deine Gen-Soja-Recherchen ausgefallen?
        Lieben Gruß
        Eva
        PS: Schade, dass Du keine Landschaftsaufnahmen aus der Zeit zeigen kannst. Hätte mich interessiert, wo Du überall gewesen bist und wie es seinerzeit aussah. In Overath sollen derzeit schon wieder 200.000 m² wunderbarer landschaftlicher Ausblick einem Gewerbegebiet geopfert werden. Aber es regt sich glücklicherweise endlich mal größerer bürgerlicher Protest.

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        • Elvira schreibt:

          Wir habe früher mit den Kindern sehr oft Urlaub in Bayern gemacht und jeden Abend die Milch beim Bauern geholt. Dort war ich schon als Kind mit meinen Eltern. Die Milch wurde nach dem Melken lediglich durch ein Sieb gegossen und kuhwarm in unsere Milchkannen umgefüllt. Manchmal haben wir einen Teil der Milch stehen lassen und eine „Satte“ daraus gemacht – lecker!! Aber sicher darf die Milch heute nicht mehr direkt vom Euter weg verkauft werden.

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        • Eva schreibt:

          Kuhwarm kenne ich die Milch auch noch – wir Kinder haben auf dem Nachhauseweg genascht. Und wir haben es überlebt. 😉 Das geht heute – wie so vieles – nicht mehr. Die Milch wird aus dem Euter direkt in eine Kühlung gepumpt und wenn die Milchwagen die „Ware“ abholen, dann werden auch immer Proben mitgenommen. So ist garantiert (bzw. sollte garantiert sein), dass nicht gewünschte Keime, Medikamente etc. sofort erkannt werden.

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          • Elvira schreibt:

            „Mein“ Bauernhof war so ein kleiner, vielleicht 12 Kühe, in einer Ecke eine Box mit zwei Schweinen, immer ein, zwei Kälbchen, die an meiner Hand nuckeln durften und viele Schwalben, die ungehindert ein und aus flogen. Und immer, wirklich immer, gab es kleine Katzen, die ich heiß und innige liebte und denen ich heiße tränen beim Abschied nachweinte. Es war schmuddelig und roch wunderbar warmsäuerlich im Stall, die alte Bäuerin hatte stets Zeit für ein Schwätzchen. Ganz besonders als ich mit meinen Kindern auftauchte und sie sich doch wirklich noch an mich als Kind erinnern konnte. Im Hof hing eine Schaukel und auf der Wiese hab es ein Karussell, das der Bauer aus alten Traktorsitzen gebaut hatte. Wenn ich mich so schreiben sehe, dann glaube ich, dass ein Stück meines Herzens noch immer dort auf diesem Bauernhof umhergeistert.

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        • Eva schreibt:

          Der Urlaubsbauernhof meiner Kinderzeit – ebenfalls Bayern – war auch recht klein. Sie hatten Kühe, Hühner und einen Haflinger, manchmal mit Fohlen, und einen Bernhardiner. Auch ich habe mit meinen Kindern dann einmal noch dort Urlaub gemacht. Erinnerungen!

          Am Wochenende habe ich mal Sohn und Freundin nach Milchalternativen befragen können. Für den Kaffee verwenden sie normale Sojamilch (Firma Alpro), auch Sojasahne sei der handelsüblichen Kuh-Sahne vergleichbar. Weil Sojamilch leicht süßlich schmeckt, kommt zum Kochen dann eher Dinkel-, Hafer- oder Reismilch zum Einsatz. Es gibt bei allen diesen Produkten geschmackliche Unterschiede zwischen den Marken – hier muss man einfach durchprobieren, um seine persönliche Vorliebe herauszufinden. Bleibt natürlich auch das leidige Thema Gentechnik und Soja. Es ist wohl mittlerweile unvermeidbar, dass auch hier gentechnisch verändertes Soja mitverarbeitet wird, dem sind aber bei gekennzeichneten Produkten Grenzen in Höhe von 0,1 % gesetzt (ob das kein Etikettenschwindel ist, wissen wir wieder erst nach dem nächsten Lebensmittelskandal ;-( ). Hier ist mal ein etwas älterer Oekotest-Bericht aus 2007:

          Klicke, um auf M0710-Soja.pdf zuzugreifen

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          • Elvira schreibt:

            Danke, Eva! Ich habe mich entschieden, den Etiketten mal zu trauen. Die Firmen haben mit ihren (noch) Nischenprodukten ja einen Ruf zu verlieren. Heute werde ich das erste Mal Soja im Kaffee probieren. Letztlich hängt das aber von den Vorlieben jedes Einzelnen ab. Ich habe da mehrere Berichte und Tests gelesen und werde einfach ausprobieren, was mir liegt.

