Männer Minne und Schola Cantorosa

Was war das gestern für ein wunderbarer Abend!!! Man muss keineswegs in den Friedrichstadtpalast oder in das Theater des Westens gehen, um große Shows zu erleben. Was diese beiden schwulen Männerchöre auf die Bühne gebracht haben, war einfach erste Sahne! Zunächst führten die Berliner Männer Minne musikalisch durch 25+1 Jahr Chorgeschichte. „Nummerngirls“ zeigten die Jahre an, und aus dem Off wurde berichtet, was die Schwulenbewegung in der Öffentlichkeit und der Gesetzgebung bewegen konnte. Viel ist in dieser Zeit geschehen, aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht. Neben Kuriositäten, über die herzhaft gelacht werden konnte, gehörten aber auch die Tränen, als der Verstorbenen des Chores, die namentlich genannt wurden, mit einer wunderbaren Fassung von Over the Rainbow gedacht wurde. Das Lachen aber überwog! Toll war auch das Outfit der Sänger, die das ganze breite Spektrum schwuler Identitäten auf die Bühne brachte. Es war ein Schmaus für Ohr und Auge.  Zugabe(n) wurde zu Recht laut klatschend und Füße stampfend gefordert.  Ich fragte mich etwas besorgt, wie die Hamburger Gäste da mithalten könnten. Einer meiner beiden allerbesten Freunde, ein begnadeter Kabarettist, Mime und Sänger (bei dessen Auftritten leider nie ein Talentsucher im Zuschauerraum war), singt in diesem Chor mit. Und wie früher bei Auftritten meiner Kinder, fieberte ich auch hier für ihn mit. Fremd-Lampenfieber sozusagen. Aber alle meine Bedenken waren unbegründet. Die Männer aus Hamburg hatten ein völlig anderes Konzept und erzählten singend eine wunderbare Geschichte aus dem Showbiz, die sich von Lied zu Lied steigerte und die Zuschauer völlig gefangen nahm. Auch hier durfte herzhaft gelacht werden. Und als sich die Männer dann die Hemden aufrissen und…, aber hier erzähle ich nichts weiter. Fahrt nach Hamburg und seht euch das Programm von Schola Cantorosa selber an. Auch nach dieser Darbietung wurde lauthals nach Zugaben verlangt, die natürlich gegeben wurden. Das Publikum, und ich, waren wirklich absolut begeistert. Beide Chöre wurden am Klavier begleitet, die Pianisten waren ebenso perfekt wie die Dirigenten. Ihr merkt schon, meine Begeisterung hält immer noch an. Ich habe sofort recherchieren müssen, wann der Berliner Chor seine nächsten Auftritte hat. Wenn ich solche Künstler in der Stadt habe, sollte ich sie mir nicht entgehen lassen. Meint ihr das nicht auch?

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4 Antworten zu Männer Minne und Schola Cantorosa

  1. Hans-Georg schreibt:

    Habe heute schon ein wenig was gehört über den gestrigen Abend.
    Mal sehen ob wir Zeit finden, uns im März das Schola-Programm anzusehen.
    Äh, fängt „sein“ Vorname mit „J“ an?

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  2. Franka schreibt:

    Das klingt ja sehr begeistert. Da wäre ich jetzt am liebsten auch gewesen.

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  3. Frau Momo schreibt:

    Wir kennen die Truppe vom CSD in Hamburg und da finde ich sie schon immer klasse. Auf der Bühne hab ich sie noch nie gesehen.

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