Gegen das Vergessen

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10 Antworten zu Gegen das Vergessen

  1. wildgans schreibt:

    Meine Meinung dazu. Du wirst sie kennen, so ungefähr. Sie ähnelt gewiss der Deinen!
    Als ich davon erfuhr, war ich ungefähr fünfzehn. Mit meinem Glauben war es vorbei, ein für allemal. Nicht nur mit meinem.

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    • Elvira schreibt:

      In unserer Familie wurde das Thema nie angesprochen. Durch die Bibliothekarin unserer kleinen Dorfbücherei (der Berliner Bezirk Buckow war sehr dörflich) wurde ich erst aufmerksam gemacht. Damals konnte man sich nicht aus den Reihen der Regale Bücher aussuchen, sondern musste darauf vertrauen, dass die Mitarbeiter ihre großen und kleinen Leser richtig einschätzen konnten. Das betraf natürlich das Interesse an bestimmte Richtungen (bei mir begann es mit Tierbüchern) und auch die Breitschaft gerade bei den jüngeren Kunden, sich an neue Themen heranführen zu lassen. So drückte mir meine Bibliothekarin eines Tages „Exodus“ von Leon Uris in die Hand. Ich schätze, dass ich da in genau dem Alter war, wie Du. Was mir anschließend sehr fehlte, waren Menschen, mit denen ich darüber hätte sprechen können.

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  2. Ulli schreibt:

    Zu diesem Thema gab es heute Abend eine sehr spannende Diskussion auf DLF…
    liebe Grüße sende ich dir, Ulli

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    • Elvira schreibt:

      Ich bin immer wieder entsetzt darüber, wieviele Menschen es immer noch gibt, die den Holocaust leugnen. Und fast noch schlimmer, wie viele Mitbürger jüdischen Glaubens wieder Verfolgungen in Form von Beleidigungen und körperlichen Angriffen ausgesetzt sind. Das Karussell scheint niemals still zu stehen.
      Ich grüße auch Dich ganz herzlich!
      Elvira

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      • Ulli schreibt:

        Ich habe gestern überlegt, ob es so ist, dass gewisse Menschen immer ein Feindbild brauchen, so scheint es ja wenigstens und ob Aufklärung und Informationen wirklich etwas erreichen können. Ich glaube schon, dass man damit den einen und die anderen abholen kann, besonders jüngere Menschen, aber insgesamt?

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  3. Gudrun schreibt:

    Bei uns wurde viel in der Familie über das Thema gesprochen, denn ich hatte Familienmitglieder, die verhindern wollten, was ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu verhindern war. Ich habe große Angst, dass es wieder so sein könnte. Es läuft so vieles schief.

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  4. quiltfru schreibt:

    Ich gebe, um mein Hirn fit zu halten, Nachhilfe im Studienkreis. Engl. Franz und Latein. Habe also eine bunte Mischung an Schülern der verschiedensten Altersstufen. Meine Feststellung: Die meisten sind so hohl, dass man Sorge haben muss vom Echo erschlagen zu werden. Die haben von überhaupt nichts eine Ahnung. Teilweise wird der 2. Weltkrieg 3 Jahre lang in der Schule behandelt. Den Kindern hängt es zum Hals heraus, also schalten sie ab. Nachrichten oder gar informative Berichte werden im TV nicht angesehen. Gelesen wir d sowieso nicht. Dafür hängt der Kopf pausenlos über dem Smartphone. Nicht einmal word können sie bedienen, geschweige denn mails schreiben. What’s app und Twitter/Facebook. That’s it. Aber das liegt nicht allein an den Kindern. Es liegt an uns. Wir lassen es zu. Wir diskutieren nicht mit ihnen. Wir haben keine Zeit für die Kinder. Wir lassen sie allein – in jeder Beziehung.
    Wegen 200 Dm, die mir übriggeblieben wären vom Arbeiten habe ich meine Kinder nicht allein gelassen. Teilweise haben wir von nur 10 Dm am Tag gelebt. Na und? Dann gabe es eben Bratkartoffeln mit Spiegelei oder umgekehrt. Dafür hatte ich aber immer Zeit um 16 Uhr mit meinen Kindern Tee zu trinken und zu reden. Wir haben über die Nazizeit geredet, über Rudi Dutschke und Co, über Gott und die Welt. KEINES meiner Kinder ist auch nur annäherungsweise ein Rassist. In der“ Beziehung ist mir die Erziehung wirklich gelungen!
    Zum Thema lest mal: „Begrabt mich an der Biegung des Flusses“ (der Verfasser ist mir entfallen)
    und Colson Whitehead „The Underground Railroad.“ Einen schönen Abend, Birgitt

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  5. vivilacht schreibt:

    wir mussten ja leider von klein auf damit aufwachsen. Da nur ein ganz minimaler Teil an Verwandten am Leben geblieben waren.

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