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Ich bedanke mich bei Ulli, die mit diesem Satz das umgesetzt hat, was ich zu formulieren versucht habe.

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Frühling auf dem Tisch

Da draußen der April seinem Namen alle Ehre macht- es ist sehr windig und kalt und nass – habe ich beschlossen, mal wieder Sets auf den Tisch zu legen. Hier https://llewella.wordpress.com/ habe ich letztens wunderschöne Exemplare gesehen. Die Bloggerin ist eine begnadete Künstlerin, deren Quilts ich sehr bewundere. Meine Sets heben bei mir und meinem Mann jedenfalls erheblich die Laune. Das Radio nicht einzuschalten hilft auch!

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Zu schade, um vergessen zu werden

Gudrun https://spinnradgeschichten.de/ schrieb heute über Fotobearbeitung und mir fiel ein, dass ich vor einigen Jahren ganz eifrig mit zwei Programmen an meinem Rechner experimentiert habe. Nach einigem Suchen fand ich z.B. diese Fotos wieder. Ich war fasziniert davon, was alles möglich ist. Bevor sie ganz in Vergessenheit geraten, habe ich sie kurzentschlossen hier hochgeladen. Ich kann nicht behaupte, dass ich noch weiß, wie ich das mit der Farbe hinbekommen habe. Wahrscheinlich fällt es mir wieder ein, wenn ich das Programm aufrufen und mich eingehender damit beschäftigen würde. Aber dazu habe ich gerade nicht die Zeit. Ein Puzzle möchte fertiggestellt werden (mit dem Kauf habe ich mir keinen Gefallen getan!), damit ich ein anderes, auf das ich mich schon sehr freue, endlich beginnen kann.

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Rocky

Es ist eine traurige Geschichte, die ich erzählen werde. Ich muss sie erzählen, denn oft in meinem Leben hat es mich erleichtert, wenn ich Dinge, die mich belasten, aufschreiben konnte. Nun also Rocky.
Rocky ist ein Kater. Er lebte bei unseren Nachbarn, deren Balkon ein ganzes Stück versetzt zu unserem ist. Unsere Wohnungen befinden sich im ersten Stock, die Wohnungen im Erdgeschoss haben alle Mietergärten. Wir leben am Stadtrand von Berlin und unsere Siedlung ist sehr groß, grün und autofrei. Viele Katzen sind hier Freigänger. So auch Rocky. Wir haben oft beobachtet, wie der Kater morgens draußen abgesetzt und am Abend wieder reingeholt wurde. Die anderen beiden Katzen der Nachbarn hingegen sind Wohnungskatzen. Wir fragten, warum das so wäre und erfuhren, dass Rocky sich mauzend vor die Wohnungstür setzte und genau anzeigte, dass er raus möchte. Die Nachbarn haben den Kater übrigens mitsamt Katzenzubehör in einem Müllcontainer in unserer Siedlung gefunden. Er wurde da einfach entsorgt. Das war vor drei Jahren.
Vor ein paar Wochen hat Rocky uns besucht. Er saß plötzlich auf unserem Balkon und schaute durch die Fliegengaze in unser Zimmer. Wir waren ziemlich überrascht und fragten uns, wie er hier hochkommen konnte. Vom Nachbarbalkon ist es unmöglich, also musste er irgendwie mit Springen und Klettern das Rankgitter der Nachbarin unter uns zu Hilfe genommen haben. Da der Kater ein sehr liebenswertes und zutrauliches Tier ist, konnte ich ihn unbesorgt auf den Arm nehmen und wieder nach draußen tragen. Allerdings war das nicht sein letzter Besuch bei uns. Da wir nicht wollten, dass er bei geöffneter Balkontür unbemerkt in die Wohnung kommt, setzten wir wieder unsere Insektentür ein. Mittlerweile sprang Rocky bei den Nachbarn vom Balkon, kletterte auf Bäume und kam auch wieder zu uns. Beim letzten Mal ließ ich ihn einen Teil der Wohnung inspizieren, bevor ich ihn wieder ins Freie brachte. Ich überlegte bereits, ein paar Leckerlies zu besorgen, damit sich seine Besuche auch lohnen. Doch Rocky lebt nicht mehr. Er wurde letzte Woche vergiftet. Jeder kannte den Kater. Jeder wusste, wie zutraulich er war. Er hat niemanden gestört. Wer macht nur so etwas? Unsere Nachbarn wurden informiert, dass Rocky unter einem Baum liegt und sich nicht rührt. Sie fuhren mit ihm noch zum Tierarzt, aber jede Hilfe kam zu spät. Auch wenn es nicht unser Kater war, hat uns sein Schicksal sehr berührt.

