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Ich bedanke mich bei Ulli, die mit diesem Satz das umgesetzt hat, was ich zu formulieren versucht habe.

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Aufs Schaf gekommen

Meine Kinder sind zurück von der Nordsee und ich bin seit gestern wieder zu Hause. Heute kamen meine Enkel und ihre Eltern, um ihre Schlüssel und ihre Jahreskarte für die Öffentlichen Verkehrsmittel abzuholen. Während die Enkel schon Kuchen aßen und Tee mit uns tranken, waren die Eltern zur Zweitimpfung in meiner Praxis.

Nun möchte ich euch Wolli vorstellen. Es hat eine lange Reise hinter sich und muss sich bei mir noch eingewöhnen.

Wollis dickes Fell birgt ein Geheimnis. Ob alle Schafe das haben, kann ich nicht sagen. Da Wolli schnell an den Vorderpfoten friert, hat es auf dem Bauch eine Tasche. Ein angewachsener Muff, sozusagen.

Sieht ganz schön pfiffig aus, das kleine Kerlchen, nicht wahr? Und es ist wirklich knuffig weich.

Am Strand haben die Kinder Muscheln und kleine Treibholzstückchen gesammelt. Ein bisschen Sand haben sie auch mitgenommen. Und etwas davon haben sie in dieses Windlicht gefüllt.

Ich habe mich sehr über diese Dankeschön-Geschenke von der Nordsee gefreut! Aber auch der Opa hat etwas bekommen, denn schließlich musste er eine Zeitlang auf mich verzichten. Er hatte sich einen kleinen Kalender mit Nordseemotiven gewünscht und auch erhalten.
Während wir auf die Eltern warteten, haben wir Stadt, Land, Vollpfosten gespielt, die Familienedition. Stadt und Land ist immer dabei. Weitere Kategorien sind Fluss, im Kühlschrank, Tier an Land, Hobby, im Schwimmbad, lustiges Quatschwort, Beruf, Superheld oder Comicfigur und und und. Je vier Durchgänge bestehen aus acht Kategorien, dann gibt es in den nächsten vier Durchgängen acht neue Kategorien (eigentlich sechs, denn Stadt und Land sind ja immer dabei). Insgesamt sind es vier mal vier Durchgänge. Und was hat es mit Vollpfosten auf sich? In jeder Reihe steht in einem Feld genau dieses Wort. Hat man dort einen Begriff zu stehen, verdoppelt sich die Punktezahl. Es macht Spaß das mit Kindern zu spielen! Denn so lernen Oma und Opa, dass auch Ameisenzählen definitiv ein Hobby sein kann.

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Sowjetisches Ehrenmal

Heute war ich im Treptower Park unterwegs. Einen kurzen Abstecher habe ich zum Sowjetischen Ehrenmal gemacht. Schon bei meinem ersten Besuch vor vielen Jahren hat mich dieses kolossale Denkmal beeindruckt. Auch heute bekam ich eine Gänsehaut. Was für eine Grabstätte für 7000 gefallene sowjetische Soldaten im Kampf um Berlin zum Ende des zweiten Weltkrieges! Ein langer Weg führt zu dem Mausoleum. Rechts und links wird er von Trauerbirken gesäumt. Ich denke, dass allen Befreiern vom Faschismus ein solches Denkmal gebührt. Aber dies hier ist mehr. Es ist auch ein Friedhof!

Das Denkmal „Mutter Heimat“ steht gegenüber vom Mausoleum. Der Sowjetische Soldat schaut genau dort hin
Der lange, von Trauerbirken gesäumte, Weg

Leider habe ich im Gegenlicht fotografiert, daher ist der Soldat nicht gut erkennbar. Er trägt ein gerettetes deutsche Kind auf dem Arm und zu seinen Füßen liegt ein zerschmettertes Hakenkreuz.

