An der Nordsee

soll es lt. verschiedener Wetter-Apps in der nächsten Woche fast täglich regnen oder wolkig sein. Die Sonne wird sich wohl nicht zeigen. Aber was solls! Auf Anraten einer Bloggerin habe ich mir auch noch eine Regenhose zugelegt.

Als wir früher mit den Kindern an der Nordsee waren, hatten wir natürlich auch Gummistiefel und Regenjacken. Nasse Hosen hat der Wind im Handumdrehen wieder trocken gepustet. Einmal waren wir in Sankt Peter Ording. Bevor man überhaupt ans Wasser kommt, muss man einen langen Holzsteg entlangwandern, dann, je nach Tide, noch ein ganzes Stück Strand  überqueren. Genau das haben wir damals gemacht. Im Anschluss wollten wir lecker Fisch essen gehen (ja, unsere Kinder mochten auch Fisch, der nicht in Stäbchen  gepresst war). Als wir endlich den Strand erreicht hatten, kam das Wetter zurück, das uns bereits den ganzen Urlaub begleitete. In Form einer großen schwarzen Wolkenwand zog es rasend schnell vom Meer landeinwärts. Noch ehe wir die Seebrücke erreichen konnten, hatte es uns eingeholt. Der Wind peitschte den Regen fast waagerecht übers Land und konnte sich nicht entscheiden, welche Richtung er bevorzugen sollte. Als wir uns endlich ins Auto retten konnten, waren wir bis auf die Unterwäsche durchnässt. Das Wasser mussten wir aus den Stiefeln schütten. Auf das Fischessen mussten wir natürlich verzichten. Aber dieser Ausflug schaffte es immerhin in das Anekdotenbuch der Familie.

Und nun fahre ich mit dem Lütten an die Nordsee. Nur, dass er nicht mehr lütt ist, sondern selber Lütte hat. Wobei, der große Lütte ist ja schon Erstklässler, also schon viel größer als sein Papa damals.

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Über Zebras in Island

oder, besser gesagt, deren Streifen. Im Newsletter des Zeit-Magazines habe ich einen Link gefunden, der mich weiterleitete zu einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung. Hier eingebettet war ein Viedeo, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

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Xavier getrotzt

Mit Gummistiefeln und warmer Regenjacke war das Wetter heute für mich kein Problem. Nur der Hund war nicht begeistert. Regen, Schnee und Kälte stören ihn nicht, aber der Sturm war ihm unheimlich.

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Die große Bühne verlassen

Gerade habe ich noch seinen Auftritt in LA gesehen, leider nicht live sondern im Netz, und mir gedacht, dass er als junger Mann nicht so gut aussah wie jetzt als älterer. Seine Stimme hat sich kaum geändert, ich würde sie immer sofort erkennen. Eine Woche nach LA ist er tot. Herzstillstand. Da oben wird er sie wiedertreffen, seine bereits gestorbenen Kollegen von Travelling Wilburys. Vielleicht aber gibt es da oben ja die Super-Super-Group und sie alle rocken den Himmel.


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Ich reihe mich ein

in den Reigen derer, die fest an geplante Obsoleszenz glauben. Unsere Waschmaschine (Bosch) wurde im August zwei Jahre alt. Einige Tage später begann das Programm zu spinnen. Es hängte sich beim Waschen auf und ich musste Spülen/Schleudern extra starten. Das erschien mir zunächst als Macke hinnehmbar. Dennoch kontaktierte ich den Kundendienst, der nächsten Donnerstag einen Handwerker vorbeischicken wird. Heute nun hat sich die Elektronik ganz verabschiedet. GsD nicht während des Waschens, sondern bereits beim Starten. Es machte leise Pling und zeitgleich  flog die Sicherung raus. Wie gut, dass mein Sohn, der uns die Maschine gesponsert und der wohl auch den Glauben an eine Haltbarkeit über die normale Garantie hinaus verloren hat, diese für zwei weitere Jahre verlängerte. Im Vorfeld teilten das Schicksal der frühen Vergreisung bereits ein Geschirrspüler (Bauknecht), ein Kaffeemaschine und diverse Drucker. Willkommen in der unfreiwilligen Wegwerfgesellschaft.

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87%

Mein Sohn hat Recht! Wir sollten uns nicht auf diesen 87% ausruhen. Das ging schon einmal schief.

