Kerzenzeit

Jetzt beginnt sie wieder, die Kerzenzeit. Auch auf dem Esstisch darf wieder geflackert werden.

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Unser gestriger Essensplan wurde etwas durcheinander gebracht. Ich musste ziemlich lange arbeiten, und um unsere abendliche Essenszeit herum saß  mein Mann mit Hund beim Tierarzt. Unser Vierbeiner leidet immer mal wieder unter entzündeten Ohren, was bei dieser Rasse leider nicht ungewöhnlich ist. Nun musste ich für mich improvisieren. Als ich letztens Chili machte, gehörte kross angebratenes Tofu in das Essen. Ich war überrascht, wie toll das so aus der Pfanne geschmeckt hat. Also zerbröselte ich gestern Naturtofu, briet es scharf in einer Pfanne an, gab getrocknete, in Streifen geschnittene Tomaten dazu und löschte alles mit einem großen Schuss Sojasoße ab. Zusammen mit etwas grünem Salat, Tomaten und Guacamole sowie einem Glas Rotwein war das ein guter Ersatz für das eigentlich geplante Essen. Und mit dem Kerzenlicht wurde es sogar  gemütlich.

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15 Antworten zu Kerzenzeit

  1. Homeveganer schreibt:

    Das sieht sehr gemütlich und lecker aus 🙂

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  2. Der Emil schreibt:

    Wie oft hab ich es mir schon verkniffen, genau das zu sagen: Ich kann mir nicht vorstellen daß das und wie das schmeckt.

    Tofu finde ich ähnlich (un)-„genießbar“ wie Zucchini. (Nein, ich eß diese Dinger einfach nicht! Ich sortier das Zeug überall raus, egal, wie es angemacht und gewürzt wurde, es ist für mich einfach nur bäh.) Ob das an dem Zwangsvegetarisierung-Versuch durch eine meiner Exen liegt? Seitdem kann ich nämlich auch nicht mehr an Fenschel und Avocado …

    Manchmal beschleicht mich das Gefühl, etwas zu verpassen, weil ich all das nicht esse. Aber dann freu ich mich auf meinen Weiß- und Rot- und Rosen- und Markstamm- und Sauerkohl und bin’s zufrieden.

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    • Elvira schreibt:

      Es muss auch nicht jedem alles schmecken, ist meine Meinung. So weigert sich mein Mann standhaft Rote Beete in gekochter Form zu probieren, würde wie Erde schmecken, meint er. Also probiere ich es eben nicht. Ich war ja Fleischesser und manchmal bekomme ich Appetit auf den Geschmack (wobei da ja auch eher die Würze den Geschmack ausmachte). Dann brate ich gut marinierte Sojamedaillons oder eben dieses Tofu hier kross an und genieße diesen „Ersatz“. Auf die Kohlzeit freue ich mich allerdings auch schon. Jetzt müssen aber erstmal die beiden Hokkaido verarbeitet werden.

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  3. Hallo Elvira 🙂
    Das sieht ja lecker aus. Wie machst du das Guacamole? Würde mich mal interessieren. Es sieht als Masse etwas kompakter aus, als bei mir.
    Es ist ein bisschen schade, das Tofu immer nur als „Fleischersatz“ angesehen wird. Ich bin kein Vegetarier, esse aber gerne Gerichte mit Tofu.
    Und so sollte man Tofu auch sehen. Einfach als eine Zutat bei einem Gericht.
    Eine Freundin von mir hat ihren Kindern beim Grillen – auch bei Freunden – immer Tofubratwürste als echte Grillwürstchen angedreht, bis sie es gemerkt haben. Sie wollte ihre Kinder unbedingt zu Vegetarier erziehen. Das ist gründlich mißlungen. Die sind damit durch und werden ihr Lebtag kein Tofu mehr essen.
    Ich käme nicht auf die Idee, Tofubratlinge zu essen, wenn ich Fleisch will. Der Geschmack ist doch ganz anders. Fleischgeschmack ist für mich nicht nur Gewürz. Allerdings würze ich auch nicht stark.
    Grüßli zum Feiertag .. 🙂

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    • Elvira schreibt:

      Ach, das erinnert mich an meine Mutter, die meinen Mann mal Pferdefleisch im Gullasch angedreht hat. Da war dann lange Funkstille! Tofu gab es bei uns auch schon, bevor ich mit dem Fleischessen aufgehört habe. Wir hatten ein chinesisches Gemüseessen, in das wir noch in Sojasoße marinierten Tofu und Ananas gaben. Ich vermenge die Avocado meistens nur mit frischem Knoblauch, Salz und Zitronensaft.
      LG,
      Elvira

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      • *lach* .. ich glaub, da wäre bei uns auch Funkstille angesagt. Es gibt etliche Menschen, die behaupten, dass Pferdefleisch sehr gutes Fleisch ist. Mag sein, ich hab es noch nie gegessen. Generell bin ich der Meinung, dass rund um die Lebensmittelproduktion viel zu viel gelogen und verheimlicht wird. Ätzend!