Ich werde morgen vielleicht noch einmal nach Treptow fahren, ausschließlich für eine ausführliche Besichtigung dieser Gedenkstätte. Heute wollte ich an der Spree spazieren gehen und auf dem Restaurantschiff „Klipper“ ein zweites Frühstück zu mir nehmen. Davon gibt es demnächst ein paar Bilder.


Wer mehr wissen möchte zu dem Ehrenmal findet etwas hier: https://gruen-berlin.de/projekte/oeffentliche-bauten/sowjetisches-ehrenmal-in-treptow

und natürlich ausführlicher hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetisches_Ehrenmal_im_Treptower_Park

Da fällt mir ein, dass ich auch noch das Deutsch-Russische Museum besuchen wollte, das hier fußläufig ein paar Straßen weiter steht. Das werde ich dann wohl nicht mehr schaffen. Mein Aufenthalt hier neigt sich sehr dem Ende entgegen.

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Kleine und große Katzen

Katzen sind kleine Raubtiere. In freier Natur sind sie als Jäger unterwegs. Mäuse und kleine Vögel sind begehrte Opfer. Auch bei den vielen Freigängern in unserer Siedlung. Sie jagen nicht aus Hunger. Ihre Mägen sind meistens gut gefüllt. Wer einmal in einer Tierbedarfshandlung war und sich ansieht, was es da alles an Futter für Hund und Katz gibt, muss irgendwie ins Grübeln kommen. Vom Billigangebot bis zu feinsten Spezialitäten mit hochwertigsten Zutaten und Diätfutter für alle Probleme gibt es wohl nichts, was es nicht gibt. Und ganz ehrlich? Vieles davon würde sogar Menschen ernähren. Das ist, nur als Beispiel, wie das Angebot im Kühlregal eines x-beliebigen Supermarktes. Brauchen wir wirklich so eine unüberschaubar große Auswahl an Milchprodukten? Aber ich schweife ab! Kommen wir zurück zu den Jägern. Auch wenn ihre Bäuche voll und rund sind, müssen Katzen jagen. Das ist ihre Natur. Dennoch tut es mir weh, wenn ich sehe, wie sie Meisen und andere Vögel fangen, mit ihnen spielen, bevor sie sie töten. Und dann liegen lassen oder ihren Menschen als „Geschenk“ ins Haus bringen. Und ja, auch für Mäuse tut es mir leid. Auch bei Stubentigern kann dieser Instinkt nicht unterdrückt werden. Ich war letztens sehr froh, als die beiden Kater, die ich gerade hüte, zwei Mücken zur Strecke brachten. Sollte eines meiner Kinder hier mitlesen: Es ging nichts zu Bruch! Damit die lieben Samtpfoten sich nicht langweilen, gibt es an Spielzeug eine schier ebenso große Auswahl wie beim Futter. Bälle jeder Art werden ausprobiert, bis es endlich den einen gibt, der der ideale ist. Bei unsere Kater lieben diese kleinen Filzbälle, die sie durch die Wohnung jagen und mit ihren spitzen Krallen fassen können um sie dann wieder von sich weg zu schleudern und erneut zu jagen. Am besten, die Katze sitzt in einer Tüte oder in einem Karton (sehr beliebte, kostenlose Spielzeuge) und der Ball kullert daran vorbei. Was für ein Bild, wenn der Jäger aus dem Versteck herausgeschossen kommt.

Dann gibt es noch Spielzeuge, die bei unseren Katern sehr beliebt sind. Hier ein Video, das zu Ostern 2019 entstand:

Heute! Auf alle Fälle kann man dem Kater eine gewisse Gelassenheit nicht absprechen:

Als die Kater im letzten Sommer bei uns waren, habe ich ihnen eine kleine Kugelbahn aus Holz gekauft. Diese blieb bei uns und ich habe sie, da wir sie ja nicht bespielen, zu den Katern mitgenommen. Und siehe da, sie ist beliebt wie eh und je. Das ist wie bei Kindern, man muss manche Sachen zwischendurch weglegen, damit sie wieder interessant werden.

