Berufung

beinhalt Beruf. Im Idealfall kann aus der Berufung ein Beruf werden. Nicht immer gelingt das. Nicht zu bezahlende Kosten einer Ausbildung können im Wege stehen. Besonders kreative Menschen haben es oft schwer, ihrer Berufung zu folgen. Sie müssen Kompromisse eingehen, ihre kreative Schaffenskraft wird geschwächt durch die Notwendigkeit eines Broterwerbs, der oft nicht ihrer Berufung entspricht. Viele Menschen fühlen sich zu nichts berufen. Wenn sie Glück haben und eine gute Berufsberatung erwischen, werden sie eine Arbeit finden, die sie dennoch ausfüllt. Doch es scheint so, als gäbe es Menschen, die eine Ausbildung wählen, weil sie tief im Inneren böse sind. Wie sonst ist es zu erklären, dass  in Berlin die Erzieherin einer Kindertagesstätte entlassen wurde (und hoffentlich vor Gericht gestellt wird), die die Kleinsten der Kleinen misshandelt hat? Sie hat Kinder, die ihren Mittagsschlaf nicht halten wollten, gefesselt und mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gelegt. Sie hat diese Kinder aus einem halben Meter Höhe fallen lassen. Sie hat Kindern, die nicht schnell genug gegessen haben, mit ihren Fingern das Essen in den Mund gestopft. Und nein, sie ist nicht sofort nach den ersten Misshandlungen entlassen worden. Kolleginnen habe weggesehen. Erst eine Praktikantin ging an die Öffentlichkeit und sorgte dafür, dass diese Vorfälle publik wurden. Die Kitaleitung musste ebenfalls gehen. Warum machen Menschen so etwas? Bei Kindern und bei alten Menschen in Heimen. Beide Gruppen gehören zu den Schwachen. Wenn einer Erzieherin, einem Erzieher oder einer Pflegekraft in einem Altersheim die Arbeit über den Kopf wächst, dann dürfen nicht deren Schutzbefohlene darunter leiden, sondern sie müssen sich eine andere Arbeit suchen. Es entsetzt mich immer wieder, wie lange solche Untaten unter diverse Teppiche gekehrt und somit weitere Misshandlungen nicht unterbunden werden.

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3 Antworten zu Berufung

  1. Sarah schreibt:

    da sollte doch ganz gründlich Abhilfe geschafft werden…es dauert zu lange bis jemand richtig
    hinschaut. ein schönes verlängertes Wochenende!
    Liebe Grüße Sarah

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  2. Martin schreibt:

    > Warum machen Menschen so etwas?

    Vermutlich weil sie Ähnliches mit den ‚Erziehungsberechtigten‘ in ihrer eigenen Kindheit erlebt haben. Erklärt zumindest – rechtfertigt natürlich nicht. Trauma wird vererbt, Missbrauch wird verinnerlicht, das Opfer wird zum Täter, usw. und so geht die Kette immer weiter.

    Ich war ja neulich mal wieder in WR. Da fiel mir ein Auto auf, wo an der Seitenscheibe hinten stand „Todesstrafe für Kinderschänder“ und auf der Heckscheibe stand „Unser Land, unsere Regeln!“ …. das ist fast ein vollständiges Psychogramm inkl. Familienhintergrund in nur 2 Sätzen.

    Gefällt 1 Person

  3. Ulli schreibt:

    Das kann ich jetzt nicht liken, liebe Elvira, mir wurde etwas übel, als ich dies gelesen habe, unvorstellbar, dass so etwas heutzutage noch möglich ist und dass es immer noch „Kolleginnen“ gibt, die wegschauen, herrjeh, es ist ein Grauen mit den Menschen!

    Zur Berufung und Beruf hätte ich einiges schreiben können, aber das lasse ich jetzt!

    Danke dir, dass du nie müde wirst auch solcherlei zu posten…
    ich wünsche dir dennoch schöne und friedliche Pfngsttage
    liebe Grüße
    Ulli

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