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Ich bedanke mich bei Ulli, die mit diesem Satz das umgesetzt hat, was ich zu formulieren versucht habe.

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Fahrrad

Vor ca. vier Jahren bin ich das letzte Mal Rad gefahren. Schon nach wenigen Metern wurden die Schmerzen im Knie schlimmer, obwohl die Gelenke bei dieser Art der Fortbewegung im Prinzip geschont werden müssten. Das Rad wurde in den Keller verbannt. Nun, da wir kein Auto mehr besitzen, dachte ich mir, dass für kurze Strecken das Rad doch wieder aktiviert werden könnte. Ich vereinbarte einen Termin bei unserem Radhändler im Örtchen. Der Laden war früher ein Familienbetrieb, klein, aber fein. Dort habe ich vor 19 Jahren mein Fahrrad gekauft. Mittlerweile sind die Besitzer alle auf Rente und “Das Radhaus“ hat den Laden übernommen und vergrößert. Zwei Wochen musste ich warten, dann konnte ich letzten Donnerstag das Rad zur Inspektion geben. Es war allerdings ein wahrer Kraftakt für mich, das Rad aus dem Keller nach oben zu bringen, da ich keine Treppe mehr steigen kann, ohne mich am Geländer festzuhalten. Obwohl es ein Alurad ist, kann ich es nicht tragen. Aus dem Grund wird es im Freien angekettet, in der Hoffnung, dass sich niemand zu sehr dafür interessiert. Heute gibt es sicher leichtere Fahrräder. Den Kauf eines neuen Rades mache ich aber abhängig davon, wie sicher ich mich auf dem Rad fühle. Nun, ich weiß jetzt, dass ich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie abseits eines Radweges fahren werde. So war ich heute unterwegs und habe einen Teil der Strecke bewältigt in dem ich das Rad schob. Um Kurven oder um Ecken zu fahren, fällt mir auch nicht leicht. Dafür machen die Knie ganz gut mit, was mich natürlich freut. Ein Sohn meinte “üben, üben, üben“, was sich mit knapp über 40 einfach sagen lässt. In dem Alter bin ich sehr viel Rad gefahren, schnell und lange Strecken.
Mein Ziel war heute ein Discounter, der meinen Lieblingstee in seinem Sortiment hat, Earl Grey Russian Style. Der Weg dorthin führte mich durch den hier schon oft erwähnten Landschaftspark Rudow-Altglienicke. Das Wetter war gut, noch nicht zu heiß, und es roch nach Urlaub. Jedenfalls verbinde ich den Geruch nach Kuh (es weideten etliche auf den Wiesen) und Pferd und trockenem Gras mit Ferien und Reisen. So legte ich auf dem Rückweg eine kleine Pause ein. Die Fotos habe ich mit dem Smartphone aufgenommen. Aber sicher fahre ich demnächst noch einmal mit dem Fotoapparat dort hin. Denn anders als in den letzten Jahren sind in diesem etliche Gänse hier geblieben. Nachwuchs sah ich auf dem Wasser ebenfalls. Mit dem Handy kann ich aber nicht besonders gut zoomen.

Die Wasserbüffel sind auch wieder da

Und dann habe ich beim Discounter noch das hier entdeckt:

Das Sichtfenster ist durchsichtig und fühlt sich an wie ganz normales Plastik. Geht doch mit der Vermeidung von unnötigem Plastik!

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Das wars dann mit dem Dill

Ich habe heute mal Fotos von der sich langsam öffnenden Knospe der Knoblauchblüte gemacht (die auf einem ein Meter hohen Stängel sitzt)

und von den eher unscheinbaren Dillblüten

Eine Nahaufnahme habe ich auch gemacht. Was ich dann aber auf dem Display des Tablets sah, hat mich doch sehr überrascht. Mit bloßem Auge habe ich das gar nicht wirklich wahrgenommen. Oder die Dill-Liebhaber haben sich ganz plötzlich explosionsartig eingefunden und vermehrt:

Eier, Larven und jede Menge grüne Blattläuse sitzen auf sämtlichen Teilen des Dills. Weit und Breit sind auch keine Marienkäfer oder deren Larven zu finden, ich war heute extra unterwegs auf der Suche nach ihnen.