Während ich das schreibe, schlafen die beiden Herren wieder. Wahrscheinlich feiern sie nachts, was ich nicht mitbekomme bei meinem tiefen Schlaf, wilde Partys.

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Zweiter Versuch

Diesmal war es ein Ausflug ohne Tücken. Ich bin am frühen Morgen gestartet, damit ich vor Erreichen der 30°-Marke wieder zu Hause sein würde. Erneut ging es mit der S-Bahn von Karlshorst nach Friedrichshagen. Die Bölschestraße war heute sehr gut besucht. Vor der Dresdner Bäckerei stehen die Kunden immer Schlange, auch ohne Corona-Regeln. Heute aber war die Schlange schier endlos. So auch am Gemüseladen, der wirklich Produkte aus der Region anbietet. Leider haben einige Läden den Lockdown nicht überlebt. Darunter auch der von mir sehr geschätzte Regionalladen mit angeschlossenem kleinen Imbiss. Anderes hingegen befindet sich im Aufbau, wie eine neue Brauerei.

Impressionen dieser Straße:

Das ist kein Schreibfehler! Hier gibt es gewebte Dinge.

Vom Ende der Bölschstraße sind es rund 500m bis zum Müggelsee. Wie an vielen Gewässern, ist es auch hier nicht möglich, ihn am Ufer zu umrunden. Durch den Spreetunnel – 51 Stufen hinunter, 51 Stufen wieder hinauf – läuft man unter dem Fluss auf die andere Seite des Sees. Ein kleines Stück führt der Weg am Wasser entlang. Hier gibt es kleine Buchten, die bei Badegästen sehr beliebt sind. Auf meinem Rückweg waren viele Menschen am und im Wasser. Nach einer Weile führt ein asphaltierter Weg vom Wasser weg durch den Wald bis zur Gaststätte Rübezahl. Angenehm empfand ich es, dass es parallel dazu einen separaten Radweg gibt. So können Fußgänger ihren Spaziergang, oder ihre Wanderung, je nach Länge der Route, sorglos in Angriff nehmen. Das Klima im Wald war sehr gut, schattig und mit einem kleinen Wind, der mir den typischen Geruch eines Binnensees in die Nase wehte. Ich hatte längst vergessen, wie so ein See riecht. Bis zum Rübezahl habe ich es leider nicht geschafft. Mein Fuß bereitete mir Probleme, obwohl ich extra einen Voltaren-Verband angelegt und feste Wanderschuhe angezogen hatte. Aber das war nicht so schlimm! Es zog mich sowieso mehr ans Wasser. Also lief ich bis zu einer der Buchten zurück, fand sogar eine freie Bank und genoß die Aussicht auf den See.

In der Bölschestraße habe ich mir dann in meinem Lieblingscafé einen Eiskaffee gegönnt. Es gibt viele Restaurant und Cafés in dieser Straße und schon immer fand ein Großteil des Betriebs auf der Straße statt. Seit Corona hat sich das Angebot an Tischen und Stühlen bestimmt verdoppelt. Und die Menschen nehmen es an, kaum ein freier Platz war zu sehen. Bis auf „mein“ Café. Das hat nämlich nicht nur auf der Straße, sondern, was viele offensichtlich nicht wissen, auch auf einem lauschigen, sehr grünen Hof, Platz zum Genießen und Entspannen

Obwohl ich seit 20 Jahren in die Bölschestraße fahre, da mein Zahnarzt hier seine Praxis hat(te), ist mir das hier nie aufgefallen:

Eine Art Miniatur-Stadtmauer neben den Gleisen am S-Bahnhof Friedrichshagen. Vielleicht sehe ich mich aufmerksamer um, wenn ich den Fotoapparat dabei habe? Nein, es liegt wohl eher daran, dass ich von Rudow aus, mit Bus und Straßenbahn in die Bölschestraße fahre.

