Da wundert sich die Frau

Ich dachte immer, alle Menschen lieben Pandas, egal in welcher Form. Ganz besonders natürlich in echt, so wie gerade im Berliner Zoo. Was geht uns, und dem Zoo, da gerade verloren. Uns ganz viele Glückshormone beim Ansehen der tapsigen kleinen Bären und dem Zoo ganz viel Geld. Gott und die Welt wären zu Ostern wahrscheinlich zu Besuch gekommen. Nun ist gar nichts mit Besuch. Nicht im Zoo, nicht im Tierpark und nicht bei Oma und Opa. Aber das werden wir überstehen, irgendwie.
Worüber ich mich wundere, fragt ihr jetzt, und was das mit Pandas zu tun hat? Nun ja, ich musste heute ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Dabei bin ich auch, allerdings ohne große Hoffnung, in den Gang mit den Hygieneartikeln eingebogen. Und wer lächelte mich da an und bat flehentlich darum, mitgenommen zu werden? Genau! Ein Panda auf einer Toilettenpapierpackung. Drei Pakete waren noch da. Ansonsten war es der gleiche Anblick wie seit vielen Tagen. Gähnende Leere. Nun frage ich mich natürlich, warum recyceltes Toilettenpapier verschmäht wird, trotz des niedlichen Pandas. Nein, soo dumm kann doch niemand denken, oder?

Gestern habe ich mit dem Nähen von Nase-Mund-Masken nach einer anderen Anleitung begonnen. Bei diesen habe ich im oberen Rand Pfeifenreiniger, von denen ich noch reichlich im Bastelkarton gefunden hatte, eingenäht. So lassen die Masken sich hervorragend den verschiedenen Nasen anpassen. Es war nur etwas schwierig, Gummiband zu erstehen. Aus irgendwelchen Gründen hatte die Änderungsschneiderei bei Kaufland geöffnet – vielleicht weil sie auch selbstgenähten Masken verkaufen? – und dort habe  ich mich mit Gummiband bevorraten können. Ich bin sozusagen ein Gummihamster.

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11 Antworten zu Da wundert sich die Frau

  1. kormoranflug schreibt:

    Die Masken wurden mir zuerst durch die Panda Aufzucht bekannt. Die Pandakinder sollten ihre Pfleger nicht als Mutter annehmen. Der Virus wurde über die Panda Geschenke in der Welt verbreitet. ( neue Verschwörungstheorie die noch niemand kannte)

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    • Elvira schreibt:

      Alle diese Verschwörungstheorien würden sicher gesammelt ein Bestseller in der Witzbuchabteilung werden. Obwohl, wenn ich mich so umsehe, auch in meiner Nähe gibt es zahlreiche Menschen…
      Ach, genießen wir lieber die Sonne und hoffen auf bessere Zeiten.
      Liebe Grüße,
      Elvira

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  2. Deine Beobachtung kann ich nur bestätigen – auch bei uns gab es „nur noch“ dieses Papier im Regal… Seltsam… ;-). Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Birthe

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  3. quiltfru schreibt:

    Mensch, früher, zu Plumpsklozeiten, hat man Zeitungspapier benutzt. Daran ist auch keiner gestorben. Diese Auswüchse sind schon unglaublich. Aber das ist uns ja über Jahrzehnte von der Industrie so eingetrichtert worden. Genauso, wie es ja seeeeehr verwerflich ist, wenn man ein Kleidungsstück mehr als 1mal anzieht. Wat nen Quatsch. Heute blauer Himmel und warm, ab in den Garten. Liebe Grüße, Birgitt

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    • Elvira schreibt:

      Ich habe mit meinem Mann schon eine Runde gedreht. Mehr als 1,5 km sind Nerv nicht mehr drin. Egal, Hauptsache er war draußen.
      Hier in Berlin appellieren die Wasserwerke täglich, dass keine Feuchttücher über die Toiletten entsorgt werden sollen, da es zu immensen Verstopfungen der Leitungen kommt. Am späten Nachmittag muss Ich arbeiten. Werde die vielen, vielen Mails der Patienten abarbeiten, damit die Kolleginnen morgen entspannter starten können.
      Sonnige Grüße,
      Elvira

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  4. Gudrun schreibt:

    Liebe Elvira, du Gummihamster, ich wünsche dir einen schönen, entspannten Sonntag. Ich habe heute mal draußen auf dem Balkon in der Sonne gesessen mit dem Spinnrad. Das hat gut getan in einer Zeit, in der die Nerven manchmal blank liegen. Auch bei mir.
    Die Leipziger Wasserwerke schuften auch, all das aus dem Abwasser zu fischen, was da nicht hineingehört. Himmel, Paperchen müsste doch jetzt inzwischen jeder haben.
    Lass es dir gut gehen und bleib gesund.

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    • Elvira schreibt:

      Danke, liebe Gudrun! Das mit den blankliegenden Nerven kann ich bestätigen. Besonders als ich heute in den Gärten sah, wer da wen besuchte. Ich kann das ja verstehen, meine Familie fehlt mir sehr, aber so offensichtlich die Empfehlungen zu missachten, verursacht mir doch reichlich Unbehagen. Nun, irgendwann wird es wieder besser werden. Passen wir also gut auf uns auf!
      Liebe Grüße,
      Elvira

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  5. Eva schreibt:

    Bei uns gähnt mittlerweile selbst im Recycling-Bereich die große Leere von den Paletten (Regale einräumen braucht’s mittlerweile nicht mehr). Nun denn, in der Not wird wohl bei manchem auf wundersame Weise das ökologische Bewusstsein geweckt … und das nicht nur beim Papier. 😉

    Gummihamster, Recyclingpandas, Hefetierchen und kuriose Mehltypen – Stoff für einen Roman.

    Bleibt gesund und kommt unbeschadet und nervenstark durch diese Zeit, liebe Elvira.

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