Überhaupt lässt der Balkon in diesem Jahr mehr als zu wünschen übrig. Seit vier Jahren säe ich Bienenfutterpflanzen aus und in jedem dieser Jahre blühte es mehr als üppig von Juni bis Ende Oktober. Viele Bienen und andere Insekten haben sich darüber ebenso gefreut wie wir.


2021
2020

In diesem Jahr ist alles anders. Ich habe den gleichen Samen wie immer benutzt. Eine Tüte reichte für vier 60er Kästen. In allen Kästen ist die Erde, die wir immer kaufen, alle Kästen bekommen gleich viel Sonne und Wasser. Obwohl in allen Kästen die Saat aufging, wuchsen die Keimlinge ausschließlich in einem zu prächtigen Pflanzen, von denen die ersten bereits Knospen ansetzen. In einem zweiten Kasten ist der Wuchs eher spärlich, in den beiden anderen scheint nichts weiter zu wachsen. Selbst die Cosmea und die Ringelblumen in zwei weiteren Kästen scheinen nach dem Keimen in einen Streik getreten zu sein.

Sehr gut gedeihen meine beiden Stauden, die Fette Henne und die Funkie. Zweitere war im letzten Jahr bühfaul, schiebt in diesem Jahr aber bereits Blütenstängel in die Höhe. Im großen Kübel wachsen Knoblauch und Radieschen gut und auch meine beiden Tomaten gedeihen prächtig. Eine Bloggerin schickte mir vor Jahren Samen dieser Tomate, die Black Zebra heißt. Vor vier Jahren erntete ich das letzte Mal diese wirklich leckeren Früchte und trocknete wieder Samen. Ich war zunächst skeptisch, ob diese Samen noch keimen würden. Das taten sie aber tatsächlich noch. Pfefferminze und Oregano werden in diesem Sommer vom Mehltau geliebt. Na ja, irgendwie scheint der Wurm dein zu sein.

Wenn in den nächsten zwei Wochen kein Wachstum in den beiden Mickerkästen zu erkennen ist, werde ich wohl Balkonblumen kaufen müssen.

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Auf dem Weg zum Tierpark

Diese Fotos habe ich von der Straßenbahn-Haltestelle mit dem Handy aufgenommen. Wenn ich das nächste Mal dort bin, muss ich nachsehen, ob die Schäden an der Mauer alle echt sind oder zum Gesamtkunstwerk gehören. Eine schöne Idee, um die lange Mauer an der Straße zu verschönern. Vielleicht bekommt der Eine oder die Andere dadurch auch Lust auf einen Tierparkbesuch.

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Noch einmal Tierpark

Das Himalaya-Gebirge liegt am anderen Ende zum Eingang des Tierparks. Auf dem Weg dorthin kam ich an einem meiner Lieblinge vorbei, dem Sekretär:

Dieser Vogel ist eine wahre Diva. Ihn zu fotografieren ist nicht ganz einfach, da das Gittergeflecht eine Herausforderung für ganz normale Kameras darstellt. Aber dann fand ich die ideale Lücke und konnte dem Tier etwas näher kommen.

Als ich an der Freilichtbühne vorbeikam, begann gerade die Flugshow. Leider konnte ich keinen idealen Platz zum Fotografieren finden, da ich mich schnell hinsetzen musste, um die Vögel nicht zu irritieren. Dennoch gelangen mir einige Schnappschüsse (Frau Momo hätte hier tolle Motive für noch tollere Fotos gefunden):

Hier noch ein paar Tiere rechts und links meines Weges:

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9€-Ticket

Ja, ich habe es mir gekauft, auch wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Ich habe nämlich kein Auto. Außerdem bezweifle ich sehr, dass irgendein Autofahrer sein Auto stehen lassen wird, wenn es parallel zu diesem günstigen Ticket auch noch einen Tankrabatt gibt. Von den Unmöglichkeiten des Nahverkehrs in ländlichen Gebieten will ich hier gar nicht erst nicht reden. Und nein, ich werde nicht nach Sylt fahren, wahrscheinlich auch in keine andere Richtung außerhalb Berlins. Aber innerhalb dieser Stadt werde ich nun sicher öfter unterwegs sein. So wie gestern. Da bin ich spontan in den Tierpark gefahren. Meine Jahreskarte für den Park ist noch bis Mitte Juli gültig und gestern war das Wetter ideal. Es war nicht mehr kalt, aber auch nicht zu heiß. Im Tierpark wurde das Himalaya-Projekt vollendet und das wollte ich mir ansehen. Also habe ich meine Wanderschuhe angezogen und den Fotoapparat eingepackt.