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Denkmal

In der Wuhlheide gibt es ein Denkmal, das mich sehr berührt hat. Es ist ein Relief, das vor dem Fuchsbau steht. Der Fuchsbau ist ein Begegnungszentrum fürKinder und Jugendliche mit Übernachtungsangeboten https://www.fuchsbau-berlin-wuhlheide.de/

Im Netz konnte ich leider keine Informationen darüber erhalten, was das Relief darstellen soll. Also schrieb ich eine Mail an den Fuchsbau und bekam schon heute eine Antwort. Es stellt den Buchenwaldjungen aus dem Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz dar. Wer es geschaffen hat, ist leider unklar. Weiß einer von euch das vielleicht?

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Wuhlheide II

Die Wuhlheide ist, wie gestern schon erwähnt, ein großes Waldgebiet. Hauptsächlich Eichen sind in dem Laubmischwald zu finden. Zum großen Teil bleibt das Waldstück sich selbst überlassen. Ausschließlich dort, wo sie eine Gefahr für die Spaziergänger werden könnten, werden sie gefällt. Auf vielen verschlungenen Wegen kann man den Wald durchstreifen. Wobei ich zugeben muss, dass ich lieber dort unterwegs bin, wo ich ab und an Menschen treffe. Gestern musste ich mehrfach nach dem Weg fragen. So grob wusste ich, wo ich hin musste, denn ich habe einen recht guten Orientierungssinn. Da sich der Weg aber zog und zog und zog… Na ja, was ich noch zeigen wollte, außer den possierlichen Präriehunden:

Auch das gibt es hier, ein Wagendorf, selbst verwaltet.

Und überall in diesem Bezirk findet man Spuren vom 1.FC Union, auch im Wald:

Und natürlich Schienen. Schienen, die nirgendwo hinführen, Reste aus vergangenen Zeiten. Und Schienen, die noch befahren werden.

Im FEZ habe ich eine weitere Inklusionsschaukel, auch Schlosserwippe genannt, entdeckt. Gut, dass ich die Beschreibung im Tierpark fotografiert habe, denn hier war sie leider durch Graffiti nicht mehr lesbar. Sehr schade! Dafür habe ich die Tafel mit den Spendern festgehalten:

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Wuhlheide und Hunde der Prärie

Gestern war ich in der Wuhlheide. Nach langer Zeit das erste Mal wieder. Sehr viel hat sich verändert auf dem Gelände des Freizeit- und Erholungsparks (FEZ), das in diesem großen Waldgebiet liegt. Das Hauptgebäude, den ehemaligen Pionierpalast, konnte ich leider nicht betreten. Corona trug daran keine Schuld, sondern das umfangreiche Ferienangebot für die Kinder. Ich wäre gerne zum Gewächshaus und den Naturgarten gegangen, aber die waren innerhalb des eingezäunten Geländes für dieses Ferienevent und ich wollte keine fünf Euro Eintritt bezahlen, nur um dort hin zu gelangen.
Das FEZ haben mein Mann, ich und unsere Jungs gleich nach der Wende fast jedes Wochenende besucht. Es war ein Paradies für die Kinder. Sämtliche Geschenke für die Großeltern und Freunde wurden dort gebastelt. Keiner in der Verwandtschaft, der nicht ein mit dem Brennpeter verziertes Frühstücksbrettchen oder Schlüsselbord bekommen hat. Es gab einfach alles, was Kinder eigenhändig herstellen konnten. Und das Ganze kostete so gut wie nichts. Im Laufe der Jahre gab es so manchen Kampf um diese familienfreundliche Einrichtung. Aber sie gewann letztlich und wurde nicht, wie so viele Betriebe der DDR, „abgewickelt“. Natürlich hat sich vieles geändert. Die Preise haben sich denen des Westens angepasst. Aber es ist auch sehr viel Schönes dazugekommen. Marode Bereiche wurden renoviert und ausgebaut. Wie die Park-Eisenbahn, mit der man für einen kleinen Preis durch das Gelände fahren kann. Auch das Haus für Natur und Umwelt wurde modernisiert und um Tiergehege, einen Spielplatz und ein Waldcafé erweitert. Dort gibt es ein sehr großes Areal, auf – und unter dem – Präriehunde leben. Als meine Enkeltochter in dem Haus ihre Einschulung feierte, trafen wir etliche der possierlichen Tierchen auch außerhalb ihres Areals. Sie hatten ihre Gänge einfach unter der Mauer hindurch weiter ausgebaut. Gestern sah ich kein Tier mehr in „freier Wildbahn“. Wahrscheinlich wurde das Durchbuddeln irgendwie verhindert. Es ist ja auch nicht ungefährlich und zu Futtern würden sie außerhalb in dem großen Wald wohl schwerlich etwas finden. Außerdem ist das Gebiet, das jetzt ihre Heimat ist, wirklich sehr, sehr groß.

