Was andere so denken

Auch heute noch ist es mir nicht egal, was andere Menschen über mich denken. Die meiste Zeit der letzten Jahre habe ich geglaubt, das wäre anders. Meistens ist das auch so. Aber nun bin ich dabei einen Text zu schreiben, den ich auch posten möchte. Er wird anders sein als meine üblichen Texte. Als ich den Film 50 Shades of Grey sah, platzte ein Knoten in mir. (Dieser Film ist übrigens nicht schlecht. In der Zeit fand sich sogar eine gute Kritik.)  Aber zurück zum aktuellen Thema. Ich schreibe hier jetzt gute vier Jahre. Über meine Näharbeiten, ein bisschen Politik, etwas Musik, Gesellschaftsthemen, ein lockerer Text hier und da. Über Sex habe ich noch nie geschrieben (nehmen wir den Scrabblesex mal aus). Ihr habt euch ein Bild von mir gemacht, sicherlich sieht mich jeder etwas anders. Bin ich bereit, diesem Bild eine weitere Facette hinzuzufügen? Oder erstelle ich ein neues Blog für neue LeserInnen. Ich bin mir noch nicht sicher, welchen Weg ich einschlagen soll. Vielleicht sollte ich mich auch hier von dem Gedanken befreien, was andere, also ihr, von mir denkt. Noch ist mein Text nicht fertig. Es bleibt somit ein bisschen Bedenkzeit.

 

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25 Antworten zu Was andere so denken

  1. leonieloewin schreibt:

    Spannend !!!! liebe Grüße Leonie

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  2. sweetkoffie schreibt:

    Du vermittelst uns hier genau das Bild, das du uns zeigen möchtest.
    Der Mensch, der sich hinter dem Blog verbirgt, kann durchaus ein ganz anderer sein.
    LG sk

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    • Elvira schreibt:

      Ja, da hast Du sicher recht! Einigen gelingt es wirklich gut, nichts von sich preiszugeben. Bei anderen weiß ich ganz genau, dass sie das sind, was sie zu sein scheinen. Und dann gibt es noch die Gruppe dazwischen. Sie lassen einen Zipfel von sich sehen, der neugierig auf mehr macht. Die Bloggerwelt ist ein spannendes Universum!
      Liebe Grüße,
      Elvira

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  3. Hans-Georg schreibt:

    Du musst ja nicht deine Schlafzimmergeschichten bis ins Detail ausbreiten. Manchmal reichen auch kleine Andeutungen. Sowas hab ich auch schon gemacht, kommt aber eher selten vor.

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  4. Der Emil schreibt:

    Boah. Das hier Geschriebene hilft kein bißchen gegen die Neugier.

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  5. JM Volckmann schreibt:

    Wenn Dinosaurier dabei eine Rolle spielen, dann würde ich die Geschichten eher verkaufen, als sie zu bloggen 🙂
    Nein, aber Spaß beiseite: Es wird dir sicherlich nicht egal sein, was andere Leute von dir denken, denn ansonsten müsstest du hier ja keinen einzigen deiner Text veröffentlichen. Der Wunsch, sich mitzuteilen, in einen digitalen Dialog mit anderen zu treten, einen Diskurs zu führen, ist ja nicht losgelöst von deiner Persönlichkeit. Was du schreibst, sagst und kommentierst, ist letztendlich ein Teil von dir – oder besser gesagt, von deiner digitalen Erscheinung. Ob und wie diese Erscheinung nun mit deiner tatsächlichen Persönlichkeit übereinstimmt, wird niemand beurteilen können, nur du selber.
    Ich persönlich würde aber das Moment, das durch das Platzen des Knotens entstanden ist, nutzen, und daraus ein neues Blog machen. Das bietet dir einige Vorteile:
    1. Du kannst unter einem Pseudonym schreiben, was vor allem das autobiographische Schreiben sehr viel leichter und ungehemmter macht.
    2. Du musst dir folglich nicht mehr solche Gedanken machen, wie jetzt eben.
    3. Du schärfst damit dein Profil ganz extrem, denn deine Leser wissen, was sie wo zu lesen haben und wären im Idealfall dann auch überrascht, wenn sie wüssten, dass beide Blogs aus deiner Feder stammen.
    4. Du hast die Möglichkeit, das Geschehen besser zu kontrollieren.
    5. Du kannst eine Leserschaft gezielter aufbauen, als es mit einem Gott-Quilt-und-die-Welt-Blog möglich ist.
    6. Du kannst das auch als psychologisches Experiment für dich benutzen:
    – Schreibe ich wirklich anders, wenn ich unter einem Pseudonym schreibe?
    – Schreibe ich dann vielleicht offener?
    – Habe ich unterbewusst wirklich das Gefühl, dass ich die Erwartungshaltung anderer Leute beim Schreiben erfüllen muss?
    7. Idealerweise ermöglicht es dir dann, deine Frage zu beantworten: Ist es mir egal, was die Leute von mir denken, oder nicht?

