Beatles, Stones und Tuareg

Letzte Woche  entdeckte ich auf (oder heißt es bei?) Twitter dieses Foto:

Ich habe keine 39 Titel finden können, aber doch recht viele. Mein Mann hingegen erkannte nicht einen einzigen. Das lag dran, dass er auch gar nicht genau hinsah und das damit begründete, dass ihn die Beatles nie interessiert hätten. Er ist eingefleischter Fan der Stones. Wobei unser Musikgeschmack im Laufe der Jahrzehnte breiter gefächert wurde, wie sicher bei uns allen. Heute läuft in seinem Zimmer fast nur klassische Musik. Oder diese wunderbare Gruppe „Tamikrest“ vor ein paar Tagen, die ich dann bei Sonos fand und  so richtig laut aufdrehen muss. Die Musik aus unseren „wilden“ Jahren lieben wir aber immer noch.

„Tamikrest (Tamaschek für der Knotenpunkt, das Bündnis, die Zukunft) ist eine Band, deren Mitglieder dem Volk der Tuareg angehören. Die Band wurde 2006 gegründet.[1] Sie mischt Tuareg-Musik mit westlicher Rock- und Popmusik. Ihr Gesang ist in Tamaschek. Haupt-Songschreiber der Band ist Frontmann Ousmane Ag Mossa.“

Quelle:Wikipedia

Mir fiel in dem Zusammenhang eine Karikatur ein, die ich im Netz  wieder gefunden habe. Als ich sie damals sah, fand ich sie sehr lustig. Je älter ich aber werde, sehe ich sie auch aus einem anderen Blickwinkel und ich werde etwas traurig. Ich sehe Hippies vor mir und 68er. Wären auch Frauen auf der Zeichnung, würde ich zur Flower-Power-Gruppe  gehören. Mein Mann zu der anderen. Er war ein echter 68er. Und was sind wir jetzt?


Lachende Pflegerinnen, Bettruhe um 20:00 Uhr (das kann ich nicht genau erkennen) und Joints 🚫. Was ist das für eine Zukunft? Wobei ich gegen lachende Pfleger*innen nichts habe, solange es kein Auslachen ist.

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5 Antworten zu Beatles, Stones und Tuareg

  1. Gudrun schreibt:

    Was sind wir jetzt? Die Frage trieb mich in letzter Zeit auch um. Jede Nacht renne ich im Traum mit zwei Hütehunden über den Sturzacker. Das Aufwachen ist immer ein bisschen schmerzhaft.
    Musikalisch war ich nicht festgelegt. Ich liebte die Klassik schon immer. Das lag wahrscheinlich an meinem Musikervater. Nur sonnabends, wenn ich mich aufgerüscht hatte, da waren es Deep Purple, Led Zeppelin und Black Sabbath und Co, die mich begeisterten. Später habe ich mich immer geärgert, dass ich nicht mit Jan und seinen Freunden zur Loveparade nach Berlin gefahren bin. Die hätten mich nämlich sogar mitgenommen, ich aber kam mir zu alt vor. Das passiert mir nicht noch mal. Meine Tochter hat beruflich damit zu tun und so durfte ich mal mit nach Wacken. Subway to Sally höre ich jetzt ganz gerne auch mal, schön laut. Ich war übrigens nicht die einzige Nicht-mehr-Junge.
    Damals, in der Zeit um 68 bis weit in die Siebziger hinein, sah ich in dieser Zeit eine Chance, dass sich die Welt verändert, friedlicher wird. Das wurde sie nicht, aber meine Ideen und Träume habe ich behalten.
    Tja, was ist aus uns geworden? Ältere, machmal schon etwas verspleente Menschen, die sich aber auch mal noch auf ein Rockkonzert begeben. Und wenn es eben zu Hause im Sessel ist, mit Kopfhörern an den Ohren, damit es die Nachbarn nicht vom Sofa hebt.
    Lass es dir gut gehen, liebe Elvira, und hüte deine Erinnerungen und Träume. Sie sind dich etwas Schönes.
    (Im Norden gibt es übrigens ein Altenheim, die fahren ihre Altrocker mit dem Bus nach Wacken.)

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    • Elvira schreibt:

      Da haben wir ja die gleichen Bands gerne gehört. Ich Serbe manchmal so durch die Tube und höre mich quer durch damalige Zeit. Gerade waren es Jethro Tull und Crosbay, Stills &Nash. Und manchmal bleibe ich dann auch bei alten Schlagern meiner Kindheit hängen.
      Das mit den Träumen kenne ich auch, noch mehr aber mein Mann. Er rennt in seinen Träumen durch die Gegend oder erlebt seine Abiprüfung erneut. Wahrscheinlich träumen wir von den Dingen, die uns nicht mehr möglich sind.
      Liebe Grüße schickt Elvita

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  2. crocodylus schreibt:

    Habe nicht viele Lieder erkannt. Das liegt aber daran, dass ich fats nie auf sen Ihakt achte sondern eben die Stimme als Teil derMusik höre. Der Oktopuss ist sowas fon niedlich.

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  3. quiltfru schreibt:

    Das sind ja tolle Bilder. Ich bekomme das Grinsen überhaupt nicht aus dem Gesicht. Ich mochte/mag beide, Beatles und Stones. Hatte Gelegenheit die jungen Stones (1967) in den USA zu hören/sehen. Allerdings bin ich ein Folksong/Protestsong Anhänger. Ich liebe Bob Dylan (bevor er so „holy“ wurde), Joan Baez und Pete Seeger. Hier fast überhaupt nicht bekannt ist Phil Ochs.
    Er hat großartige Texte geschrieben. Ich war in der fraglichen Zeit drüben und habe die ganzen Unsäglichkeiten mit Dr. M. Luther King und dem Vietnam Krieg mitbekommen. Das hat mich sehr geformt. Übrigens, es gibt jetzt in USA doppelt so viel Corona Tote wie damals im Vietnam Krieg.
    Ich bin kein facebook Mitglied, aber dieser Artikel beschreibt sehr gut, wie viele Deutsche, die früher in USA waren, heute fühlen.

    Eine schlimme Zeit ist das derzeit. Ganz liebe Grüße, Birgitt

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    • Elvira schreibt:

      Jedes Lebensalter hat seine Musik. Auch Biermann und Kreisler gehörten eine Zeitlang dazu. Leonard Cohen, Crosby, ach, ich könnte so viele aufzählen.
      In den Staaten war ich nie, obwohl meine Patentante dort lebte. Es hat nie so richtig gepasst. Kurioserweise habe ich sehr oft davon geträumt, würde Straßen und Gebäude sicher in „echt“ wiedererkennen. Jetzt möchte ich nicht hin, das Land ist so gespalten und hat einen Präsidenten…
      Heute war ich mit Sohn2 und Familie im Tierpark. Obwohl ich sehr gerne dort bin, war ich froh, als wir wieder gegangen sind. Irgendwie scheint das Virus bei den meisten Menschen nicht mehr zu existieren. Von Abstand war nichts zu spüren. Aber schön war es, meine Familie wieder zu sehen!
      Liebe Grüße,
      Elvira

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