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      • Eva schreibt:

        Den 0,1 % stehen ja auch ca. 80 % Gensoja im Futtermittel (zur Fleisch-, Milch- und Eierproduktion) gegenüber. Ich denke auch, wir sollten hinterfragen, was wir essen und trinken und dann ändern, was wir ändern können.
        Ich wünsche Dir einen geschmackvollen Kaffeegenuss.
        Lieben Gruß
        Eva

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  2. Hans-Georg schreibt:

    Köstlich!
    Das ist so ähnlich wie die Schweinerei mit dem Plastikfolie über der Kloschüssel

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  3. mayarosa schreibt:

    Herrlich. Sowas könnte mir aber auch passieren… fällt unter verpeilt 🙂
    Mit Sojamilch kenne ich mich nicht aus. Trinke normale Milch.

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  4. pixelspielerei schreibt:

    Klasse! *gg

    Aber tröste Dich: Solche Dinger kriege ich auch hin, ohne mit der Wimper zu zucken! 😉

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  5. Himmelhoch schreibt:

    Nenene, du bist keinesfalls dement, sondern auf dem Weg zu einer Professur, denn die sollen doch auch immer so zerstreut sein.

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  6. monisertel schreibt:

    Liebe Elvira,
    über solche (und ähnliche) Missgeschicke kann ich auch herzhaft lachen.
    Sojamilch trinke ich auch ab und an ganz gerne. Was aber in den Kaffee passt, weiß ich nicht, denn ich trinke meinen Kaffee PUR.
    Du kannst doch mal so Kleinpackungen kaufen, die gibt es doch inzwischen, und selbst probieren.
    Liebe Grüße
    moni

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    • Elvira schreibt:

      Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, Kaffee pur zu trinken. Im Verlag habe ich das immer so gemacht. Allerdings mag ich nur normale Milch, keine kondensierte, und Zucker brauche ich auch nicht.
      Liebe Grüße von Elvira

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  7. Frau Momo schreibt:

    Nein, ich lache jetzt nicht 🙂 Ich hasse Sojamilch, kenne aber Leute die sich die ohne irgendwas in den Kaffee plempern. Soweit ich das früher von Kunden gehört habe, ist die von Alnatura und Provamel genießbar.

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    • Elvira schreibt:

      Alnatura habe ich heute gekauft und werde sie morgen probieren. Nachdem ich vorgestern wieder gelesen habe, wie die dauergeschwängerten Milchkühe gehalten werden, (was ich zwar wusste, aber lange verdrängt habe, da ich Käse so gerne esse), muss ich meine Ess- und Trinkgewohnheiten ändern. Mein Mann fragte heute, was er als Einzelner denn ändern könne. Worauf ich ihn fragte, warum er in der 68er Anti-Vietnambewegung so engagiert war. Denn da war er auch nur ein einzelner in einer immer größer werdenden Bewegung. Vielleicht klappt das auch eines Tages, um eine artgerechte Nutztierhaltung zu gewährleisten.
      Liebe Grüße von Elvira

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  8. aquasdemarco schreibt:

    Das ist individuell verschieden, je nach Geschmack des Geniessers. Ich wechsel oft, auch Dinkelmilch passt, da ist die Suesse schon mit drin

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  9. scrooge schreibt:

    Schöön! Das könnte in unserem Haushalt auch ohne weiteres passieren und wäre eine Nominierung für den Trottel des Monats. 🙂

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  10. isa schreibt:

    Sojamilch kenne ich Provamelo und die von Alpro. Die Produkte waren lecker. Viele Menschen kommen mit dem Sojaeiweiß aber nicht zurecht. Asiaten sind da gentechnisch besser ausgestattet. Es ist für Europäer empfehlenswert etwas Kuhmilch in die Sojamilch zu mischen. Mir schmeckt sie im Kaffee gar nicht. Aber wir kochten eine Zeit lang Pudding damit. Der war aber auch in der Mischung mit etwas Kuhmilch bekömmlicher. Das war ein Tip vom Heilpraktiker. Nun aber wurde mir geraten, hauptsächlich wegen der Schilddrüse auf Sojaprodukte ganz zu verzichten. Mein Arzt schließt sich deshalb diesem Artikel an: Soja wirkt auf das Gehirn über die Schilddrüse
    http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/SOJA.HTM

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, jedoch nicht die englischsprachige Studie, da mein Englisch dafür sicher nicht ausreicht. Was mir fehlt, ist eine Vergleichsgröße. Wie hoch muss Soja dosiert sein um diese Nebenwirkungen auszulösen. Kuhmilch ist für die Verdauung erwachsener Menschen im Prinzip auch nicht bekömmlich. Ich denke, es kommt auch hier, wie überall, auf die Menge an. Ich habe den Kaffee sehr genossen, denn er schmeckte richtig gut nach Kaffee, ohne dass die Kuhmilch durchschmeckte. Wenn dieser Liter Soja verbraucht ist, kommt Haferdrink aufs Testprogramm.

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