Es geht hoch hinauf in das Himalaya-Gebirge. Auf dem Weg nach oben gibt es viele Informationen über die verschiedenen Höhenlagen und die Lebensbedingungen für Mensch, Tier und Vegetation. Hier nur zwei Beispiele:

Oben, auf dem “Gipfel“ hat man einen weiten Blick über viel Grün, am Horizont ist der Fernsehturm zu erkennen:

Die Tiere haben wirklich sehr viel Platz, was hier bei den Kiangs gut zu sehen ist:

Der Tierpark hat noch sehr viele große Grünflächen, die den Besucher vergessen lassen, dass er sich mitten in der Großstadt befindet. Gestern hörte ich auf dem Weg ins “Gebirge“ sogar einen Kuckuck. Dieser Park hat nichts mehr gemeinsam mit Zoologischen Gärten von früher. Die Tiere leben in einem Umfeld, das ihren Bedürfnissen entspricht. Beide Berliner Zoos sind äußerst aktiv in der Auswilderung bedrohter Arten oder deren Schutz. So wie im Fall des Manuls:

Hier gibt einen kleinen Artikel zur Eröffnung des Himalaya-Gebirges: https://www.berliner-zeitung.de/news/himalaya-erlebniswelt-im-tierpark-berlin-eroeffnet-li.220476

Es war ein sehr angenehmer Besuch im Tierpark. Das Wetter war ideal und an manchen Stellen war ich mutterseelenallein. Ich bin sehr gerne dort, denn die Kombination aus Park und Zoo hält für jeden Besucher etwas bereit. Eine Sache aber ist unmöglich: Den Tierpark kann niemand an nur einem Tag erkunden. Dank des 9€-Tickets, der Jahreskarte und der tollen Verbindung durch den Neubau (Verlängerung) einer Straßenbahnlinie werde ich unter der Woche wohl noch öfter dort hin fahren.

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Hunger

Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon einmal richtig Hunger hatte. Ich meine hier nicht den Magen, der manchmal knurrt und der uns weismachen will, dass das Hunger wäre. Auch Appetit meine ich an dieser Stelle nicht, sondern so einen Hunger, der richtig wehtut.