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    • Elvira schreibt:

      Mir fiel noch eine Frage an: Was denke ich über mich??? Und nein, Dinos spielen nicht mit. Aber Zombies 😮

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      • Ruthie schreibt:

        Das hat er schön geschrieben, gell? Mach ruhig. Wenn Du aber die „bekannte“ Leserschaft ansprechen willst, wird Dir Dein eventuelles Pseudonym nicht viel helfen. Oder: Wie sollen wir dann wissen, dass es irgendwo was Neues zu lesen gibt? 😉

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  6. Ulli schreibt:

    Mir geht es wie Emil, ich bin unglaublich neugierig eine neue Seite von dir entdecken zu dürfen- was nun JM schreibt bringt mich selbst zum nachdenken- ich habe ja eine lange Weile unter Pseudonym geschrieben und habe mich dann geoutet und nun werde ich doch einmal untersuchen wollen, ob ich damals anders schrieb.
    Ausserdem weiss ich nicht, ob man je ganz unabhängig davon werden kann, was andere denken, ich habe selbst viel Freiheit und Boden in der Beziehung gewonnen, aber so ganz egal ist es mir eben dann doch nicht!
    Wie auch immer noch du dich entscheidest, bitte lasse mich wissen, wenn du einen neuen Blog eröffnest- meine Mailadresse hast du ja 😉
    liebe und gespannte Grüsse
    Ulli

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  7. Martin schreibt:

    Wichtig erscheint mir, dass Du den Text erstmal so schreibst wie Du ihn gerne schreiben möchtest. Und dann kannst Du Dir ja immer noch überlegen wie und wo Du ihn veröffentlichst. Manchmal hilft es auch solche Werke eine kleine Weile fertig vor sich hin „reifen“ zu lassen, um selbst wieder Abstand davon zu gewinnen. Dann merkst Du vielleicht, dass es Dir gar nicht mehr so wichtig ist, was Andere über dich denken…

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  8. Hallo ich grüße dich!
    Nun ich denke wir haben sowieso keinen Einfluss darauf was Menschen über uns denken.
    sie denken einfach das was sie denken wollen,….
    Egal worüber, wann und wieso.
    Für mich persoenlich ist es sehr wichtig, dass ich echt und authentisch bin – mir selber treu bin …. bei allem was ich mache.
    Segen!
    M.M.

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    • Elvira schreibt:

      Allen Menschen können wir es sowieao nicht recht machen. Das hieße, sich ewig zu verbiegen. Ich habe mal in einer Studie gelesen, dass kein Mensch nur so ist wie er eben ist. So sehr man sich auch bemühen mag. Und wenn schon Bemühen dabei ist, ist schon etwas schiefgelaufen. Ein interessantes Thema ist das auf alle Fälle

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  9. Hallo Elvira 🙂
    Interessant, deine Gedankengänge.
    Ich führe mein Blog anonym und das seit rund 10 Jahren. Genau aus dem Grund, weil ich immer über alles schreiben können will. Mittlerweile kennen einige wenige Blognachbarn meine Identität. Und eine vertrauenswürdige „beste“ Freundin liest mit. Das stört mich nicht. Es gibt nämlich Themen, über die ich nie öffentlich reden oder schreiben würde. Nicht weil ich fürchten würde, das andere über mich „weiß der Kuckuck was“ denken, sondern weil ich meine, dass es nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Diese Grenzen muß jeder für sich ausloten. So verschieden, wie die Menschen sind, werden auch die Grenzen bei Blogthemen gezogen sein. Das ist okay.
    Für mich macht eine vielfältigere Themenwahl einen Blogger nicht symphatischer oder unsymphatischer. 😉
    Ich denke mir natürlich auch meinen Teil über andere Blogger. Das betrifft aber gar nicht die Themen, sondern eher den Umgang mit anderen Bloggern oder Menschen allgemein. 🙂
    Also … trau dich. Ob anonym (Zweitblog) oder nicht ist deine Entscheidung.
    Grüßli 😉

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    • Elvira schreibt:

      Ich vermute, dass ich der Sache eine zu große Bedeutung beimesse. Es geht nämlich auch darum, was ich von mir denke. Ich müsste mich dazu ernsthaft mit mir auseinander setzen.

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      • Da bist du sicher nicht die Einzige, die das mal tun sollte. 😉 Bei den Anderen weiß man ja immer schnell Bescheid … *lach*.
        Na, eines hast du schon erreicht. Bei deinen Kommentatoren laufen die „Phantasiemotoren“ warm … *grins*.
        Grüßli 🙂

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  10. vivilacht schreibt:

    du wirst auf alle Faelle die richtige Idee fuer dich finden. Ratschlaege dazu hast du hier ja schon genuegend bekommen

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  11. Gudrun schreibt:

    Liebe Elvira,
    ich habe zwei Texte liegen, die ich noch nicht veröffentlicht habe, die mir aber unter den Nägeln brennen. Vielleicht mache ich es noch. Es sind einfach Texte, die zwar mich betreffen, aber in meinem gesellschaftlichen Umfeld. Gerade in der letzten Zeit habe ich mich viel damit beschäftigt, gelesen, verglichen, gesucht. Manche eigene Sichten haben sich verändert. Ich weiß nicht, warum ich es noch nicht veröffentlicht habe. Vielleicht weil es etwas unbequeme Themen sind? Und vielleicht, weil ich mit meinem Klarnamen unterwegs bin. Ich werde das nicht ändern.
    Ich wünsche dir viel Freude am Schreiben und vielleicht am neuen Blog.
    Liebe Grüße

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  12. grynaklee schreibt:

    Ich hatte eine Zeit lang parallel einen Blog mit rein erotischen Themen (Gedichte etc.), weil ich das Bedürfnis hatte, mich (unbekannterweise) auszudrücken. War aber nach einer Weile auch nicht mehr das Wahre.

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