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Morgen ist Ostern

Für einige von euch hat Ostern eine religiöse Bedeutung, für andere Besucher bei mir ist dieses Wochenende einfach nur ein verlängertes. Euch allen wünsche ich einfach ein paar schöne Tage. Ich habe heute nach vier Monaten meinen jüngeren Sohn, meine Schwiegertochter und meine beiden Enkel endlich wiedergesehen. Alle haben sich testen lassen, alle sind negativ. Wir  waren zwei Stunden spazieren und auf einem kinderleeren Spielplatz. Das war ein sehr schönes Ostergeschenk! Nun warte ich nur noch auf ein Treffen mit meinem anderen Sohn, seiner Frau und deren beiden Kindern. Sie habe ich noch viel länger nicht getroffen und sie fehlen mir sehr!

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WordPress-Problem

Zunächst dachte ich folgendes Problem hätte sich ergeben, weil ich den alten Editor wieder benutze. Dann fiel mir aber ein, dass ich auf einem anderen Blog noch nie ohne diesen Schritt, den ich gleich aufzeige, kommentieren konnte. Plötzlich kann ich das auf keinem Blog mehr. Als erstes kann ich „Gefällt mir“ nicht mehr anklicken. Ich nutze diese Option, wenn ich zu dem Beitrag nichts zu sagen habe, der Schreiber und die Schreiberin aber wissen sollen, dass ich da war und den Beitrag gelesen habe (das mache ich immer!  Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich ohne Lesen durch die Blogs klicken). Wenn ich meinen Kommentar geschrieben habe, kann ich ihn nicht einfach abschicken

Ich muss meine Emailadresse eintragen, dann erscheint der Rest automatisch. Gehe ich anschließend  auf Kommentar abschicken, werde ich hierhin geleitet


Meine Mailadresse steht bereits in dem Feld, ich muss mich aber mit Passwort anmelden. Nun wird mein Kommentar gesendet. Häufig ist mir dann auch wieder das Anklicken des Gefällt-mir-Buttons möglich.

Ich habe schon viel versucht, z.B. auch im letzten Schritt „Angemeldet bleiben“ anzuklicken. Hat nichts gebracht. In meinem Blog melde ich mich auch nie ab. Das ist keine große Sache, aber doch lästig.

Selbstverständlich akzeptiere ich sämtliche Cookies auf euren Seiten!

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Endlich wieder schreiben wie gewohnt

Gut, auch mit der neuen Art des Schreibens bei WP bin ich klar gekommen. Aber das ewige Rumgeklicke, bis ich das fand, was ich suchte, war schon ein bisschen nervig. Aber dann fand ich in einem Blog den Link auf ein anderes Blog und mit drei Klicks war das Problem gelöst. Nun kann ich wieder mit dem alten Editor meine Beiträge auf klassische Art schreiben und habe alle Optionen auf einer Seite im Blick. Wer das auch möchte, bitte: https://allesevolution.wordpress.com/

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Wieder einmal Britzer Garten