Vor ein paar Tagen traf ich eine Nachbarin in der Siedlung und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Ein Thema war Essen und wie sich unser Essverhalten im Laufe unseres Lebens geändert hat. Als ich Kind war, war das Angebot in den wenigen Supermärkten, die es damals gab, sehr überschaubar. Die meisten Lebensmittel wurden in verschiedenen Geschäften eingekauft. Es gab den reinen Kartoffelladen, das Obstgeschäft, den Bäcker, einen Laden ausschließlich für Milchprodukte und natürlich den Tante-Emma-Laden. Als ich noch ein recht kleines Kind war – ich erinnere mich deshalb daran, weil wir dort wegzogen als ich neun wurde – wurde ich öfter in diesen Laden geschickt. Er war nur wenige Meter von unserer kleinen Wohnung entfernt und hatte in seinem Sortiment alles, was man zum täglichen Leben benötigte. Meine Mutter sah aus dem Fenster und gab mir Bescheid, wann ich die Straße, die kaum befahren war, überqueren konnte. Das Besondere an diesem Laden, die Inhaber hießen Rothberg, daran erinnere ich mich noch sehr gut, obwohl mir Namen der jüngeren Vergangenheit häufig nicht mehr einfallen, das Besondere jedenfalls war die Möglichkeit des Anschreibens. Fast immer, wenn ich geschickt wurde, meistens nur für Kleinigkeiten wie Zucker oder Mehl, hatte ich kein Geld dabei und musste anschreiben lassen. Ob mir das unangenehm war? Peinlich sogar? Nein! Denn es war für mich völlig normal. Nicht nur wir ließen anschreiben. Bezahlt wurde immer am Samstag, denn freitags war in den meisten Betrieben Zahltag. Auch unser Vater brachte am Freitag seine Lohntüte mit. Später, als wir, Eltern und vier Kinder, in eine Sozialbauwohnung an den Stadtrand zogen- Erstbezug in einen Neubau, ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer, zwei halbe Zimmer, eine klitzekleine Küche, ein Bad, eine Toilette, ein schöner großer Balkon – gab es dort solch einen Laden nicht mehr. Dafür gab es bald ein Ritual, dessen Bedeutung mir erst später richtig bewusst wurde. Freitags gab es kein warmes Essen, denn das Geld reichte gerade mal noch für Brot. Also schmierte meine Mutter jeden Freitag einen wirklich riesigen Berg Stullen mit selbstausgelassenem Schmalz. Wir Kinder liebten diese Stullenpyramide. Besonders freuten wir uns, wenn noch ein Schälchen mit diesen leckeren knusprigen Grieben, die meine Mutter aus dem noch flüssigen Schmalz geschöpft hatte, auf den Tisch kam. Chips und ähnliches Naschwerk gab es erst in späteren Jahren. Hatten wir Kinder irgendetwas vermisst? Nein! Wir hatten aber auch nie richtigen Hunger. Na ja, der mittlere meiner Brüder – ich war die große Schwester dreier Brüder – brauchte immer etwas mehr. Er stibitze schon mal etwas aus dem Kühlschrank, so dass meine Mutter ihn abschließen musste. Und ich fing mir fast immer eine Ohrfeige ein, weil ich es nur sehr, sehr selten schaffte, das Brot, das ich beim Bäcker kaufen sollte, unbeschadet nach Hause zu bringen. Der Versuchung, in den Kanten des noch warmen Brotes zu beißen, konnte ich nur schwer widerstehen. Wir Kinder wollten alle den frischen Kanten, also musste ich mir einen Vorteil schaffen, selbst für den Preis einer Ohrfeige.

Am letzten Freitag war mein Mann bei Kaufland und brachte Wurst und Käse mit. Die Wursttüte habe ich mir erst heute früh genauer angesehen und fand den Werbeaufdruck doch sehr befremdlich:

Ein schöner Grund, Hunger zu haben? Hunger ist alles andere als schön! Und gerade jetzt, wo tonnenweise Weizen nicht verschifft werden kann, wird die Hungerkatastrophe größer werden.
Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der prinzipiell kein Mensch Hunger leiden müsste. Dennoch stirbt alle 10 Sekunden ein Kind an den Folgen von Hunger. Wir kaufen Lebensmittel ein, die wir nicht aufbrauchen und in den Müll werfen. Tonnenweise werden so Lebensmittel verschwendet. Ganz zu schweigen von der Vernichtung durch die Supermärkte. Es gäbe sehr viel zu diesem Thema zu schreiben, aber das machen andere Blogger viel besser: https://www.careelite.de/welthunger-statistiken-fakten/

Mir hat diese Tüte heute früh zwar nicht den Appetit verdorben, aber die Werbung ist mir doch sauer aufgestoßen.

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Geschafft!

Mein Atelier ist fertig! Einige Arbeiten fielen mir schwer, was nicht mur an der Friemelei mit sehr kleinen Materialien lag, sondern auch daran, dass einige Holzbauteile verzogen waren. Bei den Fenstern war das ärgerlich, denn sie ließen sich daher nur recht schief einsetzen.

Eine Herausforderung für mich wurde die Elektrizität. Von zwei haarfeinen Kabeln musste ich etwas von der Ummantelung abpulen, damit die Drähte freigelegt werden, die zuerst mit der Mini-LED-Birne und später mit den Kabeln des Batteriefachs verbunden werden mussten.

Die LED – im Vordergrund – musste ich auf eine Gesamtlänge von 10mm kürzen und dann noch erkennen, wo + und – sind. Die hauchdünnen Drähte des gelben Kabels (+) und des weißen (-) wurden dann um die kleinen Pole der LED gewickelt.

