Mein Outing

Gestern hatte ich beschlossen, mal einen ganzen Tag nur etwas mit mir zu machen. Zuerst holte ich meine neue Sonnenbrille ab – worauf die Sonne ihrerseits beschloss, nur noch so sporadisch zu scheinen, dass sich das Aufsetzen der neuen Brille nicht lohnen würde. Dann fuhr ich in das Südgelände. Das ist der dritte Park von Grün Berlin. Im Gegensatz zum Britzer Garten und den Gärten der Welt in Marzahn ein absoluter Gegenpol. Auf einem ehemaligen Bahngelände wurde die Natur (fast) sich selber überlassen. Zwischen alten Gleisen findet man nicht nur Natur pur sondern auch eine alte Dampflokomotive und allerlei anderer bahnspezifischer Dinge. An bestimmten Tagen zu bestimmten Uhrzeiten dürfen Sprayer ihre Graffiti sprühen. Da sind tolle Bilder entstanden. Der Park mit seinem etwas morbiden Charme hat mich total begeistert. Blumenrabatte sucht der Besucher hier vergebens. Dafür gibt es Fräulein Brehms Tierleben, das einzige Theater weltweit für gefährdete Tierarten (ich habe Frl.Brehm kennengelernt, eine höchst interessante Frau!). Nach diesem Park bin ich ins Café Vux gefahren und habe Kaffee und Kuchen genossen. Anschließend habe ich mir den Comenius-Garten in der Nachbarschaft des Böhmischen Dorfes angesehen und einen Garten (da, wo ich nie und nimmer einen erwartet hätte, mitten in Neukölln, mit Hühnern + Kaninchen + einem Malatelier) im  Rahmen des offenen Gartens angesehen. Und dann bin ich noch durch die Richardstraße gebummelt und habe geschaut, ob es noch die Puppenklinik gibt (meine 56jährige Puppe benötigt dringend eine Überholung).

Und nun zum Outing! Ich bin dann noch ganz spontan ins Kino gegangen. 3D. Star Trek. Ja, ich bin ein Trekki. Nun ist es raus. Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass ich die nächste Folge noch erlebe! Da es in meiner Familie noch einen Trekki gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, den Film ein zweites Mal zu sehen, extrem groß. Ich freue mich schon darauf!

Fotos vom Südgelände folgen demnächst.

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6 Antworten zu Mein Outing

  1. Hans-Georg schreibt:

    Sonnenbrillen werden auch total überbewertet. Viele Menschen benutzen sie als modisches Assecoir und tragen sie, entweder im Haar oder auch auf den Augen, egal ob die Sonne scheint oder nicht oder ob sie sich in geschlossenen Räumen aufhalten oder nicht. Ich finde dieses Verhalten total albern und finde es gut, dass du nicht zu dieser Sorte Mensch gehörst und die neue Sonnenbrille nicht „ausgeführt“ sondern – weil nicht notwendig – nicht getragen hast.

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    • Elvira schreibt:

      Ich muss auch immer schmunzeln, wenn in der U-Bahn die Sonnenbrillen nicht abgenommen werden. Da ich mit den sich selbst verdunkelnden Gläsern keine gute Erfahrung gemacht hatte, muss ich in geschlossenen Räumen die Brille eben wechseln.

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  2. Clara Himmelhoch schreibt:

    Gestern wolltest du wohl keine Begleitung beim Südgeländebesuch? Ich wohne – mit dem Auto gerechnet – keine 10 Minuten entfernt. – Deine Begeisterung kann ich voll verstehen.
    Ich habe mal nach meinem Artikel von dort gesucht, das war schon 2010, fast auf den Tag genau drei Jahre her:
    http://chh150845.wordpress.com/2010/05/11/kunst-im-park/
    http://clarahimmelhoch.wordpress.com/2010/10/22/s-bahnprojekt-2128/
    nur die Lokomotive.
    Leider habe ich ja aus Dusseligkeit im Blogspot-Blog alles gelöscht, denn dort war es ganz besonders schön, die Berichterstattung.
    Ich kann mich dort auch immer wieder neu begeistern und war vor allem schon lange nicht mehr dort.

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  3. leonieloewin schreibt:

    Das hört sich nach einem sehr schönen Tag an. Liebe Grüße Leonie

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  4. Sherry schreibt:

    Ein für mich absolut schönes Outing, weil ich sowieso oft das Gefühl habe (vor allem im „intellektuellen Umfeld“ von Blogs und Uni), ständig rechtfertigen zu müssen, warum ich bestimmte Dinge trotz irgendeines Bildungsgrades immer noch so faszinierend und euphorisierend finde. Schön, dass du dir diesen Tag gegönnt hast. Ich glaube, ich war noch nie alleine im Kino. Aber ich sollte das ändern. Diese Tage, die man nur für sich hat und sich etwas einkapseln kann, ich glaube, genau die brauche ich jetzt.

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