Der Wetterbericht hatte für heute wunderbares Frühlingswetter vorausgesagt. Darum planten mein Mann und ich bereits in der letzten Woche einen Ausflug in den Britzer Garten. Als wir dort ankamen, war der Hauptparkplatz bereits belegt. Auf dem anderen Parkplatz bekamen wir gerade noch einen Stellplatz in der allerletzten Reihe. Wider Erwarten war die Schlange an der Kasse eher ein Würmchen. Auch auf dem Gelände gab es kein Gedränge. Leider fällt meinem Mann das Laufen sehr schwer und er fuhr nach sehr kurzer Zeit wieder nach Hause. Ich bummelte derweil weiter durch den Park. Die einzige Schwierigkeit bestand darin, eine Bank zu finden, um mich ein bisschen auszuruhen und die Seele baumeln zu lassen. Oh, es gibt sehr viele Bänke, alle paar Meter. Aber fast alle waren besetzt, fast immer von einer Person oder einem Pärchen. Niemand setzt sich dazu, die Klientel hier hält sich überwiegend an die Hygieneregeln. Bis auf einige Ausnahmen. Da saßen dann schon mal 10 Frauen zusammen, während ihre Kinder spielten. Einige Großfamilien nutzten das schöne Wetter für erste Picknickrunden. Da saßen mit Sicherheit weit mehr als zwei Haushalte zusammen. Ich ärgerte mich etwas darüber, dass ich mich ärgerte, wollte ich doch einfach nur mal abschalten. Abschalten von den Nachrichten rund um das Virus, nur die Natur genießen und den Zilpzalp auf Video bannen. Das war nicht so einfach, flatterte der Winzling doch recht weit oben im Baum von Zweig zu Zweig. Nach drei Stunden machte ich mich auf den Heimweg. Ich hatte Kaffeedurst und Hunger. Die Gastronomie im Park ist natürlich geschlossen, nur die Kioske hatten geöffnet. Aber die luden mich nicht ein. Zum einen waren dort die Schlangen wirklich lang und ich hätte mir dann irgendwo ein Plätzchen suchen müssen oder im Stehen den Kaffee trinken und vielleicht etwas verzehren. Da ich auch kein Freund von Kaffee zum Mitnehmen bin (des Mülls wegen), fuhr ich lieber wieder nach Hause. Zwar war die Fahrt in Bus und U-Bahn nicht gerade ohne inneres Kopfschütteln möglich, aber die schönen Stunden im Britzer Garten konnten mir die paar Maskenmuffel dann doch nicht verderben.

Die Fotos bitte anklicken, dann sind sie erst vollständig zu sehen.

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Der Hauptmann von Köpenick

ist sicher jedem ein Begriff. Aber Köpenick hat mehr zu bieten als das beeindruckende Backsteinrathaus mit der Bronzefigur des Hauptmanns m Eingang.Ich musste heute in diesen Bezirk fahren, um meinen neuen Personalausweis abzuholen. Da es unmöglich war, einen Termin in „meinem“ Bürgeramt zu bekommen, hatte ich einen in der Nähe gebucht. Allerdings konnte ich den fertigen Ausweis nicht dort abholen, sondern in einem anderen Bürgeramt des Bezirks. Und das befindet sich in dem wunderschönen Rathaus. Selbst der Wartebereich ist schön!

In der Altstadt gibt es viele alte Häuser, die restauriert wurden. Wenn ich hier spazieren gehe, was ich im Anschluss gemacht habe – das Wetter lud ja förmlich dazu ein – ist das wie ein kleiner Urlaub.

Durch Köpenick fließt die Dahme. Auch hier lohnt sich ein Spaziergang entlang des Ufers. Hausboote, tolle Cafés (wenn sie geöffnet wären) und die Freiheit 15 sind nur einige Highlights.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle kam ich einer Sozialstation vorbei, die in einem Schaufenster alte medizinische Gerätschaften und Bücher ausgestellt haben. An die Spritzen und das Blutdruckmessgerät kann ich mich noch gut erinnern.