Der Lampenschirm besteht aus Pappe und die Lampe musste stehend in den Dachbalken eingeklebt werden. Erst als das richtig gut getrocknet war, konnte ich das Dach aufkleben und die Kabel verlegen

Nachdem das fertig war und die Lampe tatsächlich leuchtete, konnte ich den Fußboden verlegen und das Inventar einräumen.

Mit dem Resultat bin ich zufrieden und ich bin auch stolz auf mich. Als es an die Lampe ging, war ich kurz versucht, sie ohne Funktion einzukleben. Aber dann packte mich der Ehrgeiz und ich habe mich mit der Materie auseinandergesetzt. Wie ihr seht, mit Erfolg. Hätte ich mich vorher ausführlicher damit beschäftigt, würde die Installation anders aussehen. So, wie ich es nach der Anleitung gemacht habe, ist das Batteriefach unter dem Fußboden und ich muss die Miniatur immer hochheben, um den An- /Ausschalter zu betätigen. Sinnvoller erscheint es mir, das Kabel durch die Dachbalken zu ziehen und mit der Batterie hinter dem Haus zu verbinden. Wer schaut sich das Zimmer schon von hinten an? Aber nun ist es eben so. Ein weiteres Modell werde ich wohl nicht mehr in Angriff nehmen, obwohl die Bücherstube

und das Gewächshaus

mich schon reizen würden. Aber dann stellt sich die Frage, wohin mit den fertigen Teilen? Anders als bei einem Puzzle, kann ich die Miniaturen nicht mehr auseinandernehmen. Somit wird es bei dem Nähatelier bleiben.

Nachtrag: Die Grundplatte ist 18x22cm groß.

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Das Inventar ist fertig

Ja, die Kaffeemühle war schon etwas knifflig, aber es sollte noch schwieriger werden.

Nur noch einen “Kalender“ zusammenfriemeln, an die Außenseite des Schrankes kleben und schon ist das gute Stück fertig.

Die Klebereste werden natürlich noch entfernt. Ich war sehr an die Zeit erinnert, als ich mit meinen Kindern bastelte. Keine Fingerkuppe, weder bei ihnen noch bei mir, die nicht mit Klebstoff überzogen war und nach dem Trocknen wie eine zweite Haut abgezogen werden konnte. Auch meine Hilfsmittel, wie Nadel und Pinzette, verbinden sich gerne mit den Kleinteilen statt sie dort zu platzieren, wo sie angebracht werden sollen. Außerdem frage ich mich, wie es möglich sein soll, einen Draht zu biegen ohne ihn zu verbiegen. Die Kurbel meiner Kaffeemühle und die Griffe der Schubläden sind der Beweis dafür, dass mir das nicht gelang. Aber das wird im Gesamtbild später nicht weiter auffallen (und das sage ich, die sonst Dinge, die nicht perfekt geworden sind, lieber nicht zeigt).

Das Werkzeugutensilo hatte ich bereits zusammengebaut. Nun ging es an die Garnrollen. Ich hatte mir das schwierig vorgestellt, denn das Garn ist wirklich sehr feiner Faden gewesen, aber das ging überraschend einfach.

Die Nähmaschine hingegen sah einfach aus, aber das Zusammensetzen des Unterteils benötigte eine Fingerfertigkeit, über die ich nicht mehr verfüge, was etliche Anläufe erforderte.

Sie ist doch wirklich hübsch, oder?

Hier noch ein paar “Kleinarbeiten“.

Ein “Stoffballen“

Bei dem Blumen bin ich von der Anleitung abgewichen, ich habe sie so einfach nicht hinbekommen. Also habe ich das Papier zu Dreiecken geschnitten und irgendwie um diese kleinen gelben Perlen, die an Fäden angebracht und somit absolut instabil waren, geklebt.

Mittlerweile ist das ganze Inventar fertig. Spiegel, Bügelbrett und Stoffrollen inkl. Halterung waren keine Herausforderung, Stuhl und Hocker hingegen schon. Der Stuhl entspricht nicht der Vorgabe. Aber das machen einige Dinge nicht, da ich ein paar Details nach meinen Vorstellungen verändert habe. So habe ich mehrere meiner eigenen Stoffe verwendet, den Schrank anders eingerichtet und auch die Pappkartons nach meinem Geschmack verziert und gefüllt.