        Guacamole mische ich aus: 3 Avocados, Zitronensaft, eine gehackte Gemüsezwiebel, Salz und weißen Pfeffer.
        Grüßli 🙂

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  4. Gudrun schreibt:

    Tofu mag ich nicht. Obwohl ich es auf meiner letzten Arbeitsstelle tonnenweise braten musste, habe ich nie genascht. 🙂 Ab und zu brauche ich auch mein Fleisch, allerdings bei weitem nicht jeden Tag. Es gibt noch so vieles andere ohne Fleisch und auch immer etwas, was einem ganz persönlich gut schmeckt.
    Morgen, liebe Elvira, muss ich mit den Katzendamen zu. Tierarzt. Hoffentlich hält sich der Finanzaufwand in Grenzen.

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe auch lange gesucht, bis ich Tofuvarianten fand, die zubereitet gut schmecken. Und dann gibt es noch ein, zwei Sorten, die ich, selten zwar, aber auch „roh“ zu Salaten essen mag. So mit Mango und Chilli und so.
      Tierarztbesuche schlagen meistens sehr zu Buche. Ich hoffe, Deine Katzen sind nicht krank und es handelt sich um Vorsorgeuntersuchungen/Impfungen.

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  5. perlengazelle schreibt:

    Ich verstehe auch nicht, warum man vegetarische Gerichte immer als „Fleisch“ oder „Würstchen“ bezeichnen muss. Als ob Vegetarisches eigentlich doch nur Essen zweiter Klasse ist. Will ich nicht. Gemüse soll Gemüse sein und auch so schmecken. Dann braucht´s kein Fleisch und auch kein Sogenanntes.

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe letzten mal Teile gesehen, die wie Fischstäbchen aussahen und aus Getreide bestanden. Beworben wurden diese Stäbchen mit: „Ihre Kinder werden sie lieben“ oder so ähnlich. Warum dann aber diese Form? Wer nämlich mit Fischstäbchen sozialisiert wurde, wird nicht umhin können, einen bestimmten Geschmack zu erwarten – trotz des Wissens um die Zutaten, und dann vielleicht enttäuscht sein. Ich habe am Anfang auch Ersatzprodukte gesucht, besonders Käse. Es gibt definitiv keinen. Mittlerweile fehlt er mir nicht mehr, da ich ausreichend andere Lebensmittel für mich entdeckt habe.

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  6. scratchysgarden schreibt:

    Was bedeutet denn „Würstchen“ oder „Klops“ oder „Kloß“ … es bezeichnet doch nur die Form. Und ich kann mich immer nur wiederholen 😉 Fleischesser essen doch auch nicht den rohen Brocken. Sie schneiden Schnitzel, drehen Hackfleisch, rollen Würschtel, Klöpse und Klöße … sie bereiten ihr Grundnahrungsmittel zu … nichts anderes macht man mit Tofu. Nicht als Ersatz, sondern weil der „rohe Brocken“ eben eher unspektakulär schmeckt.
    Mein Kind hat übrigens schon sehr früh Fleisch einfach verweigert (in einer Zeit, als ich gar nicht vegetarisch gegessen habe) … so bekam sie zum Kindergeburtstag beim Grillen eben ihre eigenen vegetarischen Würstchen. Das Ende vom Lied war, dass sich alle Kinder genau um diese gekloppt haben. Kinder können nicht immer den Inhalt einordnen, so wie wir das machen. Sie probieren und schmecken. Dass in Fischstäbchen „Fisch“ drin ist, ist ihnen manchmal nicht mal bewusst. Und vegetarische „Stäbchen“ schmecken ihnen meist genauso gut.
    Allerdings habe ich auch eine Weile gebraucht, Tofu schätzen (und vor allem zubereiten) zu lernen. Vieles mag ich, manches nicht … und ebensowenig wie ich früher jeden Tag Fleisch auf dem Teller gebraucht habe, ebensowenig brauche ich täglich Tofu. „Klopse“, Bratlinge, Frikadellen … oder wie immer man sie nennen mag, aus Grünkern, Linsen oder anderem Getreide schmecken auch sehr lecker.

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    • Elvira schreibt:

      Getreidebratlinge sind wirklich sehr lecker. Früher hatte ich eine Getreidemühle und habe für einige Gerichte das Getreide selber mahlen können. Aber das ist schon sehr lange her. Die nette Inhaberin unseres Reformhauses hat das Getreide auf Wunsch für ihre Kunden gemahlen. Das haben wir oft in Anspruch genommen. Auch bei uns ist es mit Tofu so wie Du es beschrieben hast. Nicht immer, aber wenn, dann passt es gut in die Gerichte.

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  7. Frau Momo schreibt:

    Tofu mag ich auch nicht und werde es nie mögen. Mittlerweile gibt es das ja in allen Geschmacksvariationen von Veggie Gyros bis „Hähnchen Schnitzel“ und mich gruselt es da nur. Wenn, dann mag ich Seitan ganz gerne, aber ich bevorzuge nach wie vor echtes Fleisch und finde es auch okay, solange ich es nicht im Supermarkt kaufe.

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