Vom Spargel

habe ich gestern sechs Stangen zurückbehalten und heute zu einem Salat verarbeitet:

Zum ersten Mal habe ich Majonaise auf vegane Art zubereitet. Zwar habe ich schon zwei fertige probiert, die Gläser aber sofort entsorgt. Denn geschmeckt haben beide Sorten nicht einmal annähernd. So gut wie diese einfach und schnell hergestellte hat mir aber auch früher keine nicht-vegane Majonaise geschmeckt. Ich habe den Rührbecher mit Fingern ausgewischt.

100ml Sojamilch werden zusammen mit 1EL weißem Balsamico in einem hohen Rührbecher mit einem Stabmixer/Pürierstab verrührt. Langsam werden 150-350ml neutrales Öl dazugegeben und solange gerührt, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist. Eben Majonaise. Zum Schluss wird mit Salz, Pfeffer und 1/2TL Senf abgeschmeckt. Als ich meinen Mann kosten ließ und fragte, ob noch etwas mehr Salz oder Pfeffer nötig wäre, meinte er: So ganz ohne Ei geht es wohl doch nicht. Ich musste ihm das Rezept, das ich in Björn Moschinskis Kochbuch „vegan kochen für alle“ gefunden hatte, unter die Nase halten, damit er schwarz auf weiß sehen konnte, dass es durchaus ohne Ei geht.

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14 Antworten zu Vom Spargel

  1. Sebastian schreibt:

    Der Senf sollte von Anfang an drin sein, denn er ermöglicht erst die Emulsion. Etwas Zitronensaft „überdeckt“ den manchmal recht starken Ölgeschmack und auch eine Priese Zucker ist nicht falsch.
    Ich für meinen teil esse lieber „natürlich“ als rein „chemisch“. Soja ist ok (stand sogar auf dem Konfirmationsbuffett meiner Tochter), aber dann als Soja und nicht als Universalkampfstoff der mit allerlei Farb- und Geschmacksstoffen und Unmengen künstlicher Vitamine & Co. getarnt wird.

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    • Elvira schreibt:

      Die Emulsion erledigt hier der weiße Balsamico, der Senf ist in diesem Fall ausschließlich Würze. Die Prise Zucker ist eine gute Idee! Zu Süß immer eine Prise Salz und umgekehrt. Was Soja betrifft, achte ich sehr darauf, woher er kommt.

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      • Sebastian schreibt:

        Hmm, Essig basiert auf Wasser, der kann sich nicht mit Fett verbinden, höchstens temporär mischen. Vermutlich ist eher die Sojamilch dafür verantwortlich bzw. die Chemikalien, die dafür sorgen, dass sich „Sojafett“, Wasser und Farbstoff verbinden.

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        • Elvira schreibt:

          Ich bin kein Chemiker, aber kann das nicht einfach die Essigsäure sein, die das bewirkt? Jedenfalls hat es funktioniert und ausgesprochen gut geschmeckt.

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  2. Frau Momo schreibt:

    Ich mag kein Soja, aber auf die Spargelsaison freue ich mich schon sehr. Ab dem Wochenende werden wir uns den auch wieder oft gönnen. Spargelzeit erleben wir immer kurz und intensiv 🙂

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    • Elvira schreibt:

      Ja, wir nutzen die Zeit auch ganz intensiv! Ich mochte Soja früher auch nicht so sehr, mittlerweile schätze ich die Bohne sehr. Allerdings achte ich auf ihre Herkunft. Anfangs war mir noch wichtig, dass die Produkte ohne Gentechnik deklarierten. Mittlerweile weiß ich, dass 90% der gentechnisch veränderten Sojabohnen als Tierfutter verwendet werden. Mittlerweile habe ich herausgefunden, was mir schmeckt und was nicht.

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  3. isa schreibt:

    Eier kann man gut durch Zugabe von Süßlupinenmehl ersetzen. http://www.govinda-natur.de/shop/Bio-Naturkost/Glutenfreie-Mehle/Suesslupinenmehl-bio::3589.html?XTCsid=3vnn8g54jo1opo3mvrdikiko62 pro Ei 1Tl.Mehl Wenn man versucht der Majo Sojanaturjoghurt unterzumischen könnte das vielleicht auch die Konsistenz verbessern.
    Ich bin auch oft am Experimentieren. Soja hatte leider einen schlechten Einfluß auf meine Gesundheit. Die nächste Zeit will ich mal versuchen mir verschiede „Milchauszüge“ als Grundlage herzustellen. Vielleicht funzt das Rezept ja auch mit Reis- oder Hafermilch.

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    • Elvira schreibt:

      Was macht Soja bei Dir?

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      • isa schreibt:

        Bei mir entstand innerhalb von ungefähr zwei Jahren eine erhebliche Mangelernährung die nebenbei wohl den Autoimmunprozess angeheizt hat. Das kam aber nicht durch Ernährungsfehler vom vorwiegend vegetarischen Essen. Ich verdaue Soja nicht gut, sollte aber, wegen langer Entzündungsprozesse versuchen möglichst ohne tierisches Eiweiß auszukommen. Somit müsste ich parallel Nahrungsergänzungsmittel schlucken, was die KK in meinem Fall auch zahlt. Nun versuche ich aber für das pflanzliche Eiweiß statt Soja mehr Lupine in die Ernährung aufzunehmen und nur Gewürze frei von Glutamat zu verwenden. Das scheint zu funktionieren.

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        • Elvira schreibt:

          Das ist aber schwierig, da Glutamat nicht immer in der Zutatenliste angegeben wird. Achte unbedingt auf Zusätze wie: Aroma, Würze oder Hefeextrakt. Aber das weißt Du sicher.

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    • Sebastian schreibt:

      „Soja hatte leider einen schlechten Einfluß auf meine Gesundheit.“ – dann würde ich es mal mit Milch (von der Kuh, nicht vom Soja) oder Eiern (vom Huhn, nicht vom Soja) versuchen. 😉 Das hat sich irgendwie bewährt… seit ein paar hundertausend Jahren.

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      • Elvira schreibt:

        Vor ein paar hunderttausend Jahren ist nicht wirklich ein stichhaltiges Argument, nicht wahr? Wer heute mal in einen Legehennenbetrieb geschaut und das Schreddern hunderttausender frisch geschlüpfter, lebendiger männlicher Küken gesehen hat, kann das nicht wirklich behaupten. Mir nutzt auch nicht das Ei vom Bauern, der glückliche Hühner hält, wenn die Industrie in ihre Produkte die Eier aus Batterien verwendet. Und zeig mir eine Hochleistungskuh ohne entzündete, antibiotisch behandelte Euter. Soja essen eh alle. Über das Viehfutter wird es an die Menschen weitergereicht, und das ist dann überwiegend Gensoja.

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        • Sebastian schreibt:

          Ich kenne die Kühe und Hühner, die meine Eier und Milch legen, aber wenn Du Dir Deine Chemie schönreden willst, mach ruhig weiter 😉

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          • Elvira schreibt:

            Ich kenne meine Kühe und Hühner eben nicht. Aber ich weiß, was sie fressen und mit welchen Medikamenten sie „gesund“ erhalten werden. Und ich weiß, warum genau darum immer mehr multiresistente Keime entstehen und Menschen das Leben kosten, besonders Frühchen. Nun, das ist nicht alleine der Grund. Für die MRSA sind auch Menschen mit verantwortlich, die ihre Antibiotika nicht vorschriftsmäßig bis zum Schluss eingenommen habe. Aber das ist ein anderes Thema.

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