Wuhlheide und Hunde der Prärie

Gestern war ich in der Wuhlheide. Nach langer Zeit das erste Mal wieder. Sehr viel hat sich verändert auf dem Gelände des Freizeit- und Erholungsparks (FEZ), das in diesem großen Waldgebiet liegt. Das Hauptgebäude, den ehemaligen Pionierpalast, konnte ich leider nicht betreten. Corona trug daran keine Schuld, sondern das umfangreiche Ferienangebot für die Kinder. Ich wäre gerne zum Gewächshaus und den Naturgarten gegangen, aber die waren innerhalb des eingezäunten Geländes für dieses Ferienevent und ich wollte keine fünf Euro Eintritt bezahlen, nur um dort hin zu gelangen.
Das FEZ haben mein Mann, ich und unsere Jungs gleich nach der Wende fast jedes Wochenende besucht. Es war ein Paradies für die Kinder. Sämtliche Geschenke für die Großeltern und Freunde wurden dort gebastelt. Keiner in der Verwandtschaft, der nicht ein mit dem Brennpeter verziertes Frühstücksbrettchen oder Schlüsselbord bekommen hat. Es gab einfach alles, was Kinder eigenhändig herstellen konnten. Und das Ganze kostete so gut wie nichts. Im Laufe der Jahre gab es so manchen Kampf um diese familienfreundliche Einrichtung. Aber sie gewann letztlich und wurde nicht, wie so viele Betriebe der DDR, „abgewickelt“. Natürlich hat sich vieles geändert. Die Preise haben sich denen des Westens angepasst. Aber es ist auch sehr viel Schönes dazugekommen. Marode Bereiche wurden renoviert und ausgebaut. Wie die Park-Eisenbahn, mit der man für einen kleinen Preis durch das Gelände fahren kann. Auch das Haus für Natur und Umwelt wurde modernisiert und um Tiergehege, einen Spielplatz und ein Waldcafé erweitert. Dort gibt es ein sehr großes Areal, auf – und unter dem – Präriehunde leben. Als meine Enkeltochter in dem Haus ihre Einschulung feierte, trafen wir etliche der possierlichen Tierchen auch außerhalb ihres Areals. Sie hatten ihre Gänge einfach unter der Mauer hindurch weiter ausgebaut. Gestern sah ich kein Tier mehr in „freier Wildbahn“. Wahrscheinlich wurde das Durchbuddeln irgendwie verhindert. Es ist ja auch nicht ungefährlich und zu Futtern würden sie außerhalb in dem großen Wald wohl schwerlich etwas finden. Außerdem ist das Gebiet, das jetzt ihre Heimat ist, wirklich sehr, sehr groß.

Hier nun ein paar Fotos von diesen Tieren, denen ich stundenlang zusehen könnte.

Wer Näheres über die Wuhlheide wissen möchte, findet im Netz viele Berichte. Bei Wikipedia gibt es eine nicht ganz so lange Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Wuhlheide

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2 Antworten zu Wuhlheide und Hunde der Prärie

  1. Gudrun schreibt:

    Ach ja, die Wuhlheide. Ich glaube, jeder im alten Land war schon mal da. Ich finde es gut, dass du darüber schreibst.

    Gefällt 1 Person

  2. Hans-Georg schreibt:

    Guck an, solche uralten Weichenköpfte mit so einem Gnupsi obendrauf hatte ich auf meiner Modelleisenbahn.

    Gefällt 1 Person

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