Warum die lange Pause

notwendig war, möchte ich euch kurz erläutern.

Es begann zunächst mit dem Wunsch, endlich alle Bücher zu lesen, die gestapelt darauf warten, dass ich sie nicht nur zum Staubwischen in die Hand nehme. Schon mal vorab: Ich habe noch kein einzigesBuch davon gelesen. Dann habe ich meinem Mann ein Notebook gekauft. Das Betriebssystem mit acht Fenstern erforderte etwas Eingewöhnung. Ich musste mich ja heimlich damit beschäftigen, damit ich ihm zum Geburtstag genau erklären konnte, wo zwischen den Fenstern die Türen versteckt sind. Außerdem mussten natürlich auch sämtliche Daten des sehr altersschwachen Rechners auf den schnellen neuen übertragen werden. Wie gesagt durfte mein Mann davon nichts mitbekommen. Die Überraschung ist mir übrigens sehr gut gelungen und mein Mann hat sich wirklich gefreut.

Der Hauptgrund meiner Abwesenheit war aber ein Überdenken des Bloggens. Nicht nur dessen, was ich schreibe, fotografiere und dann poste. Sondern die Frage, wie ich eine Distanz schaffen kann, trotz all der scheinbaren Anonymität. Eine Distanz zu euch. Mein Problem war, dass mich (fast) alles, was ich bei euch lese und kommentiere, über das Hoch- und Runterfahren meines Rechners begleitet. Für mich war nicht der letzte Punkt am Ende meines Kommentars auch der Schlusspunkt. Eure Posts begleiteten meinen Alltag, ich dachte noch lange an einzelne Aussagen, machte mir Gedanken und hätte in einigen Fällen gerne tatkräftig geholfen. Diesem Nahegehen musste ich nachgehen, musste überdenken, was ihr mir bedeutet, musste mich analysieren.

Und heute ist nun Ostern, der Tag, an denen viele Christen die Auferstehung Jesu feiern und nebenbei bunte Ostereier (und mehr) verstecken und suchen. Ein geeigneter Zeitpunkt um meinen Blog wieder zu beleben. In diesem Sinne wünsche ich euch allen Frohe Ostern oder einfach ein schönes verlängertes Wochenende!

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21 Antworten zu Warum die lange Pause

  1. mayarosa schreibt:

    Liebe Elvira, das hast du ganz wunderbar geschrieben. Und ich bin tief beeindruckt von deinen technischen Fähigkeiten – könnte ich mir vermutlich was abgucken. Ich wünsche dir, dass du das richtige Maß an Distanz und an Nähe findest, damit du empathisch sein kannst ohne in die Schuhe anderer Leute gezogen zu werden. Denn letzten Endes muss jede/r von uns die eigenen Schuhe tragen und wenn sie Löcher haben oder die Sohlen abgelaufen sind, muss sich auch jede/r selbst um die Reparatur kümmern. Wünsche frohe Ostern!
    Übrigens sind nicht nur die Hasen und die Eier heidnischen Ursprungs, auch das Osterfeuer gab es lange vor der Christianisierung. Auf der Kinderseite des KStA stand gestern „Die Germanen haben vor langer Zeit an Ostern das Fruchtbarkeistfest gefeiert und zu Ehren der Göttin Ostara Feuer angezündet“ – selbst Wort Ostern scheint den Germanen entliehen 🙂

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    • Elvira schreibt:

      Heute ist bei uns absoluter Ruhetag. Ich nutze die viele freie Zeit zum Experimentieren in der Küche. Ein „Käse“kuchen ist bereits fertig und superlecker. Nachher werden noch Cremeschnitten gebacken und ein vegetarisches Mett aus Reiswaffeln probiert. Das alles wird dann morgen zum Brunch zu den Kindern mitgenommen.
      Liebe Grüße von Elvira

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  2. leonieloewin schreibt:

    Liebe Elvira, ich freue mich sehr, dass Dein „Überdenken“ dazu geführt hast, dass Du wieder hier bist. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein frohes Osterfest. Osterhasen und Ostereier gibt es hier auf Teneriffa nicht. Allerdings hat mein Sohn zwei Schokohasen mitgebracht, die wir jetzt vor der Sonne beschützen müssen :-). Liebe Grüße Leonie

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  3. Hans-Georg schreibt:

    Frohe Ostern und vielen Dank für die Auferstehung des Blogs!

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  4. aquasdemarco schreibt:

    Wie ist denn deine Analyse ausgefallen? Ich habe es ja auch schon einmal analysiert, daher finde ich das Thema sehr spannend.
    Auch aus OWL frohe Ostern nach Berlin

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    • Elvira schreibt:

      Nun, ich versuche es wie im Job zu machen, distanzierte Nähe.