Gestern habe ich mit dem Streichen der Wände begonnen. Leider deckt die Farbe nicht, auch nicht nach zweimaligem Anstrich. So muss ich heute Farbe besorgen und dann hoffentlich bald das Atelier fertigstellen.

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Miniaturen

Mein Bruder schickte mir vor einigen Monaten Videos der Herstellung von Miniaturen in dieser Art:

Auf fb gibt es wohl einige zu sehen (da bin ich allerdings nicht präsent), wohl auch auf Instagram und wenige auf YouTube. Hier ein Beispiel:

https://youtu.be/DRZfcTQB_uY

Es ist faszinierend, wie dieser Künstler alte Hausfassaden, Geschäfte und Straßenszenen 1:1 umsetzt. Die fertigen Miniaturen werden gerahmt und können aufgehangen oder aufgestellt werden. Ich bewundere die Feinheiten und den Blick für die Details.

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Vom Affen gebissen

Nein, dieser Titel passt nun gar nicht mehr (Affenpocken). Aber wie soll ich mein Verhalten sonst erklären? Scheint es doch in der Tat so, als wäre ich vom Affen gebissen worden? Oder vom wilden Watz? Zweiteres eher nicht! Bezeichnet diese Aussage doch wohl ein sehr unruhiges Verhalten, ein Aufgekratztsein, Umherrennen u.ä., etwas, das dem entgegensetzt ist, was ich gerade benötige. Nämlich ein ruhiges Händchen und viel, sehr viel Geduld.Nach dem mich der Affe gebissen hat, habe ich mir das hier bestellt:

Ist es nicht entzückend, dieses kleine Atelier? Wobei die Betonung wortwörtlich auf “klein“ zu legen ist. Alles, was hier abgebildet ist, muss zusammengesetzt werden, überwiegend mittels Klebstoff. Bis auf die Schneiderpuppe, die Nähmaschine, das Bügeleisen und die winzigen Scheren ist nichts fertig in dem Bausatz. Den Schrank habe ich fertig, jedenfalls den Korpus:

Mehr schaffe ich heute nicht! Morgen muss dann Stoff für die Kissen zugeschnitten werden. Klitzekleine Stoffstückchen! Und aus Papier werden noch kleinere Körbchen ausgeschnitten, gefaltet und mit Schnur drumherum beklebt. Selbst die Kaffeemühle, die auf dem Schrank steht, wird aus Einzelteilen zusammengesetzt. Ich muss ernsthaft verrückt sein!

