Aquarius

Serie auf Netflix. Spielt in den 1967ern. Die Musik dazu ein Déjà-vu nach dem anderen. Ich weiß noch nicht, wie es weitergehen und ob die Musik mich bei der Stange halten wird. Denn es geht hier auch um Charles Manson. Diesen kriminellen Sektenführer, der die hochschwangere Frau von Roman Polanski, Sharon Tate (die ich so sehr mochte ), umbringen ließ. Was will diese Serie? Keine Ahnung! Aber ich liebe diese Musik! Easy Rider, Woodstock, Peace und Flower Power. Aufbruch in eine neue Zeit. Dachte ich. Dachten viele. Wir lagen falsch. Lagen wir? Wirklich? Nur weil heute so viel den Bach runtergeht? Wenn ich das so dächte, wäre alles, wofür die 60er auf die Straße gegangen sind, umsonst gewesen? Der Tod von Benno Ohnesorg? Wie würde es bei uns aussehen, wäre all das nicht gewesen? Ich würde gerne mal in ein Paralleuniveraum reisen. In ein Universum, das durch eine andere Weichenstellung entstanden ist. Wie wäre ich da? Was wäre ich da? Gäbe es dort Frieden? Oder wäre die Welt, wie wir sie kennen, zerstört? Vielleicht gäbe es dort keine Menschen mehr? Nur Pflanzen und Insekten? Oder dieses Paralleluniversum wäre eine sterile Roboterwelt? Ohne Kriege und Konflikte. Aber auch ohne Individualität. Ohne Farben und Musik. Kaum zu glauben, zu welchen Überlegungen die erste Folge einer Serie mich bringt. Und diese Musik! Diese unvergleichliche Musik. Who und Steppenwolf und Jefferson Airplane, Hair,  Crosby &Co. und und und.

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10 Antworten zu Aquarius

  1. Ulli schreibt:

    Liebe Elvira, ich fand gerade im Bücherschrank ein Buch von Precht: Lenin kam nur bis Lüdenscheid- darin lese ich auch so vieles, was ich kenne, über „unsere“ Träume, das was wir ändern wollten und ich finde auch tatsächlich änderten- ohne all die Bewegungen der 1960er und -70er Jahre wären wir nicht die, die wir heute sind und unsere Kinder auch nicht! Nein, nichts war umsonst, auch wenn sich vieles anders entwickelte, als erträumt, es gilt dranzubleiben und gleichzeitg denke ich immer wieder, dass es Zeit für eine neue Jugendbewegung wird-
    herzliche Erstemaigrüsse sende ich dir, hoffentlich brennt heute nicht wieder die Stadt, wie vor zwanzig Jahren, was für ein Tag und was für eine Nacht….
    Ulli

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    • Ulli schreibt:

      upps, es sind ja schon dreissig Jahre, wie alt ich doch schon geworden bin – lach

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      • Elvira schreibt:

        Es gab wohl wieder Krawalle, aber das Ausmaß von vor drei Jahrzehnten wurde GsD nie wieder erreicht. Den Precht hatte ich bis vor ein paar Wochen auch noch im Bücherschrank. Mittlerweile hat er, zusammen mit zwei Dutzend anderen Büchern, neue Leser gefunden.
        Herzliche Grüße,
        Elvira

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  2. quiltfru schreibt:

    Ich glaube auch nicht, dass alles umsonst war. Wir sollten uns von denjenigen, denen alles am A….vorbeigeht, nicht entmutigen lassen. Meine Tochter, die immer ganz unpolitisch war, ist es nicht mehr, mein Sohn war immer angagiert. Das sind 2 Erfolge. Leider haben wohl viele versäumt ihren Kindern beizubringen, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind, sondern jeden Tag neu errungen und verteidigt. Die Geschichte hat gezeigt, dass es auf eine Öffnung nach außen, immer eine Wendung zum Kleinkarierten gibt. Jetzt haben wir eine solche Wendung. Wir müssen nun achtgeben, dass sie nicht zu lange anhält und zu viel Schaden anrichtet.Die Musik, die Du erwähnst, waren auch ganz und gar meins, vielleicht sollte man aber auch einen Bob Dylan in jungen Jahren, eine Joan Baez und nicht zuletzt Pete Seeger und Phil Ochs nicht vergessen. Joan Baez hat sich, als einzig noch Lebende, wieder mit Protestliedern zu Wort gemeldet. (Dylan zähle ich nicht mehr dazu, der kann nur noch hohl). Also, Kopf hoch. Liebe Grüße, Birgitt

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  3. Wortman schreibt:

    Bei der Serie werde ich auch mal reinschauen.

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  4. Elvira schreibt:

    Ich werde nach der zweiten Folge nicht weitersehen, denn mir ist nicht klar, worum es überhaupt geht. Meine Befürchtung ist, dass die Person Charles Manson weichgespült wird. Auch wenn ich weiß, dass viele Ursachen von Verbrechen irgendwo in der Vergangenheit der Täter zu finden sind, steht mir dieses Thema hier zu sehr im Vordergrund.

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  5. wildgans schreibt:

    Gar nicht wälzen mag ich mich in diesen Erinnerungen, doch nur so ganz im Hier und Jetzt, ne, auch nicht gut – und Zukunft?

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    • Elvira schreibt:

      Ganz im Hier und Jetzt ist, würden wir es streng betrachten, gar nicht möglich. Selbst während ich hier schreibe, ist jeder Tastenschlag bereits Vergangenheit. Nur ohne Musik.

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