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Alltag eben

Irgendwie scheint es so, dass viele Menschen gerade einen Anfall von Ordnungswut bekommen. Jedenfalls habe ich das jetzt schon öfter gelesen. Was soll ich sagen? Ich bin auch betroffen. Im Laufe vieler Jahre hat sich ein Sammelsurium an Vorrats- und Aufbewahrungsbehältern angesammelt. Die passten nie zusammen, ließen sich nicht stapeln, waren unpraktisch.  Mitte der Pandemie habe ich das Brotbacken wieder neu für mich entdeckt. Mein Mann schenkte mir ein tolles Brotbackbuch und plötzlich waren diverse Mehlsorten und Körner und Flocken unterzubringen. Da wir schon einmal Mehlmotten bekämpfen mussten, wollte ich angefangene Tüten nicht so im Schrank aufbewahren und suchte nach einem vernünftigen System. Das war auch schnell gefunden. Allerdings stellte sich heraus, dass in eine 1,6l-Box nicht 1kg Mehl passt, wie in der Beschreibung  angegeben. Aber das war nicht so schlimm, habe ich die Mehle eben aufgeteilt. Meine Kinder nennen mich jetzt übrigens Monk.

Apropos Kinder! Der Osterhase wird in diesem Jahr wieder die Geschenke per Post verteilen und wir werden dann hoffentlich am Monitor der Sucherei beiwohnen dürfen. Nächste Woche gehen die Kleinigkeiten (große Geschenke gibt es bei uns nie!) auf die innerstädtische Reise.

Gestern hatte ich meinen Vorsorgetermin beim Zahnarzt. Ich habe noch alle meine Zähne, inclusive der vier Weisheitszähne, und alles ist o.k.. Darüber habe ich mich so gefreut, dass ich gleich in die Buchhandlung „leselieber“ http://www.leselieber.de/ gehen musste, die sich gleich nebenan befindet. Eigentlich wollte ich nur Karten kaufen, denn dort gibt es besonders ausgefallene für jeden Anlass. Auf dem Weg zur Kasse kam ich an ein Regal mit Magazinen vorbei und da schaute mich Rembrandt an und ich hörte eine Stimme, die in meinem Kopf flüsterte: „Nimm mich mit, lass mich nicht hier stehen, nimm mich mit….“. Was soll ich sagen? Ich konnte nicht widerstehen.

Natürlich könnte ich alle Informationen im Netz finden. Aber das Tolle an solchen Magazinen oder dem Brotbackbuch ist ja, dass ich Informationen bekomme, nach denen ich nie gesucht hätte.

Als ich den Titel „Alttag eben“ wählte, dachte ich, dass das ein coronafreier Text werden würde. Aber letztlich haben zwei der drei Begebenheiten mit Corona zu tun. Auch wenn ich versuche, mein Denken nicht durch dieses Virus bestimmen zu lassen, hat das Leben andere Pläne. Die Oma und ein Onkel meiner Schwiegertochter liegen beatmet auf der Intensivstation. Am Sonntag wird mein Mann geimpft. Ich muss noch warten. Worauf wir beide uns am meisten freuen? Endlich wieder unbeschwert unsere Kinder und Enkel sehen zu dürfen. Alltag eben!

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Manchmal muss ich das einfach…

