Wie es gestern war

Nein, es war nicht gestern, dieses Ereignis, auf das ich gleich kommen werde. Aber gestern habe ich mich mal wieder ans Durchforsten meiner digitalen Fotoalben gemacht. Zwar habe ich noch Speicherplatz bis zum Abwinken, aber das eine oder andere Foto hat seine Bedeutung verloren und verschwindet Pixel für Pixel im digitalen Schredder. In den anderen stöbere ich, wie ich es früher mit den Tüten voller Papierabzügen machte, die in diversen Kartons ihr Dasein in den Schränken fristen mussten. Einige Alben gab es auch. In die wurden nicht nur die ausgewählten Fotos geklebt. Eintrittskarten, Fahrpläne, Tickets wurden ebenfalls aufgehoben und alles habe ich fein säuberlich beschrieben. Diese Fotoalben markierten quasi die Höhepunkte meines Lebens. Da gab es eins, in dem klebten die Bilder meiner Kindheit. Dann die ersten Reisen mit meinem späteren Mann, Herzchen und Blümchen. Hochzeit, Geburten der Kinder, dann nichts mehr. Es begann die Dias- und Tütenzeit. Später noch dicke Alben mit Hochzeitsfotos der Kinder. Es musste nicht mehr mit den Filmen gegeizt  werden, die digitale Fotografie führte zu einem wahren Exzess. Da fiel es dann schon schwer, die „richtigen“ Fotos für die Papierabzüge auszusuchen. Mit der Geburt der Enkel wurden auch die Fotobücher geboren. Sie zu gestalten hat wirklich Spaß gemacht. Die nächsten Alben waren dann ganz spezielle. In ihnen dokumentierte ich meine Nähprojekte. Planung, Werdegang, Größenangaben, Stoffmuster und Bezugsquellen. Das waren auch keine normalen Fotoalben, sondern Alben für Scrapbooking. Jede Seite aus extra starkem Papier, 30×30 cm, und in Klarsichthüllen. Für diese Alben habe ich mir wirklich große Mühe gegeben.

Zurück zum Thema! Als ich gestern in mein digitales Fotoarchiv abtauchte, sprang mir ein Datum ins Auge. Im Mai 2011 war ich zu Besuch bei meinem Bruder auf Gran Canaria Und am 15.Mai, also genau heute vor neun Jahren, fand der jährliche Umzug der Gay Pride statt. Mein Bruder, ein paar Freunde und ich saßen jeden Abend im Jumbo und haben die warmen Nächte genossen. Wir hatten viel Spaß! In diesem Jahr wird das  Spektakel, coronabedingt, erst im Oktober stattfinden. Hoffentlich!

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3 Antworten zu Wie es gestern war

  1. Gudrun schreibt:

    Vielleicht kannst du ja mal wieder hin. Ich würde mich für dich freuen.
    Beim Aussortieren bin ich auch gerade. Ich hatte meine Unterrichtsmarerialien aufgehoben, alles fein in Hüllen, immer mit vielen Belegen und Anschauungsmaterial. Jetzt werde ich mich trennen. Ich brauche es doch schon lange nicht mehr. Leid tut es mir aber doch ein bisschen.
    Liebe Grüße und viele gute Gedanken beim Suchen in Erinnerungen.

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  2. quiltfru schreibt:

    Ja, genauso sieht es bei mir aus. Ich habe aber immerhin etwas Ordnung in meinen digitalen Photos. Mein lieber Schwiegersohn hat sie auch schon in seiner Cloud. So haben dann vielleicht auch die „Nachfahren“ noch was davon. Allem zum Trotz: Bleib gesund. Birgitt

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