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      • aquasdemarco schreibt:

        Ich bin gespannt, ob es klappt.
        Ich habe festgestellt, so ein Blog ist ja nur ein Medium, alles was ich reingeben oder rauslese; sehe entsteht in meinem Kopf. Ich habe einen neuen Fotoblog und in 3 Wochen mehr Follower als in 3 Jahren nixzen. Spannend zu sehen welche Bilder geliked werden und welche nicht.
        Sie erzählen jeden seine eigene, erdachte Geschichte.
        Mir ging es wohl wie dir, bis ich erkannt habe, die Themen einfach laufen zu lassen, nicht auf jeden Kommentar zu antworten und einfach Dinge stehen zu lassen.
        So macht es Spaß und ich bekomme so viele tolle Infos oder lese Hundegedanken:-)

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        • Elvira schreibt:

          Mein Problem waren auch nicht meine Posts und nur sehr, sehr selten Kommentare darauf. Mich beschäftigen die anderen BloggerInnen, ich versuche sie kennenzulernen über ihre Posts und dem, was zwischen den Zeilen steht oder gar nicht erwähnt wird. Und ja, was aus all dem gelesen wird, ist immer unserem Kopfkino entsprungen. Das ist wie im „richtigen“ Leben.

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  5. monisertel schreibt:

    Liebe Elvira,
    ich freue mich immer wieder, wenn ich etwas von Dir lese.

    Für heute wünsche ich Dir ein gemütlich-fröhliches Osterfest und schicke Dir ganz liebe Grüße
    moni

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  6. Franka schreibt:

    Wer versteht besser als ich, dass man manchmal eine Pause braucht?! Aber deine Begründung verstehe ich immer noch nicht. Verstehe ich das richtig, dass es dich belastet, von schlimmen Dingen zu lesen und nicht helfen zu können? Oder? *ratlos guck*
    Mein Blog war übrigens ganz, ganz früher so privat und offen, wie es überhaupt nur geht (Hans-Georg weiß das sehr gut). Aber ich denke, das ist heutzutage nicht mehr ratsam. Ich bedaure das und mir zuckt es in den Fingern. Doch ehe ich gar nichts mehr schreibe, lege ich einen Teil meiner Hobbys ins Blog. So habe ich wenigsten etwas Schreiberei.
    Schöne Feiertage dir
    ‚Franka‘

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    • Elvira schreibt:

      Belasten würde ich es nicht nennen, aber es geht mir so nahe, dass ich es mit in den Alltag nehme. Dann frage ich mich, wie ist dem Menschen gerade zumute, der hier schreibt, wie sieht sein Alltag genau aus? Das ist so ähnlich wie mit einem guten Buch. Ich lebe in der Geschichte, freue und leide mit den Protagonisten und schlage das Buch irgendwann zu. Fertig! Hier wird mir aber immer wieder bewusst, dass da reale Menschen an ihren Rechnern sitzen und von ihren realen Leben schreiben.
      Aber ich bin dabei, das distanzierter zu sehen.
      Liebe Grüße von Elvira

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  7. Himmelhoch schreibt:

    Elvira, ein gewisses Mitempfinden ist sicher gut und auch richtig, denn es ist schon so etwas ähnliches wie Freundschaft, was hier entstehen kann – aber es sollte kein Mitleiden werden, denn sonst gehst du daran kaputt. Und das wäre sehr, sehr schade, denn ich würde dich sehr vermissen.

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  8. Frau Momo schreibt:

    Ich bin da vermutlich anders gestrickt, mir geht zwar vieles auch nahe, aber eben auch nur so nahe, wie nahe mir die Menschen aus den verschiedenen Blogs sind. Mit einigen sind wir inzwischen befreundet, da ist der Blog dann auch nur ein Teil des Austausches, Blogs von Menschen, die ich sonst nicht kenne, gehen mir schon auch nahe, aber nicht so nahe, das ich das alles mit in den Alltag nehme. Insofern habe ich mit Nähe und Distanz hier keine Probleme. Und ich freue mich, das Du wieder da bist.

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  9. Elvira schreibt:

    Das hier ist ein Medium, mit dem ich umzugehen lernen muss. Aber ich bin da auf einem guten Weg, denke ich.
    Liebe Grüße von Elvira

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  10. Frau Blau schreibt:

    liebe Elvira, ich lese jetzt erst einmal nicht die vorherigen Kommentare, damit ich wirklich auch meins schreibe, auf die Gefahr hin etwas zu wiederholen-
    ich kenne es auch gut, dass mich so manche Artikel und Kommentare noch über den PC hinaus begleiten, manchmal ist es mir zuviel, manchmal finde ich es absolut inspirierend, berührend und …
    mir gelingt bislang mein Vorsatz: weniger ist mehr, noch nicht wirklich, aber ich habe es im Kopf-

    nun aber freue ich mich, dass deine Überlegungen immerhin nicht dazu geführt haben, dass du mit der Bloggerei aufhörst, was mich SEHR freut- ich hab dich nämlich vermisst-

    schön, wie du deinem Mann eine Freude machen konntest
    herzliche Grüße
    Ulli

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