Aussteigen und Ankommen

Der Satz kann so nicht stimmen? Zum Ankommen gehöre doch eher das vorherige Einsteigen? Einsteigen -> Ankommen -> Aussteigen. Nein! Nicht in diesem Fall:

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Jan Grossarth hat einen Sommer lang Aussteiger besucht und stellt diese sehr verschiedenen Menschen in seinem Buch vor. Ich muss gestehen, dass ich das Buch erst gestern – bei dem Buchhändler meines Vertrauens – gekauft und noch nicht eine Seite gelesen habe. Die Meinungen darüber gehen wohl sehr auseinander. Im Spiegel wird es gelobt, Leser, die bei amazon rezensieren, vergeben fünf wie auch nur einen Stern. Ich werde mir dann mal mein eigenes Urteil machen und in dieses Buch einsteigen.

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7 Antworten zu Aussteigen und Ankommen

  1. vegan50plus schreibt:

    da bin ich gespannt, wie Dein Urteil ausfällt. Wirst Du darüber schreiben?
    Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema „Einfach(er) leben“, habe aber festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist. 🙂 Jedenfalls dann nicht, wenn man in Deutschland bleibt und in der Gesellschaft akzeptiert sein will. Hast Du mal von Anne Donath gehört/gelesen? Ein bißchen bewundere ich sie. Aber auch sie nimmt gern das Angebot an, bei Freunden oder an ihrer Arbeitsstelle warm zu duschen.

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  2. Elvira schreibt:

    Nein, ich kannte Anna Donath nicht – habe aber im Netz sehr viel Informationen über sie gefunden. Obwohl ich schon so lange im www unterwegs bin, überrascht es mich mitunter doch noch, wie schnell und an welcher Menge Informationen in Text, Bild und Video abrufbar sind. Ein Blogger stellte letztens die Frage, ob und das Netz fehlen würde, müssten wir einen bestimmte Zeitraum ohne leben. Ich muss gestehen, dass es mir sehr fehlen würde. Alleine aus diesem Grund wäre ein Leben, wie Anne Donath es führt, nichts für mich. Wenn ich so leben müsste, es keine andere Wahl gäbe, würde ich das wahrscheinlich schaffen. Aber wer holt mir die Kartoffeln und Möhren aus der Erde, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, mein kleines Land, das mich zum größten Teil versorgt, zu bestellen? Vielleicht müssen solche Zukunftsängste auch erst abgelegt werden, bevor man diesen Bruch mit dem Leben, wie wir es fast alle führen, vollbringt.

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  3. monisertel schreibt:

    Liebe Elvira,
    auch ich bin gespannt, was Du zu dem Buch sagen wirst.
    Ich denke mal, wenn die Menschen, die in ein einfaches Leben einsteigen und aus der Hektik des bisherigen Seins aussteigen wollen, keine Fanatiker und/oder Asketen sind, ist es sicher zumindest eine alternative Lebensform.
    Freude beim Lesen und liebe Grüße
    moni

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe gerade gestern eine Kolumne gelesen, in der die Autorin beschreibt, wie sie im Oderbruch vor ihrer kleinen Holzhütte sitzt, ihr gegenüber der Nachbar auf der Bank vor seiner Hütte. Beide starren in den Himmel und warten darauf, ob es regnen wird. Er hört zwischendurch Radio und verkündet, dass der Regen schon Berlin erreicht hat. Sie blättert in einem Lifestylemagazin und liest über Wellnessangebote, die aber tatsächlich Stress bedeuten, wenn man alles, was angeboten wird, „mitnehmen“ will. Damit der Stress nicht zu groß wird, wird den Teilnehmern empfohlen, einen Coach als Begleiter zu engagieren. So sitzen die beiden Menschen fast den ganzen Tag vor ihren Hütten, beobachten den Himmel, reden zwei, drei Sätze miteinander und gehen am Abend, als der große Regen sie dann doch verschonte, sehr entspannt in ihre Behausungen. Für die Autorin, deren Journalistenleben sicher viel Hektik mit sich bringt, war das Sitzen vor ihrer Hütte mit Sicherheit entspannter als für viel ein Wellnesswochenende. Einfach leben muss ja nicht gleich Aussteigen bedeuten – ab und an im Hier und Jetzt zu leben und den Moment zu genießen, kann schon ein Anfang sein.

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  4. Frau Momo schreibt:

    Klingt interessant. Ich steig jetzt auch ein, aber „nur“ ins Auto Richtung Toskana. Ich sach denn mal für zwei Wochen Tschüüüüüüüß

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  5. Franka schreibt:

    Das sieht interessant aus; ich wusste gar nicht, dass hier in Köln so ein Kloster ist. Zu diesem Thema gibt es ganz viele Bücher. Ich bin dann mal gespannt, was du dazu schreibst (falls du trotz des kommenden Enkels Zeit hast …).

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