Hier nun ein paar Fotos von diesen Tieren, denen ich stundenlang zusehen könnte.

Wer Näheres über die Wuhlheide wissen möchte, findet im Netz viele Berichte. Bei Wikipedia gibt es eine nicht ganz so lange Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Wuhlheide

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Ihr seht es doch auch, oder?

Zwei Glubschaugen? Nasenlöcher? Breites Grinsen? In der Wuhlheide gibt es ganz offensichtlich mehr als nur Wald und verschlungene Wege zwischen den Bäumen.

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Ein Tag mit Tücken

Meine Kinder sind aus dem Elbsandsteingebirge zurückgekehrt und ich war ein paar Tage zu Hause. Seit gestern bin ich wieder Katersitterin. Diesmal etwas länger. Die Kinder sind an der Nordsee, Wangerland. Abseits großer Touristenströme, fast alleine am Strand und im Watt. Mich zog es heute auch ans Wasser. Ich wollte zum Müggelsee. Von hier aus ist das nicht weit. Bis zum S-Bahnhof Friedrichshagen und dann meine Lieblingsstraße, den Ku‘damm des Ostens, die Bölschestraße entlang bis zum Spreetunnel und an den See. So weit, so gut. Heute früh habe ich den Rucksack gepackt, eine Trinkflasche, eine Banane, Mückenspray und einen Erstzakku für den Fotoapparat. Die ersten Bilder machte ich an meinem Ausgangspunkt, dem S-Bahnhof Karlshorst. Einige Jahre war der hintereZugang mit der Unterführung wegen Bauarbeiten gesperrt. Seit letztem Jahr ist er, verschönert, wieder geöffnet.

Aus der Nähe:

Bilder aus der Unterführung:

Die Freilichtbühne in der Wuhlheide
Das Stadion An der alten Försterei des 1. FC Union
Das Deutsch-Russische Museum
Die TrabrennbahnKarlshorst

Auf der anderen Seite des Durchgangs:

Mit diesen ersten Eindrücken stieg ich in die S-Bahn und fuhr frohen Mutes einem schönen Tag entgegen. Dachte ich. Bis ich in einen sehr schönen Laden in der Bölschestraße ging und dort die schönsten Karten kaufte, die ich je gesehen hatte. Dazu noch eine interessante Marmelade (Kirsch-Earl Grey) und einen Dekoartikel. An der Kasse nahm der Tag eine völlig andere Wendung an. Meine EC-Karte wurde nicht akzeptiert. Weder aufgelegt, noch in den Schlitz gesteckt. Gestern hatte ich noch bei Rossmann mit der Karte an der Selbstzahlerkasse bezahlt. Ich hatte noch Bargeld dabei und musste meine Käufe nicht wieder zurücklegen. Immerhin! Dann rief ich meinen Mann an. Er sollte sich bei unserer Bank erkundigen, ob ich auch eine Filiale in einem anderen Bezirk mit dem Problem aufsuchen kann. Nein, ich musste zurück nach Rudow. In vielerlei Hinsicht ist Rudow noch ein Dorf, denn mein Mann sagte mir auch, dass die Filiale von 13-14 Uhr geschlossen hat. Punkt 14 Uhr stand ich vor der Bank, die seit gestern, bis in den August hinein, montags und dienstags ganz geschlossen hat. Mein Mann, der gestern Kontoauszüge gezogen hatte, hat diesen Hinweis leider übersehen. Da ich hörte, dass Mitarbeiter im Schalterraum waren, beschloss ich, Geld am Automaten zu ziehen. Sollte meine Karte einbehalten werden, hätte ich laut auf mich aufmerksam gemacht. Aber alles funktionierte. Ich vermute, dass das Kartenlesegerät in dem Geschäft einen Defekt hatte. Da ich keine Kreditkarten besitze, benötigte ich definitiv Bargeld. Im Geschäft Einkäufe zurückzulegen, ist eine Sache. Aber wenn die Karte im Restaurant nicht funktioniert? Ob Tellerwaschen noch eine Option wäre? Jedenfalls bin ich anschließend wieder nach Karlshorst zurückgefahren. Ich bin doch froh, dass ich die Jahreskarte meiner Kinder für den ÖPNV bekommen habe.
Als Ausgleich für den in dieser Art nicht geplanten Ausflug, habe ich mir beim Italiener den gebackenen Ziegenkäse mit Honig und Walnüssen gegönnt. Leider wurden die Nüsse vergessen, was ich reklamierte. Die Bedienung bot mir ein Schälchen mit Nüssen an, aber irgendwie hatte ich keinen richtigen Appetit mehr. Als dann statt des bestellten Cappuccino eine Tasse Kaffee kam, hatte ich genug vom heutigen Urlaubstag. Zumal sich zwischenzeitlich meine Schwiegertochter meldete um zu berichten, dass sie unterwegs zu einem Arzt sei. Ihr kleiner Zeh war unglücklich mit dem Schuh ihres Sohnes kollidiert und war jetzt blau und geschwollen und Auftreten könne sie gar nicht mehr. Und das gleich an ihrem ersten Nordseetag. Auch meinem Mann widerfuhr ein kleines Malheur. Er hatte im Aquarium einen Wasserwechsel gemacht und wollte zum Schluss den Blasebalg entleeren. Also hat er, wie üblich, die Tülle nach unten ins Waschbecken gehalten und fest gedrückt. Das Dreckwasser nahm aber den Ausweg durch den Luftschlauch direkt ins Gesicht meines Mannes.
Ihr seht, das war ein Tag mit Tücken!

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Was – oder wer – ist schon cool?

Aus dem Netz fischte ich dieses Foto, eine Quelle war nicht angegeben. Der oder wahrscheinlich eher die Postende bezeichnete es auch als Netzfund.

Ich musste schmunzeln, denn viele der Aussagen konnte ich bestätigen. Nur Auto oder Roller bin ich nie gefahren, meinen Führerschein machte ich erst mit 45 Jahren. Und statt Beatles waren mir Crosby&Co, Dylan, und fast jeder, der in Woodstock auftrat, näher. Überhaupt Woodstock! Ein kurzes Aufflackern und ein langes Sterben. Gin trank ich damals auch nicht, eher Martini Rosso. Wenn ich den heute rieche, ist diese lang vergangene Zeit sofort wieder präsent.

Aber waren wir wirklich cool? Ich erinnere mich an viele Kämpfe. Mit Mutter, Großmutter, Lehrern. Ich erinnere mich an schier nie enden wollenden Liebeskummer und an plötzliche neue Lieben. An durchtanzte Disconächte und zwei, drei Kinobesuche hintereinander. Dann im Morgengrauen, diese Zeit, die Peter Fox als „Schwarz zu Blau“ besingt, müde nach Hause. Mit viel Glück hatte die Pizzeria noch geöffnet und bot noch Minipizza an. Die erste Minipizza in Berlin. Oben in Halensee an der Schaubühne. Ich habe nie wieder so eine Pizza gegessen. Leere Lambruscoflaschen mit Tropfkerzen auf den Tischen. In der Pizzeria und zu Hause. Und dann die Musik dieser Zeit. Sie begleitete den Umbruch. Und dann verstummte sie irgendwann. Wir Großmütter- und auch die Großväter – wurden sesshaft, gründeten Familien, machten Karrieren oder verdienten in mehr oder weniger guten Jobs den Lebensunterhalt. Wir wurden, mit kleinen Veränderungen, immer mehr wie unsere Mütter und Väter.