 

 

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Alpenglühen

So kommt es mir vor, dieses Ereignis, von dem ich nicht erwartete, das es eintrifft. Es hat noch nie geklappt. Niemals! Dabei habe ich mich immer an das Drehbuch gehalten. Ab wann nicht mehr füttern, wann nichts mehr zu trinken geben. Dann einfach vergessen. Und plötzlich wieder daran erinnern und mit der Pflege beginnen. Dieses Mal habe ich alles anders gemacht! Wie jedes Jahr bekamen wir am Neujahrstag eine Blumenschale von Nachbarn geschenkt. Ihr wisst schon, diese Schalen mit den Minipflanzen. Darunter ist auch immer ein Alpenveichen gewesen. Mein Mann nimmt das Arrangement stets  sofort auseinander und setzt die Pflanzen in größere Blumentöpfe. Der Farn ist leider eingegangen, die Hyazinthe wurde nach dem Verblühen in einen Garten gepflanzt und das Alpenveilchen zu den Orchideen an das Nordfenster  gestellt. Ich habe es fleißig gegossen und regelmäßig gedüngt. Es wuchs und wuchs und bekam ein Blatt nach dem anderen. Und dann, vor ein paar Tagen, ich vermutete einen neuen Schub von Blättern, entdeckte ich, dass es Blütenknospen waren. Aus dem Minipflänzchen ist ein Prachtexemplar geworden. Jeden Tag bewundere ich es und freue mich über jede neue Blüte.

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Stollenwand und Mäusejagd

Nur zweimal im Jahr, nämlich im Herbst und im Frühling, scheint die Sonne in diesem Winkel durch unser Wohnzimmerfenster und erweckt unsere alte Stollenwand zu neuem Leben. Alt ist sie wirklich! Mein Mann brachte sie vor 42 Jahren mit in unsere Beziehung. Damals war sie Raumteiler in seiner Einzimmerwohnung. Das große Altberliner Zimmer wurde zu Zweidrittel zum Wohnzimmer, das war der Teil mit dem Fenster. Hinter der Stollenwand stand ein Bett und ein kleiner Kleiderschrank. Irgendwie war das sehr gemütlich. Vierter Stock, Seitenflügel. Balkon an der Küche zum Hof hinaus. Im Badezimmer musste noch ein Ofen beheizt werden, damit wir warmes Wasser benutzen konnten. Das machte uns alles nichts aus. Wir waren jung, frisch verliebt und hatten eine scheinbare Ewigkeit vor uns. Das ist jetzt genau diese Ewigkeit her. Vielleicht hänge ich deshalb so an dieser Stollenwand. Zwischenzeitlich gab es immer mal wieder die Überlegung, sie zu ersetzen. Durch etwas Kleineres, das dennoch ausreichend Platz für Bücher bietet. Wir haben uns nie für eine neue Variante entscheiden können. Auch wenn mittlerweile nicht mehr alle Regale über und über mit Büchern gefüllt sind. An die 200 haben wir nach und nach weggegeben, viele Bücher stehen in Schränken und auf Regalen in anderen Räumen. Diese neuen Möbel, die seit einiger Zeit modern sind, mögen wir nicht. Sie sehen alle so gleich aus. Rechts und links ein Schrankteil, dazwischen ein niedriges Teil für den riesigen Fernseher und vielleicht noch ein Regal darüber. Bei uns würde da in der Mitte eine Riesenlücke klaffen, da unser Fernseher sehr klein ist. Er steht ganz links im Schrank und wird meistens auch noch von dem Sessel verdeckt. In diesem Jahr habe ich ihn ein einziges Mal angestellt. Das war nach der Umstellung von DVB T1 auf DVB T2. Mein Mann hat in seinem Zimmer auch einen Fernseher, der sich seines Daseins erfreuen darf. Mein Mann sieht überwiegend politische Sendungen und Reisedokumentationen. Wenn er meint, ich müsse unbedingt auch etwas davon sehen, nutze ich die Mediatheken und schaue auf meinem iPad. Das reicht mir. Im nächsten Jahr steht die Renovierung des Wohnzimmers an. Dieser Gedanke beschert mir schon jetzt Albträume. Vor einigen Jahren haben wir die Stollenwand aufarbeiten lassen. Der Tischler meinte, dass sie einen erneuten Ab- und Aufbau wohl nicht überleben würde. Vielleicht ist dann die Zeit des Abschieds gekommen. Irgendwann in naher Zukunft steht auch ein Wohnungswechsel auf dem Programm (vorausgesetzt wir bekommen eine 2,5Zimmer-Wohnung, die preiswerter als unsere 4zimmrige ist, was zur Zeit eher unwahrscheinlich erscheint), dann wäre das Viermetermonstrum sowieso zu groß. Obwohl! Wir könnten dann ja einfach ein Segment weglassen…. Ihr seht, so wirklich Anfreunden mit dem Gedanken an eine Trennung kann ich mich nicht.


