Der Prozess

hat in Österreich für Schlagzeilen gesorgt. Hier ist er nur wenigen Menschen bekannt. Da ich gestern arbeiten musste, konnte ich leider nicht an der Demo vor der österreichischen Botschaft teilnehmen. Klickt mal den Link und schaut euch den kurzen Trailer zu dem Film „Der Prozess“ an – und dann fragt euch, wem oder welcher Lobby dieses Mafia-/Terrorgesetz wohl dienen mag, und wie in Österreich Demokratie buchstabiert wird.

Ach, ja, der Prozess wird übrigens wieder aufgerollt. Der Freispruch hat den Staatsanwalt doch zu sehr in seiner Ehre gekränkt.

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14 Antworten zu Der Prozess

  1. Clara Himmelhoch schreibt:

    Es ist so erschreckend, in wie vielen Fällen Recht mit Füßen getreten wird – sich gegen den Staat aufzulehnen, ob hier, in Österreich, in China, in der Türkei oder sonstwo – ist für die Mutigen, die sich an solchen Protesten beteiligen, bestimmt sehr oft gefährlich und sehr oft von schrecklichen Konsequenzen gefolgt.
    Vieles erinnert mich an den 17. Juni 1953, an den 7. Oktober 1989 oder andere Protestaktionen wie den Prager Frühling.

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    • Elvira schreibt:

      Es ist doch erschreckend, dass mittlerweile Mut dazu gehören muss, friedlich zu demonstrieren. Selbst stummer Protest wird ja schon kriminalisiert. In diesem Fall haben sich Tierschützer dummerweise den Ärger von einem großen Bekleidungsunternehmen und der Jägerlobby zugezogen. Wenn man, wie in dem Trailer nur kurz gezeigt, sehen muss, wie dilettantisch ein Wildschwein erschossen wird – es stirbt unter großen Qualen – dann würde mir friedlicher Protest irgendwann sicher schwer fallen. So verzichte ich eben auf den „Genuss“ von toten Tieren und deren Produkten. Und ja, in Österreich ist das Jagen das, was in anderen Ländern das Golfspiel ist. Eine elitäre Angelegenheit.
      Wo wird das hinführen? Auch bei uns.

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      • Clara Himmelhoch schreibt:

        Mit übertriebenen Worten: Zu einer Diktatur verschiedenster Art, wo die Leute ihren Enkeln das Märchen von der mal gewesenen Demokratie hinter vorgehaltener Hand erzählen können.

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        • Elvira schreibt:

          Siehst Du das also auch so! Es macht mir Angst!

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          • Clara Himmelhoch schreibt:

            Mir vielleicht tatsächlich ein klein wenig weniger als dir. Die DDR war ja auch allgemein als Diktatur verschrieen oder berüchtigt. Wir als darin Lebende hatten immer unsere Nischen, unsere Kirchenkreise, unsere Gleichgesinnten. Ich habe es NIE, obwohl ich viele Nachteile hatte, NIE so schlimm empfunden wie es uns nach 90 der Westen einreden wollte. Das empfand ich als entschieden diktatorischer, wenn mir, wenn uns die Westler einreden wollten, wie und unter welchen Bedingungen wir gelebt haben. – Auch in privaten Fällen kann es so etwas geben: Jeder weiß es besser als du selbst, wie du reagieren sollst oder solltest. Wo bleibt da die Freiheit des Individuums. –
            Doch insgesamt sehe ich die Entwicklung ziemlich verschärfend – doch ich werde davon nur noch die Spitze des Eisbergs mitbekommen, leider oder Gott sei Dank.

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            • Elvira schreibt:

              Ich bin mir ziemlich sicher, dass alleine die Wörter Österreich und Prozess ausgereicht haben um dieses harmlose Blog etwas mehr unter die Lupe zu nehmen. Nun glaube ich zwar nicht, dass in einer der nächsten Nächte bewaffnete Einheiten meine Wohnung stürmen werden, wie anderswo bei völlig harmlosen Menschen schon geschehen. Aber weiß man das wirklich so genau?

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              • Clara Himmelhoch schreibt:

                „Gegen die allgemeine Meinung zu sein“ – dazu gehört wirklich mehr Mut als im Kreis der Klatschenden die Hände zu bewegen. Und immer mehr Leute wollen einfach ihre Ruhe haben – vielleicht liegt darin die größte Gefahr und die beste Möglichkeit für die Diktatur, sich breit zu machen.

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  2. Eva schreibt:

    Mir bereiten in der letzten Zeit so einige Prozesse und Entwicklungen Kopf-, Bauch- und noch andere Schmerzen – in der großen weiten Welt ebenso wie regional vor meiner Haustür.

    Aber manchmal gibt es dann auch ermunternde Meldungen. Soeben las ich, dass sich die EU-Kommission dem Bürgerprotest gegen die Privatisierung des Wasser beugen will. Wollen wir hoffen, dass das keine Ente ist.
    Liebe Grüße an Euch
    Eva

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    • Ich habe das heute Morgen auch gelesen und mir ist ein Stein vom Herzen geplumpst. Und ich habe gesagt: Protest nützt also doch was und das Internet hilft dabei.

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      • Elvira schreibt:

        Ich glaube, das Internet kann sehr viel in Bewegung setzen. Für die meisten erhöht es sicher den Spaßfaktor – für viele ist es das Medium schlechthin für freie Meinungsäußerung (so das Netz zugänglich ist und bleibt). Und ein großer Teil politisch interessierter und aktiver Menschen kann es für genau diese Aktionen nutzen. Den Müll, der im Netz natürlich auch produziert wird, kehren wir in den Abfallbehälter.

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        • Eva schreibt:

          Das Internet bedient sicher viele Interessen. Bei mir nutzt es der Arbeit, dem Spaß und meinem politisch-gesellschaftlich-kritischen Engagement – manchmal sogar mit Erfolg. Mir fällt nur immer mehr auf, dass mein Tag schon allein für die Informationsflut, die da über uns hereinbricht, einfach nicht lang genug ist …
          Ich wünsche allen eine gute Woche
          Eva

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          • Elvira schreibt:

            Oh, da gebe ich Dir absolut Recht! Der Tag dürfte gerne ein paar Stunden mehr haben. Oder wir ändern unsere Prioritäten.
            Auch Dir wünsche ich eine Woche, wie Du sie am liebsten hättest!
            Liebe Grüße von Elvira

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  3. Elvira schreibt:

    Mein Mann und ich unterhielten uns vorgestern über die Entwicklung der Menschheit – nach einer Meldung aus Dänemark, in der es um eine Demo von Müttern ging, die öffentlich ihre Babys stillten. Denn das ist in Dänemark nicht überall erlaubt. In Parks, Zoos und diversen Gststätten wird das nicht gerne gesehen. Es wäre unappetitlich, „wenn die Titten in den Teller fielen“. Vielleicht sind wir auf dem besten Weg in eine neue Spießbürgergesellschaft.
    Liebe Grüße von Elvira

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