Waren wir also cooler als die jungen Menschen heute? Nein, das glaube ich nicht! Mag sein, dass diese, unsere Jugend, eine ganz besondere Zeit war. Eben eine Ära, in der sich vieles änderte. Musikalisch, politisch, gesellschaftlich. Und wir waren als Akteure mittendrin. Die Zeit heute ist die Zeit der heutigen Jugend. Ihr Gefühlsleben unterscheidet sich nicht von unserem in dem Alter. Statt Disco ist es heute der Club, statt Tropfkerzen auf Flaschen vielleicht die Shisha. Kämpften wir für Frieden und Gleichberechtigung, muss die Jugend von heute für genau dasselbe kämpfen. Dazu kommt die Sorge vor der Zukunft. Vor dem Klimawandel, vor Pandemien, dem Artensterben.
Die Zeiten ändern sich, so wie sich einfach alles ändert. Die Jugend ist die Zeit, in der wir uns ausleben und etwas mitnehmen, woran wir uns, wenn unsere Jugend lange vorbei sein wird, festhalten können ohne an ihr festzukleben.

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Moschusbock für Emil

Emil schreibt heute über diesen Käfer. https://deremil.blogda.ch/ Da ich keine Fotos in Kommentare einbetten kann, oder, falls das doch geht, nicht weiß, wie, zeige ich meine Fotos hier. Der Moschusbock hat mich 2005 auf meinem Balkon besucht. Er erkundete nach seinem Besuch auf dem Blumenkasten auch einen Stuhl und kletterte über die Lehne. Dabei gelangen mir die beiden unteren Aufnahmen.

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Auch das gibt es

im Tierpark Berlin. Schon bei meinem vorletzten Besuch fiel mir dieses Gerät auf. Ich war aber müde und erschöpft, so dass ich es erstmal links liegen ließ. Vorgestern aber sah ich es mir näher an. Und wieder wusste ich, warum, wenn ich denn ein Fan des Fußballs wäre, mein Herz für Eisern Union schlagen würde. Der 1. FC Union ist die Fußballmannschaft des Ostteils der ehemals geteilten Stadt. Im Westen, also dem Teil der Stadt, in dem ich aufgewachsen bin, ist das Hertha BSC. Wie schon gesagt, Fußball interessiert mich überhaupt nicht. Aber was die Unioner, zusammen mit ihren Fans, auf die Beine stellen, ist bemerkenswert. Das Großereignis in jedem Jahr ist das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern im Stadion an der alten Försterei. Nicht nur auf den Zuschauertribünen wird gesungen. Auf der Fläche, auf der sonst 22 Männer mit einem Ball spielen, sitzen Groß und Klein auf Sofas, dazwischen stehen Tische und Lampen. Es ist ein sehr schönes Bild! Die Fans haben auch beim Renovieren und dem Ausbau des Stadions mitgeholfen. Wie gesagt, ein sehr sympathischer Verein!

Nun aber zu diesem Gerät und der Verbindung zu Eisern Union

Das ist eine Inklusionsschaukel. Ja, so habe ich auch erst geschaut! Inklusion ist klar, Schaukel auch. Aber beides zusammen?

Es handelt sich hier um eine Schaukel für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Wann machen wir uns wirklich Gedanken darüber, was behinderten Menschen alles unmöglich ist? Die Fans der Eisernen haben sich Gedanken gemacht und zusammen mit dem Verein diese Schaukel gespendet. Ja, mein Herz schlägt für Eisern Union. Dafür muss ich kein Fußballfan sein.
Hier noch ein Link zu einem kleinen Beitrag des Tierparks zur Einweihung der Schaukel:

https://www.tierpark-berlin.de/en/news/tierpark-news/article/schulter-an-schulter-barrieren-abbauen

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