Das Leben hat mich gelehrt, dass es häufig sinnlos ist, sich einzumischen. Dann doch eher mitmischen, mitmachen bei Aktionen, Bündnissen, Demos u.ä., also bei Dingen, die gegen das sind, bei denen ich mich sonst einmischen würde. Ich diskutiere auch nicht mehr lange, das ist u.a.  dem letzten Jahr geschuldet. Eine Sache allerdings gibt es, bei der ich mich immer wieder einmischen würde: Gewalt gegen Kinder oder Tiere. Oder, wie gestern erlebt, fehlendes Feingefühl einer Mutter. Folgende Situation: Ich stehe vor dem Frisörsalon und warte darauf, eingelassen zu werden. Es ist 15:15, mein Termin 15:30 Uhr. Neben mir wartet noch eine Frau mit ihrem vielleicht fünfjährigen Sohn. Vor dem Salon ist der Bürgersteig sehr hübsch hergerichtet. Stellagen mit Frühlingsblühern, kleine Vogelhäuschen, ein runder Tisch mit Blumen und einem Windlicht, Gartenstühle und eine Bank, verschieden große Holzräder. Alles wirklich sehr liebevoll dekoriert. Dem Jungen, er heißt Jonas, ist langweilig. Wie sich später herausstellen wird, ist sein Termin um 16:00 Uhr. „Mama, wenn ich groß bin, will ich dich heiraten!“. Ich muss schmunzeln, wer kennt das nicht von seinen Söhnen. Ich habe in diesem Sinne mehrfach heiraten müssen, GsD war unsere Verkleidungskiste immer gut gefüllt. Jonas Mutter aber erklärte ihrem Sohn, was natürlich unbestritten ist, dass das nicht geht. „Warum nicht?“. „Darum nicht!“. Zack, fertig. Dann begann eine endlose Litanei von: „Jonas, fass das nicht an! Jonas, geh da weg! Jonas, setz dich hin!“ Jonas hatte viele Fragen. „Was ist das? Wie heißt die Blume? Kann ich auf dem Baumstamm balancieren? Sind da Vögel (in den Vogelhäuschen) drin….?“. Sehr selten gab es eine Antwort. Sie wies ihren Sohn ständig zurecht. Ich konnte schlecht sagen, dass das Wort „Begreifen“ wortwörtlich begreifen meint. Natürlich sollen Kinder nicht alles anfassen, aber die Blüte einer Primel oder das Holz des zum Balancieren einladenden Baumstammes, die Kühle des Metalltisches und das Hoch und Tief des eingeprägten Reliefs darauf lassen sich durch Anfassen besser begreifen als nur durch bloßes Ansehen. Wie oft fasse ich noch Dinge an, nur um sie in meiner Hand, unter den Fingerspitzen,  zu spüren. Irgendwann sprach ich Jonas an und fragte ihn, ob er schon alle Farben kennt. Als er nickte, erklärte ich ihm das Spiel „Ich sehe eine Farbe, die du nicht siehst“. Meine Kinder und Enkel liebten dieses Spiel zum Zeitvertreib. Jonas kannte es noch nicht. Also begannen wir das Spiel. Eifrig suchte er nach dem rosafarbenen Gegenstand, dem rosafarbenen Windlicht auf dem Tisch. Er war sichtlich stolz, dass er es gefunden hat. Leider gab es keinen zweiten Durchgang, denn es stellte sich heraus, dass ich mich im Termin geirrt hatte. Als die Frisörin um 15:45 Uhr aus dem Salon kam und mir mitteilte, dass mein Termin vor zwei Stunden gewesen wäre – sie hatte recht, wie ich es zu Hause der gespeicherten Mail entnehmen konnte – vereinbarten wir einen neuen Termin für heute und ich musste mich von dem kleinen Jungen verabschieden. Versteht mich nicht falsch! Ich weiß überhaupt nichts über die Situation der Mutter, habe keine Ahnung, was die letzten Monate ihr vielleicht abverlangt haben. Dass ihr Sohn sie mal heiraten möchte, werte ich als gutes Zeichen. Aber warum muss sie bei dem kalten Wetter mit ihrem kleinen Sohn, der auch noch viel zu dünn angezogen war, eine Dreiviertel Stunde zu früh vor dem Salon stehen? Ohne Beschäftigung für das Kind? Meine Schwiegertochter ist Lehrerin an einer ISS und erzählte mir gestern, dass sie noch nie eine 10.Klasse hatte, deren Schüler so wenig Solidarität zeigten, so wenig Mitmenschlichkeit und Herz. Bis auf wenige Ausnahmen wären diese jungen Menschen absolute Egoisten, deren Welten sich ausschließlich um sie selber drehten. Wo ist die Wärme hin, die ich im Leben mit meinen Kindern immer spürte und die ich so selbstverständlich hielt auch in anderen Eltern-Kind-Beziehungen. Mein Mann meinte gestern, es wäre auch eine Frage des Intellektes, wie mit Kindern umgegangen wird. Das sehe ich nicht so! Ich kenne intellektuell  einfach gestrickte Menschen, die ihre Kinder sehr liebevoll erziehen und deren emotionale Intelligenz ein ausgleichender Faktor ist. Und ich kenne Eltern, bei denen es genau anders herum ist. Vielleicht war mein Irrtum, was den Termin betrifft, kein Zufall?

