Wieder zurück

Dank des Sturmes mussten wir unsere Heimfahrt um einen Tag verschieben. Meine Schwiegertochter hat die Reise zusammen mit ihrem Sohn per Bahn angetreten. Am Sonntag, unserem geplanten Abreisetag, waren alle Zugverbindungen nach Berlin unterbrochen. Auch für meinen Sohn, der kleinen Tochter und mich war die Rückfahrt mit dem Auto nicht möglich, da auch Teile der Autobahn gesperrt waren. Zum Glück war unser Ferienhaus nicht belegt und wir durften einen weiteren Tag in dieser sehr familienfreundlichen Anlage verbringen. Ohne Zusatzkosten! Das Wetter war auch freundlich zu uns. Aber selbst wenn es das nicht gewesen wäre, hätte uns nichts im Haus halten können. Wir waren kleidungsmäßig schließlich perfekt ausgerüstet. Die Anlage liegt direkt hinter dem Deich, also war die Nordsee (oder das Watt) nur einen Katzensprung entfernt. Wir sind im Watt gewesen, haben eine Strandburg gebaut, die allerdings nur so aussah, in Wirklichkeit aber ein Pflanzen- und Eisladen war. Wir sind gewandert, waren lecker Kuchen essen und haben es genossen, uns morgens und abends am Buffet bedienen zu dürfen. Die Kinder haben sich im Schwimmbad köstlich amüsiert und abends wurde gemeinsam gespielt, gelesen und auch mal ein, zwei Folgen Masha und der Bär auf dem Tablet gesehen, die mein Sohn schon in Berlin runtergeladen hatte. Waren die Kleinen im Bett, haben wir Großen gespielt. Obwohl ich gestehen muss, dass solch ein strategisches Spiel wie Dominion nicht meine Stärke ist. Jedenfalls habe ich das Wlan nicht vermisst, das eigentlich hätte vorhanden sein müssen. Mein kleines mobiles Datenvolumen war aber für ein paar Tweets ausreichend. Am Sonntag haben wir uns den Strand angesehen, der nach dem nächtlichen Sturm sein Aussehen drastisch verändert hatte. Allerdings konnten wir erst losgehen, nachdem mein Sohn durch das Fenster nach draußen geklettert war, um die Gartenmöbel, die der Sturm vor unsere Haustür geweht hatte und die die Tür blockierten, weggeräumt hatte. Nachmittags liefen wir noch nach Horumersiel. Nein, besser gesagt, wir ließen uns vom Wind dorthin schieben. Fragt nicht, wie der Rückweg war! Ich lief tapfer auf dem Deich zurück, obwohl ich mehrfach von Böen gestoppt wurde.
Es war eine schöne Woche mit meiner Familie! Ich bin ihr sehr dankbar!

 

Die blauen Wagen auf dem Foto „Blick aus meinem Schlafzimmer“ sind Wattmobile. Sie wurden entworfen, damit auch Behinderte das Watt erleben können. In unserer Anlage wurden sie überwiegend für kleinere Kinder benutzt.

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10 Antworten zu Wieder zurück

  1. Ulli schreibt:

    Liebe Elvira, poh, da ward ihr ja mitten drin im Sturm! Ich freue mich, dass alles gut war und du nun wieder gut daheim angekommen bist.
    Bis ganz bald, liebe Grüße, Ulli

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    • Elvira schreibt:

      Ich wäre gerne noch länger geblieben. Aber so ist das mit den Wünschen, nicht wahr? Kaum wird ein kleiner erfüllt, meldet sich der nächste. Nein, ich bin so zufrieden, wie es ist. Heute war ich beim Arzt, da ich mit einer heftigen Erkältung zurückkam, und habe mich krankschreiben lassen. Zwar habe ich noch Urlaub, muss die restlichen Tage aber nicht verschenken. Als ich so an der Ampel stand und auf grün wartete, fiel mir trotz Erkältung auf, wie schrecklich es nach Abgasen roch. Die Nordseewinde, reich an Salz, haben meinen Geruchssinn wieder etwas auf Vordermann gebracht.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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      • Ulli schreibt:

        Liebe Elvira, das hast du gut gemacht, nun hast du gutgeschriebene Urlaubstage, auch wenn es mir leid tut, dass du nun erkältet bist, aber hej, du hattest eine richtig gute Zeit, wie ich meine und das ist das, was zählt. An die Abgase von Berlin habe ich heute auch mal gedacht, ich bin so froh, dass ich sie nicht mehr täglich riechen muss. Was tun wir uns nur an?
        Du Hast meine Meersehnsucht wieder geweckt, das ist nochmal anders, als die Bergluft, manchmal fehlt mir das Salz in der Luft…
        herzliche Abendgrüße
        Ulli

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  2. Gudrun schreibt:

    Es ist schön, dass dir die Woche mit Familie so gut getan hat, liebe Elvira.
    Da hat sich ja nun auch noch die See mal von einer ganz anderen Seite gezeigt. Mit aller Gewalt.
    Die Schafe sind in der Jahreszeit bestimmt bei den Stallungen. Sie sind vom Frühjahr bis Ende Herbst auf den Deichen.
    Liebe Grüße von der Gudrun

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  3. wildgans schreibt:

    Wild, klasse, erlebnisreich – sogar einer musste aus dem Fenster steigen. Daran werden die Kinder ewig denken! Ich mache mich jetzt auf die Suche nach einem Rezept für die Sanddorn-Schoko-Torte!
    So ein schöner illustrierter Bericht!

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    • Elvira schreibt:

      Ja, es hatte etwas von einem, wenn auch komfortablen, Abenteuerurlaub. Auf der Rückreise, mit Sohn und Enkeltochter im Auto, gab es noch eine Geduldsprobe. Unsere Autobahn war kurz vor Berlin voll gesperrt. Nicht der Sturm war Schuld, sondern ein Unfall im Baustellenbereich. Dank auf Tablet runtergeladener „Masha und der Bär“-Folgen, Giraffenaffen-und Nenalieder zum Mitsingen (die Kleine -knapp 5- hat Nena bei Radio Teddy gehört und kann mittlerweile die meisten Texte auswendig)waren die 1,5 Stunden Standzeit gut zu überstehen. Zu den Höhepunkten zählte für die Familie die alljährliche Wattwanderung zu einem Wrack, das jedes Jahr anders aussieht. Und Jedesmal finden sie dort die wunderbarsten Muscheln (die vom letzten Jahr lebte leider noch, was allerdings erst durch den sich entwickelnden Gestank deutlich wurde). Dann gab es noch den Papa, der neben dem Pflanzen- und Eisladen der Kinder unbedingt so tief graben musste, bis er auf Wasser stieß, was ihm tatsächlich gelang. Ja, ich habe mich schon lange nicht mehr so lebendig gefühlt!

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  4. quiltfru schreibt:

    Dann habt Ihr Euch also auch fast bis zu den Antipoden durchgebuddelt. Ist so ein Nordseeurlaub nicht herrlich! Wenn Du einmal Deinen Schnupfen überwunden hast, wirst Du feststellen wie gut Du Dich wirklich erholt hast. Vor allem der Kopf ist wieder frei. Schön, dass Du es genossen hast.
    Alles Liebe, Birgitt

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    • Elvira schreibt:

      Oh, der Schnupfen kann meine Begeisterung nicht im Geringsten mindern. Ich liebe die Nordsee, seit ich mit 16 das erste Mal in Holland war. Dort roch sie noch intensiver. Ich konnte sie bereits riechen, bevor wir in Zandvoort auf der Strandpromenade waren. Es war einer meiner größten Wünsche, sie noch einmal zu sehen. Ein anderer großer Wunsch ist es, ein letztes Mal auf einem Berggipfel zu stehen und über die Dolomiten zu blicken. Die Einsamkeit und Ruhe und den Frieden dort oben zu genießen. Nun, Einsamkeit und Ruhe muss ich wohl streichen, denn auf einen Gipfel gelange ich nur noch mittels Seilbahn oder Sessellift, nicht mehr durch einen selbständigen Aufstieg. Nun aber genieße ich erst einmal den Rückblick auf Wangerland.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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