Zu den Erinnerungen, die an diese Stollenwand geknüpft sind, gehört auch unsere Hochzeitsnacht. Wir haben in sehr kleiner Runde geheiratet. Erst Standesamt, dann ein kleines Sektfrühstück bei uns, anschließend Essen in einem Restaurant. Als mein Mann und ich dann am Abend bei einem Glas Wein und Kerzenlicht den Tag ausklingen lassen wollten, sah ich aus dem Augenwinkel eine Maus über den Schrank huschen. Nun gehöre ich nicht zu den Frauen, die beim Anblick dieser Tierchen kreischend auf den nächsten Tisch flüchten. Für Hochzeitsabendunterhaltung sorgten zwei weitere Mäuse, japanische Tanzmäuse, wie wir später erfuhren. Diese zu fangen, erwies sich als recht schwierig. Mit Diakästen bauten wir eine Mauer in den Durchgang zwischen Schrank und Zimmerwand, nachdem wir die Mäuse in den hinteren Teil des Zimmers gescheucht hatten. Schließlich gelang es uns, auch diese beiden flinken Tierchen in ein Falle zu locken. Am nächste Tag setzten wir die Nager in einem Park aus. Arbeitskollegen meines Mannes hatten uns diesen Streich gespielt. Als wir essen waren, zwängten sie die Mäuse durch den Briefschltz unserer Wohnungstür. Direkt hinter dem Briefschlitz saß bereits eine weiße Maus auf dem Gitter, das die Post auffängt. Diese konnten wir ohne Mühe greifen und in ein Gefäß setzen. Natürlich dachten wir, dass es nur die einzige Maus wäre. Bis dann bei Wein und Kerzenlicht….

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Das Land, in dem ich leben will

Eine Bloggerin schickte mir eine Mail mit dem Link zu diesem Lied von Bodo Wartke. Diesen Text, dem ich so absolut zustimme, kannte ich zwar schon, aber ich hatte ihn fast wieder vergessen. Ich habe mich gefragt, woran das liegt, dieses schnelle Vergessen. Und mir fallen  alle diese Satiresendungen ein, die politischen Kabaretts und Magazine. Wie oft habe ich in den diversen Mediatheken bestimmte Sequenzen gesucht, weil eine Aussage, ein Sprachwitz oder einfach eine Formulierung so wunderbar gelungen, so perfekt meinen Gedanken und Gefühlen angepasst war, dass ich mir Notizen machen musste. Oder kopieren und irgendwohin speichern. Bis mir auffiel, dass ich diese als Erinnerung gedachten Notizen anschließend vergaß. Es waren schlicht und einfach zu viele. Und doch zu wenige! Zu wenige, um dieses Land zu dem zu machen, von dem Bodo Wartke singt. Denn in den Medien, die von der großen Mehrheit konsumiert werden, wird eher Angst geschürt, werden Vorurteile und Rassismus gepredigt. Dennoch werde ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass meine Kinder und Enkelkinder weiterhin in einem Land leben dürfen, das sich Demokratie auf die Fahne geschrieben hat. Einem Land mit einem Grundgesetz, in dem alle Menschen gleiche Rechte haben sollten. Einem Land, das uns Meinungsfreiheit garantiert. Es gibt vieles zu verbessern, natürlich. Aber wenn wir diesen Standard erhalten, wenn wir menschenverachtende rechte Gewalt aufhalten können, dann bin ich schon zufrieden.

 

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Schönheitsschlaf

Letztens an der Pinwand einer Kollegin gesehen. Kann ich nur zustimmen!

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Kleine Traumerfüllung

Nein! Gummistiefel gehören nicht zu meinen schwer erfüllbaren Wünschen. Sie sind aber unabdingbar für die Erfüllung eines anderen Wunsches. So sehr ich die Ostsee auch mag, mein Herz schlägt heftiger für die Nordsee. Die Sohn-2-Familie nimmt mich in den Herbstferien mit in das Familienferiendorf Schillig. Es liegt gleich hinter dem Deich und man soll dort die Nordsee hören (wenn das Wasser gerade da ist) und riechen können. Und wenn das Wasser nicht da ist, hört man neben den blökenden Schafen das Watt rufen. Da es Ende Oktober zum Barfußlaufen sicher schon zu kalt sein wird, mussten also Gummistiefel her. Nun überlege ich, ob die Anschaffung eines Nordfriesennerzes empfehlenswert ist.

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Tattoos

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Na, dann auch für die Blogöffentlichkeit:   Beide Tattoos haben natürlich ihre Bedeutung. Die Schreibfeder in der offenen Unendlichkeitsschleife hat die Künstlerin nach einem Gespräch mit mir entworfen. Es ging dabei um die Lust am Schreiben und was am Ende … Weiterlesen

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