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Krimskrams

Ihr kennt das doch sicher auch!? Man kommt nach Hause und legt die Dinge, die in der Wohnung nicht benötigt werden, irgendwo ab. Bei mir sind das Brille, Uhr und aus Jacken- oder Hosentasche ein Lippenpflegestift und ein Einkaufschip, die auf der Flurkommode auf den nächsten Einsatz warten. Eine Packung Papiertaschentücher liegt dort ebenfalls, denn vor jedem Verlassen der Wohnung stecke ich zwei oder drei in die Jacken- bzw. Hosentasche, damit ich nicht erst den Rucksack abnehmen muss (Handtaschen benutze ich schon lange nicht mehr).
Am Mittwoch musste ich mal „in die Stadt fahren“. So wird das hier genannt, wenn man 20 Minuten mit der U-Bahn vom Rande der Stadt ins tiefste Neukölln fahren muss. Ich benötigte eine neue Bratpfanne und wusste, dass es bei Karstadt eine große, eine wirklich sehr große Auswahl gibt. So eine Pfanne kann ich nicht blind kaufen, denn sie muss zwei wichtige Kriterien erfüllen. Sie muss groß mit einem hohen Rand sein und, was sehr wichtig ist, sie darf nicht schwer sein. Unsere alte Pfanne hatte zum langen Griff zusätzlich noch einen Henkel, so dass ich sie zwar mit beiden Händen anheben und kippen konnte, mir aber die dritte Hand zum Herausbefördern des Essens fehlte. Da kam dann immer mein Mann ins Spiel. Ausschließlich Gebratenes wie Eier, Fisch oder Fleisch waren natürlich kein Problem. Da die Beschichtung der Pfanne nach jahrelangen Gebrauch mittlerweile auch nicht mehr funktionierte, musste also eine neue her. Nachdem sich das Zitat “Wer die Wahl hat, hat die Qual“ wieder einmal bestätigte und ich mich zwischen drei Pfannen nicht entscheiden konnte, ging ich in die Stoffabteilung. Mein Volumenvlies war aufgebraucht und ich habe immer gerne etwas für alle Eventualitäten im Haus. Natürlich musste ich auch mal einen Blick auf die Stoffe werfen, selbstverständlich ganz ohne Hintergedanken! Doch dann sah ich diesen Stoff mit den Katzenköpfen und mir fiel die Flurkommode ein und das Brotkörbchen, das ich letztens genäht hatte und ich dachte, das wäre doch eine Möglichkeit und und und ich kaufte einen halben Meter und noch einen schwarzen Futterstoff. Obwohl mich noch weitere Stoffe förmlich anbettelten, sie auch noch mitzunehmen, blieb ich stark. Denn ich musste mich ja auch noch für eine Pfanne entscheiden, was mir aber plötzlich nicht mehr schwer fiel. Ich nahm die in der mittleren Preisklasse – wie teuer Pfannen geworden sind hat mich doch sehr überrascht. Für meine 28er musste ich 70€ bezahlen und das war, wie gesagt, für diese Qualität noch ein vergleichsweise günstiger Preis.

Gestern habe ich dann ein etwas erweitertes “Brotkörbchen“ genäht.

In die vier Innentaschen passen jetzt die Brillen, die Armbanduhr und der Lippenpflegestift. Alles andere liegt griffbereit im Krimskrams-Utensilo

So hat jetzt alles seinen Platz. Natürlich hätte das auch weiterhin einfach auf der Kommode herumliegen können, aber dieser Stoff schrie förmlich danach, für diesen Zweck vernäht zu werden.

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Das seltsame Verhalten von Spritzsalmlern

Als wir beschlossen, aus dem asiatischen Erdteilbecken ein Gesellschaftsbecken zu machen, kaufte ich Rote Neons, damit etwas Farbe ins Aquarium kommt. Als die Fische eingesetzt waren, entdeckten wir einen kleinen Fisch, der definitiv kein Neon war. Er schwamm dicht unter der Wasseroberfläche und war zunächst nicht zu klassifizieren. Erst als er größer wurde, erkannten wir, dass es ein Spritzsalmler war. Uns tat das Fischlein leid, wie es so einsam im Wasser herumschwamm, zumal diese Tiere entweder als Paar oder im Schwarm leben möchten. Letzte Woche habe ich zehn Fische dazu gekauft. zwei Tage später schloss sich unser Einzelschwimmer der Gruppe an. Hier ein Foto dieser Salmler:

Die Fische werden nicht sehr groß und sehen eher unscheinbar aus. Aber sie haben ein sehr interessantes Paarungsverhalten. Seht euch doch mal das kurze Video an, aber unbedingt bis zum Schluss (es ist nur 30 Sekunden lang)

In der Natur ist es so, dass das Weibchen aus dem Wasser springt und Eier unter Blätter ablegt, die knapp über der Wasseroberfläche ins Wasser hängen oder aus dem Wasser heraus wachsen. Das Männchen befruchtet die Eier, indem er ebenfalls hoch springt. Sind alle Eier abgelegt, bleibt das Männchen unter dem Blatt stehen und spritzt mit seinen Flossen Wasser auf das Gelege, damit es feucht bleibt. Zwar wachsen Blätter des schwimmenden Hornfarns bei uns durchaus oberhalb der Wasserfläche, so dass die Fische dort gut ablaichen könnten, dennoch sprangen die beiden an der Scheibe hoch. Eigelege haben wir keine entdeckt, der Salmler spritzte auch nichts nass. Es ist schon lustig, diesen Fischen zuzusehen.

Hier noch ein paar aktuelle Bilder unseres Unterwassergartens. Die Pflanzen wachsen wie Unkraut!

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