BERLIN IST CHARLIE

18000 Menschen! Danke!

Advertisements
Galerie | Dieser Beitrag wurde unter allerlei veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu BERLIN IST CHARLIE

  1. quiltfru schreibt:

    Wenn ich an die Bilder von gestern denke, läuft mir jetzt noch eine Gänsehaut über den Rücken.
    Das muss ja vorort gigantisch gewesen sein.

    Gefällt mir

  2. Ulli schreibt:

    es passiert was, in Dresden, in München, in Köln und gestern auch in Berlin und das ist gut so!
    danke dir fürs teilen
    liebe Grüsse Ulli

    Gefällt mir

  3. JM Volckmann schreibt:

    Ulli, ich bin nur sehr gespannt, was genau passieren wird. Vor allem heute in Dresden.

    Gefällt mir

    • Gudrun schreibt:

      Ich stand gestern in Leipzig nicht auf dem Platz, wo sich Leute versammelten, die sich einig waren, wo gute Reden gehalten wurden, wo man Lieder sang und sich gut fühlte. Ich satnd da, wo Legida stand und auch erstmal nicht laufen konnte, bis man die Route änderte. Das ärgerte mich erst, aber was hätte es geändert, wenn sie auf dem Platz geblieben wären. Ich sah viele Ältere, Paare, eine Frau sagte gegenüber der LVZ, dass sie da sei, weil sie ihre Abwasserrechnung nicht bezahlen kann. Selbst eine gute Freundin meinte neulich, dass das Pegida-Papier gar nicht so schlecht sei. Was stört es da, wenn man neben bekennenden Nazis läuft, oder neben dem Schlägertrupp der rechten Hooligans aus der Fußballszene? Was stört es, wenn geschimpft wird, dass am ganzen Elend die bei uns lebenden Ausländer schuld sind? Du willst doch auch, dass deine Kinder Arbeit haben, meinte neulich eine Bekannte. Mist ist bloß, dass der Arbeitgeber meines Sohnes in Berlin ein Moslem ist. Da klappte es mal nicht mit den einfachen, verständlichen, zum Abnicken ausgedachten Parolen. Bei vielen anderen sind es gerade genau diese Parolen, die heruntergehen wie Öl. Das ist einfacher, als sich tagtäglich mit Politik zu befassen, sich einzumischen in seinem Ort, tätig zu sein, auch wenn die Erfolge nicht immer gleich zu sehen sind. „Nächste Woche bringt ihr alle einen mit.“, sagte der Legidaredner auf der Abschlusskundgebung. Und die Masse gröhlte.
      Es waren gestern viele Gegendemonstranten in Leipzig, und doch glaube ich, dass das nicht alles sein kann, eas man diesem ungutem Geist entgegensetzen muss. Ein Gutes hatte es dennoch: Ich war mit ganz vielen unterschiedlichen Leuten unterwegs, auch mit Gruppierungen, um die ich mich bisher nicht geschert habe. Aktionsbündnisse, auch über eine Demo hinaus sind schwieriger zu gestalten als in einem Satz die „deutsche Leitkultur“ zu formulieren. Ich werde mal sehen, wo ich mich stärker als bisher einbringen kann. Und der Gedanke tut mir gut. Da kann ich sogar mal meine krampfgebeutelte, schmerzende Wade vergessen. Es war eben gesten eine ganz schöne „Latscherei“, wie die Leipziger sagen würden.

      Entschuldigt, Ihr Lieben, es war jetzt etwas lang. Es ist einfach so über mich gekommen und dann mussten all die Gedanken, die mich schon heute Nacht heimsuchten, eben mal raus. Vielleicht ist es aber auch gut, wenn wir alle ein bissel überlegen. Demos reichen nicht aus, glaube ich. Und Witzchen auch nicht.
      Liebe Elvira, nimm mein Geschriebsel raus, wenn das alles zu viel ist.

      Liebe Grüße und danke für eure Geduld beim Lesen.

      Gefällt mir

  4. Elvira schreibt:

    Nein liebe Gudrun, diesen Kommentar werde ich nicht rausnehmen (das habe ich übrigens noch nie gemacht), denn das, was Du zu sagen hast, ist wichtig! Wo sonst können wir unsere Meinung so unverblümt sagen, wenn nicht in unseren Blogs oder in Kommentaren. Es gibt zwar gesperrte Blogger bei mir, da ich Spammer und Trolle nicht mag, aber ansonsten darf hier jeder sagen, was ihm auf dem herzen liegt! Und darum bedanke ich mich für Deinen ausführlichen und von Herzen kommenden Kommentar. Leider muss ich in 15 Minuten zur Arbeit aufbrechen, sonst würde ich gerne noch mehr dazu schreiben. Aber ich vermute, Du wirst einen Beitrag bei Dir posten.
    Bis bald, meine liebe Gudrun!
    Herzlichst,
    Elvira

    Gefällt mir

    • Gudrun schreibt:

      Ja, das habe ich schon. 🙂 Ich glaube, es ist wichtig. Und weil mir die Worte so purzelten, habe ich eben gleich noch einen Beitrag für meinen Blog geschrieben. Ich liebe meine Wolle und das Spinnrad sehr, aber manchmal muss man eben auch politisch werden. Besser, als wenn man den Kopf in den Sand steckt, und fast daran erstickt.

      Gefällt mir

  5. Frau Momo schreibt:

    Ich bin gestern auch hier in Stuttgart als Gutmensch bepöbelt worden, der keine Ahnung hätte….. von einer Demonstrantin, die gerade von der wöchentlichen Anti-Bahnhofsdemo kam. Eine andere keifte mich an, wir müßten bald alle Kopftuch tragen. Auf meine Reaktion hin, das mich noch nie einer meiner vielen muslimischen Nachbarn dazu gedrängt hätte, kam nur Keiferei…. diskutieren wollen die meisten nicht, dann müßten sie ja vielleicht mal ihr Feindbild hinterfragen…. traurig, traurig, aber ich werde weiterhin gegen jede Form von Rassismus auf die Straße gehen und auch in meinem Umfeld die Klappe nicht halten.

    Gefällt mir

    • Gudrun schreibt:

      Oh je, wenn der Wind recht blies, habe ich beim Schafehüten manchmal Kopftuch getragen. Nicht, dass noch einer denkt, ich wäre gezwungen gewesen. 🙂
      Nein, Spaß beiseite. In Leipzig waren gestern viele unterwegs. Es war ein Zeichen, aber es löst noch kein Problem. Es gibt aber genug Menschen, die darüber hinaus tätig sein wollen und werden. Denen werde ich mich anschließen, nicht nur montags.

      Gefällt mir

Ich lese gerne Deine Meinung dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s