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Behörden-Ping-Pong

Ein immer wiederkehrendes Thema im von mir abonnierten Checkpoint Tagesspiegel ist das Berliner Behörden-Ping-Pong. Immer wieder werden Menschen oder Institutionen  mit ihren Anliegen wie ein Tischtennisball von Behörde zu Behörde zu Behörde und zurück gespielt.  Nun habe ich den CP schon lange nicht mehr gelesen. Denn, egal wo auch immer ich lese, es dreht sich alles immer nur im Kreis. Selten finde ich eine positive Nachricht oder gar etwas, was mein Herz erwärmt. Heute dachte ich mir, dass ich doch mal wieder reinschauen sollte, vielleicht finde ich etwas, was mich nicht aufregt. Weit gefehlt! Diese Meldung nun hat mir nicht nur den Morgen sofort verdorben, sondern mein Vertrauen in die betreffenden Behörden erschüttert:

Sie erinnern sich ans Behördenpingpong mit dem verletzten Graureiher? (Anruf bei der Polizei: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Feuerwehr an“, Anruf bei der Feuerwehr: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Polizei an“, Anruf beim Ordnungsamt: „Wir sind nicht zuständig, rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr an“ usw… CP v. 22.2.). Spaziergänger hatten das von Hunden attackierte, gesetzlich geschützte Tür (hier zu sehen) schließlich in eine Kiste gepackt und in die Tierklinik nach Düppel gebracht, nachdem auch Anrufe bei der Tierrettung (dauerbesetzt),beim Tierheim (Anrufbeantworter) und einem Tierarzt(behandlungsunwillig) nicht halfen.

Nun, die Sache ist noch ein bisschen irrer, wie unsere Kollegin Sandra Dassler vom zuständigen (!) Verbraucherministerium erfuhr: Den Spaziergängern hätte ihr Hilfseinsatz als Wilderei ausgelegt werden können (Jagdgesetz § 2, Abs. 4), weil sie sich nicht beim „Jagdausübungsberechtigten“ gemeldet hatten. Hm, und wie findet ein Reiherfinder für einen Reiher in Not den zuständigen „Jagdausübungsberechtigten“? Das Ministerium empfiehlt: „Die Polizei anrufen“ (siehe oben). Da beißt sich der Reiher vor Verzweiflung in den Schwanz.

Für unseren Graureiher vom Kleinmachnower See kam die Hilfe am Ende übrigens leider zu spät: „Das Tier war sehr geschwächt, bekam zwar eine Infusion, eine Antibiose und Schmerzmittel, überlebte die Nacht aber nicht,“ sagt Kerstin Müller, Oberärztin in der Tierklinik Düppel. (Weitere Hinweise zur Tierrettung und der Tierklink finden Sie hier).

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Wie kann das möglich sein? Ach, ich sollte mich das vielleicht nicht fragen. Die letzten Monate haben mir gezeigt, wie Zuständigkeiten funktionieren. Und der „kleine Mann“ folgt dem Beispiel, das ihm da vorgelebt wird. Ist nicht mein Bier…soll sich ein anderer kümmern…dafür zahle ich schließlich Steuern…
Ich bin dankbar für jeden Menschen, der sich nicht hinter Zuständigkeitsgerangel versteckt, sondern Initiative ergreift.

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Karneval in der Legostadt

Ich wurde nicht mit Karneval sozialisiert, daher berührt es mich nicht, dass es auch in diesem Jahr keine senderübergreifenden Umzüge und Sitzungen im TV gibt. Mich persönlich hat das nie gestört, da ich kein Fernsehen sehe. Diesen Umzug hier in der Legostadt hingegen habe ich gerne verfolgt.

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